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als zu verlangen, daß man ihn zum beständigen Tribun ernannte: eine Würde,die ihn zur höchsten Macht führte. Je mehr er sich dem Volke näherte, um st offe-ner erklärte er sich gegen ÄnkoniuS. Besonders gelang es ihm, durch Bekannt-machung eines Testaments, worin AntoniuS die mit der .Cleopatra erzeugten Bohnezu seinen Erben erklärte, den Unwillen der Römer gegen denselben rege zu mrchen.Diese Stimmung benutzend, ließOcmvian der Konigin von Ägypten den Wiegerklären und führte eine bedeutende Kriegsmacht zur See und zu Lande nack demambracischen Meerbusen, wo Agrippa (s. d.) die Seeschlacht bei Actium 's. d.)gewann, die ihn zum Beherrscher der Welt machte 31 v. Chr.). Er verfolge sei-nen Nebenbuhler nach Agvpten und endigte den Krieg, nachdem er den Vo> schlagdes AntoniuS, ihre Streitigkeiten durch einen Aweikampfzu entscheiden, verworfenhatte. Kleopatra und AntoniuS gaben sich selbst den Tod. Oetavian lies; sie pracht-voll bestatten. Ein Sohn des AntoniuS und der Fülvia ward seinerSicherheit ge-opfert. Gleiches Schicksal batte Cäsarion, ein Sohn Casar'S und der Kleopatra .Alle andre Verwandte des AntoniuS blieben verschont, und Oetavian gebrauchte imGanzen seine Macht mit Mäßigung. Er verweilte 2 Jahre im Orient, um dieAngelegenheiten Ägvptens, Griechenlands, Syriens , Kleinasiensund der Inselnzu ordnen; bei seiner Rückkehr nach Rom hielt er einen dreitägigen Triumph. Be-freit von seinen Nebenbuhlern und Feinden, und Herr derWelt, war er einen Au-genblick unentschieden über die Art seiner künftigen Gewalt. Agrippa , dessen Siegeihm die Herrschaft gewonnen hatten, rieth ihm darauf Verzicht zu leisten; Mä-cenas war der entgegengesetzten Meinung, und diesem, oder vielmehr seiner eignenNeigung, folgte Oetavian. Um den, Volke den Wunsch einzuflößen, ihn als un-umschränkten Regenten zu sehen, schaffte er die Gesetze des Triumvirats ab, ver-schönerte die Stadt und beschäftigte sich mit Verbesserung der während der Bürger-kriege Angerissenen Mißbräuche. Am Ende seines siebenten Consilia:, begab ersich in den Senat und erklärte seine Absicht, die Regierung niederzulegen. DerSenat, erstaunt über seine Mäßigung, beschwor ihn, die höchste Gewalt auch fer-ner zu behalten. Oetavian gab diesen dringenden Bitten nach und fuhr fort, durchden Senat zu regieren. Er erhielt jetzt den Beinamen A ug u st u S, der die Hohenseiner Person und seines Ranges bezeichnete, und vereinigte nach und nach in sichdie Würde eines Imperators oder Oberherrn zu Waffer und zu Lande, der überKrieg und Frieden entschied; eines ProeonsulS über alle Provinzen; eines bestän-digen Volkstribunen, wodurch seine Person für unverletzlich erklärt und ihm dasRecht ertheilt war, sich allm öffentlichen Beschlüssen widersetzen zu können : end-lich eines Censors und eines Pomifer maximus oder Oberhauptes aller religiösenAngelegenheiten. Die Gesetze selbst wurden ihm untergeordnet, und die Beobach-tung derselben seiner Willkür anheim gestellt. Au allen diesen Vorrechten fugte mannoch den Titel eines Vaters des Vaterlandes. So groß indeß auch die ibm ver-liehene-Gewalt war, so übte sie A. doch mit weiser Mäßigung. Es lag imGeiste seiner StaatSklugheit, die alten Namen und Forme» beizubehalten; daherverweigerte er es standhaft, den durch Sulla und Cäsar verhaßt gewordenen Na-men eines Dictators anzunehmen.
A. führte mehre Kriege in Afrika, Asien und besonders in Gallien undHifpanien, wo er nach großen Anstrengungen über die Cantabrcr rriumphi, te. S eineWaffen unterwarfen Aquitanien, Pannonien, Dalmatien , Illt'rien; sie hieltendie Dacier, Numidicr und Ätbiopier in S ebranken. Mit den Panthern scblok erein Bündniß, dem zufolge sie Armenien abtraten und die dem CraffnS und Amo-niuS genommenen Adler zurückgaben. Am Fuße der Alpen errichtete er Denkmä-ler feinevTriumpbe über die Bergvölker, von denen man noch zu Susa und Aosta stolze Überreste sieht. Nachdem er zu Lande und zur See die Erde beruhigt hatte,schloß er Jas dritte Mal seit Roms Erbauung) Isi v. Chr. den Tempel des Ianus.