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Ausfall Ausgabe
lich im Sommer ab und nehmen im Winter wieder zu, weil in jenem die verstärkteAusdünstung mehr Stoffe aus dem Körper auflast und fortschafft als im Winker.Daher kühlt sich der Mensch durch den Schweiß ab, und fühlt sich in der trockenenFieberhitze erquickt, sobald ei» kritischer Schweiß hervorbricht. Wird aber die Aus-dünstung auf längere Zeit unterbrochen oder doch gestört, so muffen auch die Fol-gen davon höchst nachteilig für die Gesundheit und selbst für das Leben des Men-schen werden. Diese Folgen haben größtenteils ihre» Grund in dem nahen Ver-hältnisse des Geschäfts der Haut zu den innern Absonderungen und sind um sohartnäckiger und verderblicher, je anhaltender die Unterdrückung der Hautausdün-stung ist. Die vermehrte innere Wärme erzeugt sehr oft Fieber; auch werden dieschädlichen Stoffe im Blute angehäuft, von welchen dasselbe befreit werden sollte,daher eö von seiner natürlichen Beschaffenheit abweicht und als regelwidriger Reizwirkt. Endlich wird die Verrichtung andrer absondernden Werkzeuge übermäßigvermehrt, weil sie das Geschäft der Haut zum Theil mit übernehmen; daher stellensich nach Erkältung so oft Schnupfen, Halsbräune, Husten, auch bedeutende in-nere Entzündungen, ferner Durchfall, Harnruhr, Wassersucht, langwierige Rheu-matismen u. dgl. m. ein. 2" physiologischer Hinsicht verdient Erwähnung Will.Ernikshank'S „lixperinients on tlie insensible perxssir-iti»» ol tlie bumsn stostg"(London 1795; deutsch durch Michaelis, Leipzig 1798).
Ausfak l. Zur Vertheidigung einer Festung gehören, wenn nicht besondereRücksichten zum Gegentheil bestimmen, öftere Ausfälle, um den Feind entferntzu halten und seine Belagerungsarbeiten zu zerstören, wo möglich, nebenbei Le-bensmittel aus der Umgegend herbeizuschaffen, der Unterstützung an Mannschaftoder Waffen den leichtern Eingang zu bereite» oder einen Entsatz zu begünstigenu. dgl. m. Sie können, vornehmlich in geschickter Übereinstimmung mit den Un-ternehmungen des befreundeten Heeres, gegen die Belagerer entscheidend werden.Am Vortheilhaftesten werden sie nach Mitternacht, bei Nebel oder Regenwettcr un-ternommen ; sie müssen aber stets auf Überraschung des Feindes berechnet und alsosehr geheim gehalten werden. Gern wählt man dazu die entschlossenste, treuesteMannschaft und vermeidet beim Ausrücken jedes Geräusch. Der Zweck des Aus-falls bestimmt die Zahl der Mannschaft; häufig wird sie durch Geschütz und Reite-rei begleitet. Sie darf sich jedoch in keinem Fall zu weit von der Festung entfernen,um nicht abgeschnitten zu werden, und beim Rückzug nie die Belagerten in der Ver-theidigung hindern oder Verwirrung verursachen und dadurch den Andrang desFeindes selbst begünstigen. Häufig sucht man durch Ausfälle von geringer Stärkedie Belagerer ins Feuer der Festung zu locken oder zu beunrukigen und zu ermüden.Das Genie und die unermüdete Thätigkeit des Festungscommandanten wird dieAusfälle so lange als möglich als das beste DertheidigungSmittel zu benutzen wissen.
Ausgabe oder Herausgabe eines Buches heißt dessen Druck und Be-kanntmachung. Überhaupt versteht man unter einer Ausgabe in diesem c^inne einenAbdruck und unterscheidet bei Werken, die mehrmals gedruckt werden, ebenso vieleAusgaben, eine erste, zweite, dritte u. s. w. 2^ ein Werk in seinen verschiede-nen Auflagen unverändert geblieben, so kann der Vorzug der einen vor der andernnur in der größer« Richtigkeit und Schönheit des Drucks und in der bessern Be-schaffenheit des Papiers bestehen. Bei Werken, welche in den folgenden AusgabenverbesseH und vermehrt worden, zieht man in der Regel die jedesmal neueste Aus-gabe den ältern vor. Hier und da finden jedoch Ausnahmen statt, wozu es einerbesondern Bücberkenntniß bedarf. Vornebmlich sieht man bei den griechischen undrömischen Clasfikern auf die verschiedenen Ausgaben derselben. 2hve Anzahl ist sebrgroß, ihr Werth besteht öfter bloß in der Seltenheit. Am gesuchtesten sind dieersten Ausgaben, eüiliones princss»--;. weil sie unmittelbar nach Handschriftengemacht worden (hierher gehören die Ausgaben des 15. 2ahrh., die Aldini sehen,