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Azoren Azzara
nem Verfolgung von neuem 14,000 Gefangene. 10,000 todte Franzosen decktenaußerdem das Schlachtfeld. Unter ihnen waren der Connctable nebst 6 Herzogenund Prinzen. Fünf Prinzen, unter ihnen die Herzoge vonQrleanS und Dourbon,waren gefangen. Die Engländer verloren 1600 Todte, unter ihnen den Herzogvon Pork, des KonigS Oheim, welchen der Herzog von Alemon, der, um denTod zu suchen, auf den König Heinrich eindrang, an dessen Seite todtere. Schonhatte er auch dem König die Krone vorn Haupte geschlagen und die Hand zum zwei-ten Male zum tödtlichen Streich erhoben, als alle Anwesende ihn umringten und mitvielen Streichen todteren. Nach der Schlacht setzten die Engländer ihren Marschnach Calais fort und schifften dann nach England über, um dort eine neue Armeezu einer neuen Landung zu sammeln. 32.
Azorc n, d. i. HabichkSinseln, eine Gruppe von 9 portugies. Inseln un at-lantischen Meere zwischen Afrika und Amerika , von 36—39'N. B., zusammen53 H>M. Die Einw. sind portugies. Abstammung und werden nach portugies. Ge-sehen regiert. Der vulkanische Boden ist gebirgig, aber gut bewässert und ungemeinfruchtbar; der höchste Berg, der Pic aufPico, steigt 9000 Fuß hoch empor. Einheiteres. gesundesKlinia herrscht aufdiesen Inseln, deren Haupterzeugnisse in Wein,Korn und Südfrüchten bestehen; auch treiben die Einw. eine starke Viehzucht, Fi-scherei, einige Manufacturen und einen lebhaften Handel. Es fehlt jedoch an einemguten Hafen. Die Portugiesen haben diese Inseln 1446 entdeckt, doch wollen »icder-länd. Seefahrer sie schon früher gesehen haben; daher die Holländer ihnen den Na-me» der flandrische» (flämischen) Inseln beilegen. Sie heißen S.-Miguel (diegrößte) mit80,009, Terceira mit28,900, Pico mit 20,900, L.-Iorge mit 11,200,Fanal mit 22,300. Sta.-Maria mit 5000, Graciöse» mit 7400, Flores mit 7100und Corvo mit 800 Einw. Die Haupkst. Angra aus Terceira zäblt deren 15,000.Diese Insel blieb 1828 der Donna Maria v. Brasilien treu. Die Zahl der Bew.sämmtlicher azorischer Inseln wird von Andern auf mehr als 200,000 geschätzt.
A z y m i t e n (Ungesäuerte) wurden die lateinischen Christen, d. h. die römisch-katholischen , von den griechischen genannt, weil sie sich beim heil. Abendmahle desungesäuerten Brotes bedienten.
Azzara (Nicolaus Joseph, Ritter von), geb. 1731 zu Barbanales, inAragouien, zeigte früh einen lebhaften Hang zu den Künsten und Wissenschaften,und dieser verstärkte sich durch seine Verbindung mit den» Maler Mengs, der in dieDienste des Königs von Spanien getreten war. A. betrat die diplomatische Lauf-babn, ward in Angelegenheiten der spanischen Kirche als Geschäftsträger an denPapst Clemens XII. geschickt, zeichnete sich in diesem Posten sehr aus und behaup-tete fortwährend einen großen Einfluß auf die wichtigsten Verhandlungen seines Ho-fes bei dem päpstlichen Stuhle. Dgl. v. Dohm'S „Denkwürdigkeiten über Joseph ll.und Rom". 1796 ward er dem Eroberer Italiens entgegengesandt, seine Gnadezu Gunsten Roms zu erflehen. Bonaparte wußte ihn sogleich zu würdigen, undvon dieser Zusammenkunft schrieb sich der tiefe Eindruck her, den auf Azzara derMann machte, der seitdem der stete Gegenstand seiner Bewunderung war. Da-mals entstand auch seine Verbindung mit Joseph Bonaparte . Kurz darauf gingA. mit einem diplomatischen Charakter nach Paris , wo ihn die Annehmlichkeitdcr Gesellschaft und die Aufnahme, die man ihm schenkte, für den Verlust seineralten Freunde, einer schönen Bibliothek und reichen Gemälde- und Aruikensamm-lung entschädigen mußte. Seine Sendung nach Frankreich war von einem wech-selnde» Steigen und Fallen seiner Gunst am spanischen Hofe begleitet. Er wardzurückberufe», nach Barcelona verwiesen, wieder mit dem Charakter eines Botschaf-ters nach Pari? geschickt, und von neuem dieses wichtigen Postens beraubt. -Leineschon sehr erschütterte Gesundheit erlag diesen mehrmaligen Stürmen. Er starb zuParis den 26. Jan. 1804.