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Äuguft (Prinz von Preußen)
von Wette oder HerauSfodcrung gab dem „Zahle in Arkadien ", auch „Kyllem'on"betitelt, das Dasein, dem einzigen Werke des fürstlichen Vers., das im Druckeerschienen ist '), eine Reihe von Zdyllen oder landschaftlicher stafstrker Gemälde,die in 12 Abtheilungen, in Prosa, mit Angeflochtenen Liedern (von denen derVerf. die meisten selbst in Musik gesetzt hat), die 12 Monate des griech. ZahreSdarstellen sollen. Ein neues Werk wurde während des Kriegs (180V gemein-schaftlich mit einer geistreichen schau angefangen, welches zuerst in Briefen, dannals Tagebuch (aber auch dieses an die Freundin gerichtet) das Hofleben einer Groß-Herzogin Anna erzählt und mir mannigfaltigen Beziehungen aus das eigne Lebenund die Verhältnisse des Verf. durchweht ist. Dieses Werk, zu welchem aber dieerwähnte Freundin nur im Anfange 2 Briefe beigesteuert hat, wurde 1807durch zufällige Störungen unterbrochen, 3 Jahre darauf wieder aufgenommen,bald aber. nach veränderte» äußern Verhältnissen, bei Leite gelegt. Ein neuesWerk, mit dem Namen der „Emilianischen Briefe" bezeichnet, trat nun an dieStelle des vorigen, ebenfalls aus Briefen und Tagebuch zusammengesetzt, reich-haltiger an Ereignissen, ab.r noch reicher an Schilderungen einer romantischen Na-tur, mannigfaltiger Kunstwerke, herrlicher Gärten, von Palästen, Klöstern undTempeln, die seine Phantasie mit jedem Reiz und jeder Herrlichkeit ausstattete.Fast zehn Zahre hindurch schrieb er an diesem Werke mit vorzüglicher Liebe; aber daersieh schon mit dem Gedanken der Herausgabe desselben beschäftigte, überraschteihn der Tod. Zn beiden Romanen war es te: Herzog selbst, welcher sich, seineGefühle und Ansichten, seine Verhältnisse und Neigungen in der Rolle der fürst-lichen Jungfrauen darstellte, meist mit zärtlicher Selbstliebe, bisweilen auch mitscharfer Zronie, doch aber immer schonender, als wenn er sich, was auch bisweilengeschieht, gleichsam als Doppelgänger, in männlicher Gestalt auftreten laßt. Überdie innere Beschaffenheit dieser Werke und die Art ihrer Abfassung erklärt sich einSchriftsteller, der das poetische Vertrauen ihres Verf. genoß, in der „Allgem.'Litcrarurwit.", 1822, L. 172, und in Fr. Zacobs's „Vermischten Schriften",1. Thl., S. 85. — Der Herzog liegt in dem von seinem Vater angelegten Gartenauf einer schattenreichen Znsel begraben, wo auch Ernst II. ruht. Eine Abbildungdieses romantischen Platzes und der Gräber auf demselben befindet sich in dem 60.Zahrg. des „Gothaischen Hofcalenders" (1822 . Das Bildniß des Herzogs ist nacheinem Gemälde von Grassi von <ddteinla in Kupfer gestochen. — Eichsiätt in Z enaschrieb eine „älemoiiii Anpmsil <Iuoi.<; tsavonüx' p,l,i(üpi.8 (Wlb.ii.oi u i>> <?!> . ' (2.A., Gotha 1823).— Mit seinem Bruder und Nachfolger Friedrich I V. erloschd. 11.Febr.1825 der gochasche Specialast des S.-Gothaschen Gesammthauses.
A ugu st (Friedrich Wilhelm Heinrich .Prinz von Preußen, geb. d. 19.Sept.1779, Sohn des 1815 gest. Prinzen AugustFerdinand, Bruder Friedrichs des Gro-ßen und der 1820 gest. Markgräsin Anna Elisabeth Louise v. Brandenburg-Schwedt.Zu den Waffen erzogen, war er bei AnSbruch des Kriegs 1806 Chef eines Grena-dierbataillonS, mir dem er ander Schlacht von Zena Theil nahm, Beweise vonTapferkeit gab, allein bei Prenzlau gefangen wurde. Die franz. Behörden w lesenihm während der Dauer des Kriegs Nancy zum Aufenthaltsort an. Nach der Re-organisation der prcuß. Armee ernannte ihn der König zum Generalmajor und Chefder Artillerie, und der Prinz bemühte sich, seine Kenntnisse in diesem Fache so auszu-bilden, daß er diese Waffe in theoretischer und praktischer Hinsicht genau kannte. Diepreuß. Artillerie verdankte ihm schon damals wichtige Verbesserungen. Als Chess derArtillerie war er auch in dem Kriege 1813 bis zum Waffenstillstand thätig. Da erjedoch in dieser Eigenschaft nur anzuordnen harte, ohne zum eigentlichen Kampfe zu
*) Ein andres: „Vicrzclm Briefe eines Cartbäuscrs", ist eine von ibm woran:laßte Übersetzung eines sranz. Originals, welcher er am Ende eine oder zwei Seitenbeigefügt Hai.