Band 
Erster Band. A bis Bl.
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563
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Ausschnitt Außenwerke 563

men und Grade der Bösartigkeit hatten. Das Vorzeichen desselben war nach denverschiedenen Klimaten verschieden und bestand theils in allen jenen unbestimmtenAusschlägen, Flecken, Flechten und Grinden, theils und besonders aber in einerdunkeln Rothe der Haut und des Gesichts (die arge Rothe genannt). Der voll:endeten Aussatzarten sind nach Hensler'S Untersuchungen drei: 1) der räudige Aus-satz, Lepra und Psora beiden Griechen, wahrscheinlich Hiob'S Krankheit; 2) derweiße Aussah, Zaraah bei Moses, Leuce der Griechen, der in seinem letzten Zeit-raum in die Lepra Tyria der Abendländer übergeht. Diese beiden Hautausschlägesind theils dunkle derbe Räuden, oder feine weiße staubige Grinde, und so bösartig,daß sie nur sehr schwer eine Heilung zulassen; 3) der allgemeine knollige Aussatz,Elephantiasis der Griechen und Römer, ist jetzt noch besonders anf den westindi-schen Inseln zu finden. Er ist der schlimmste von allen; eS entstehen wenig Räu-den und Grinde auf der Haut, sondern diese wird durchaus, besonders im Gesichte,in Knollen umgewandelt. Er scheint weniger mit Jucken und Brennen, das beiden andern unausstehlich ist, verbunden zu seyn, daher ihn auch die Abendländerden ruhigen Aussatz nannten, ist aber ganz unheilbar. Auch in den Nordländernist ein eigner Aussatz zu Hause, der ebenso bösartig ist wie der tropische: die Rade-syge. (S. Hautkrankheiten.) In weiterer Bedeutung nennt man zuweilen,wiewol fälschlich, weitverbreitete ansteckende krebshafte Geschwüre auf der Ober-stäche des Körpers, ferner die Finnen bei den Schweinen, Aussatz. —Die Räu-digkeit der Bäume, wenn der Stamm mit Flechten überzogen ist, wird zuweilen,aber uneigentlich, ebenfalls Aussatz genannt. Is.

Ausschnitt, in der Geometrie, derjenige Theil einer Eirkelfläche, derdurch 2 Radien und ein Stück des Umfangs (der Peripherie) eingeschlossen wird.

Außenwerke sind alle Werke einer Festung, die außerhalb des Haupt-walls in oder jenseits des Hauptgrabens liegen. Eie haben den Zweck, denAngriff auf den Hauptwall aufzuhalten, die Schüsse gegen denselben aufzu-fangen, und ihm Seitenvertheidigung zu geben. Alle Außenwerke müssen daherso eingerichtet sein: 1) daß sie der Feind angreifen muß, ehe er zum Hauptwallegelangt; 2) daß sie dem Hauptwall -Leitenvertheidigung geben; 3) daß sie denaußerhalb des Glacis errichteten Batterien des Feindes alle stellen der Futter-mauer des Hauptwalls vollkommen verdecken; 4) vom Haupkwall aus einge-sehen werden. Meist, jedoch nicht immer, sind sie einige Fuß niedriger alsder Hauptwall. Die gewöhnlichsten Außenwerke sind: 1) Die Grabenschere(Grabenrenaille), liegt im Graben zwischen 2 Bastions vor der Courtine undhat gewöhnlich die Form eines eingehenden Winkels. 2) Das Raveli» (s. d.)(Denülune). Neben ihm liegen zuweilen 3) Lunetten (Brillen, s. d.).4) Eontregarden (Couvrefacen), liegen zur Deckung der BollwerkSfacen zuweilenin Form eines ausgehenden Winkels vor dem Bollwerke. Jenseits des Haupk-grabens, jedoch durch ihren Graben mit ihm verbunden, liegen zur Festhalkungirgend eines wichtigen Punktes 5) Hornwerke, die aus 2 halben mir einer Cour-tim verbundenen Bastions, die wieder durch 2 Flügel, d. h. Wälle mit Grabenan der Festung hängen, bestehen, k) Kronwerke, wo stakt 2 halber eine ganzeund 2 halbe Bastions angelegt sind. 1) Scheren, Tenaillen, bestehen aus ei-nem eingehenden Winkel, der durch Flügel an der Festung hängt. Sind 2 ein-gehende Winkel vorhanden, so heißt das Werk 8) eine doppelte Schere. Sinddie Flügel nicht parallel, sondern convergirend oder divergirend, so heißen dieScheren 9) Echwalbenschwänze und 10) Bischofsmützen w. — In den Waffen-plähen des bedeckten Weges, sowie fast i» allen andern Außenwerken, liegen oftWerke von verschiedener Form, die man 11) Reduitü nennt. Auf oder am Fußedes Glacis liegen oft 12) Fleschen oder 13) Lunetten, die eine bastionähnlicheForm haben und nicht mjt 3) zu verwechseln sind. 14) Detachirte Werke; sie

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