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Erster Band. A bis Bl.
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Baccalaureus

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das Reich, bis CyruS ihm durch die Zerstörung der Hauptstadt 536 ein Endemachte und Babylonien mit Persien vereinigte. Es theilte Persiens Schicksale,bis es 640 nach Chr. Mohammed's Nachfolger eroberten und Bagdad am Ti-gris erbauten (155). Hier war der Sitz der Khaliftn, die Halaku, ein Tatar-fürst, 1258 verjagte. 1534 fiel Bagdad in die Gewalt der türkischen Sieger,denen es Shah AbbaS 1613 wieder entriß; 1631 aber kam es, nebst Baby-lvnien, aufs neue unter die Herrschaft der Türken, die es noch besitzen. S. desBischof O.Münter „Religion der Babvlonier" (Kopenh. 1821, m.Kpfrn.).

Über die Ruinen Babylons , welche in neuerer Zeit die Aufmerksamkeit derReisenden sehr beschäftigen, enthält die genauesten Nachrichten Claude JamesRich's, Residenten der ostindischen Compagnie am Hofe des Pascha zu Bagdad (wo er 1820 an der (liniier-, inexb»« starb), „^lemoir n» tbe ruins >>s I!->i>v-I»I>" lmitKpfrn., 3. Anst., London 1818). Rieh, Niebuhr und Rennel neh-men die Lage des alten Babylon im türkischen Paschalik Bagdad, bei dem OrteHill oder Hella an, der unter 32° 28' N. Br. an der Ostseite des Enphrat liegtund 6 —1000 Einw. enthält. In der Nähe bemerkt man unter einer MengeSchutt verfallene Canäle. Man findet Idole, Geräthe, Jnraglios u. s. w.,auch stehen noch Ruinen von größern Gebäuden. Eine davon halten Della Valleund Rennel für den Thurm des Bclus. Die größte Höhe ist 141 Fuß, und dieSeiten sind nach den 4 Himmelsgegenden gerichtet. Eine andere ist eine Schloß-ruine mit viele» Höhlen und Gängen. Eine dritte, ein ungeheures Oblongum ander Westseite des Enphrat, wird von den Arabern Birs Ninirud genannt. Diesehat Rieh zuerst beschrieben. Er hält sie für den Thurm des Belus, dessen Spitzeeinst als Sternwarte dienen sollte. Dieser Meinung ist auch Ker Porter. Um dieEntzifferung der keilförmigen Inschriften hat sich Grotefend verdient gemacht. DieBauart ist durchgängig von Backsteinen, sowie sie Herodot beschreibt. Nur vonder alten Stadtmauer hat man keine-Lpur entdeckt. Übrigens tragen diese Rui-nen wol den Charakter der Größe, aber nicht den der Schönheit. Die noch Vor-hand nen Zierrathen sind plump und geschmacklos. 20.

Baccalaureus (in alten Urkunden Baccalarius) bezeichnete im Mittel-alter 1) einen Krieger niedern Ranges lb-iulw!>»',-), der unter einem Ritter oderBanne,Herrn stand; 2) auf die Geistlichkeit übergetragen, einen KanonicuS desuntersten Ranges; 3) einen Candidaten, der 3 akademische CursiiS und Prü-fungen bestanden hatte und nun selbst Vorlesungen zu halten berechtigt war,ohne jedoch den selbständigen Docenten beigezählt zu werden, mithin die nie-drigste akademische Würde. Nach der ersten Prüfung hieß er I'>.-,ro-,I->„,<ui8Gnplex, nach der zweiten (biblischen) ll. eueren«, nach der dritten (philosophi-schen und dogmatischen) I!. l'ormoln«. Dieser ausgebildete Baccalaureus konntenun Licentiat werden, d. h. alle Rechte eines Lehrers erlangen. In Frankreich bestand diese Einrichtung bis zur Revolution, in England gilt sie noch jekt, undder verfassungsmäßig rreirte Baccalaureus wird lr>,n,e>> b.iobel,,,. der durchDiplom außerordentlich creirte eueren, Ixrcbelcn genannt. — In Frankreich muß Derjenige, welcher Baccalaureus werden will, vom 1. Oct. 1822 an, we-nigstens 1 Jahr den Cursüs der Philosophie in einem der königl. Collegien derErziehungsanstalten oder geistlichen Schulen, in denen Philosophie gelehrt wird,mitgemacht haben. Ferner können zum 8->u<-->I.i,i,,'>-,t >1<>« !, ii,e« zugelassenwerden diejenigen Candidaten, welche im Hause ihres Vaters, ihres Bruders oderihres Oheims erzogen und unterwiesen worden sind. Die Candidaten zur akade-mischen Würde eines Baccalaureus werde» über Alles epaminirt, was in denhöher» Classen der königl. Collegien gelehrt wird, d. h. über griechische oder latei-nische Auroren, über Rhetorik, Geschichte, Philosophie, Mathematik in den Air-fangSgründen und Naturgeschichte.