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Bacrt
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cr auf den Badenden, bald faßt er ihn bei den Schultern, bald läßt er das Rück- 'grat krachen, indem cr alleW roel desselben erschüttert, bald fuhrt er sanfte Schlä- jgeaufdie fleischigsten und muskrlssesten Theile. Daraufninnnt er ein härenes Tuch !und reibt damit den ganzenKörper, bis er fast selbst darüber inLchweiß geräth; erreibt mitBimSstein die harte Haut an den Füllen ab, salbt den Badenden mit Seifeund Wohlgerüchen, und endigt damit, daß er ihm den Bart und die Haare abschert.Diese Behandlung dauert etwa 3 Viertelstunden, und man fühlt sich nach derselben ,gleichsam neu geboren. Ein Wohlbehagen von unaussprechlichem Reiz durchdringtden Körper und lost sich bald in einen süßen Schlaf von einigen Ltunden auf. — 'Wenn wir nichts dem Ähnliches kennen, so ist uns darum dcrGebrauch künstlicher >Bäder keineswegs fremd, und es gibt jetzt wenig Städte ohne öffentliche^Bade-anstalren, die nur noch der nöthigenWohlseilheit entbcbren, um auch den Ärmernzugänglich zu sein. Die Arzneikunde hat die heilsamen Wirkungen des Bades durch -vielfache Erfindung neuerMischungen und Anwendungsarten zu vermehren gesucht.Zm Allgemeinen werten die Bäder durch die Lkoffe, aus denen sie bestehen, durchden Krad der Warme und durch die Einwirkungsart auf den Körper bestimmt. !Man bereitet sie aus Wasser, Milch, Wein :e., bald tvärmer, bald kälter, in vor-- jschiedenen Abstufungen, mischt ihnen Kräuter, Eisen, Leise w. zu, wie es die Ab- jficht erfodert. Außerdem gibt es Erd-, Land-, Lust:, Dampft und elektrische Bäder, jSie werden bald auf den ganzen Körper, bald nur auf einen einzelnen Theil ange- jwendet. Letztere sind wieder Sturz- oder Tauch-, Dousch-, Sprih-und Tropf- !bäder; die Wirkung derselben ist augenblicklich und sehr durchdringend. Don den !Sturzbädern macht man am häufigsten bei Verrücktheit und Raserei Gebrauch; -letztere gebraucht nian am meisten, um gelähmten Theilen neues Leben zu geben.—Am gewöhnlichsten verstehen wir unter dem Ausdrucke Bäder mineralische Bäder.Dies sind solche, wozu das Wasser in einer eignen Mischung aus der Erde quillt.(Vgl. Brunnen- und Badereisen, Dampfbäder, Loolbäder, See-bäder ic.) ^
Ba er t (Zean), auch Bart, geb. zu Dünkirchen 1651, der Lohn einesgenicinen Fischers, nach Andern aus dem Pfarrdorfe Eorban in dem beimischenOberamte Münster gebürtig, wo seine Familie noch jetzt lebt. Er schwang sichunter Ludwig XI V. bis zum Ebcf d'Escadre empor. Die Holländer, Engländerund Spanier nannten ihn den französischen Teufel. Ludwigs X l V. Marine ver-dankte diesem rauhen Seemanne den größten Theil der Achtung, welche sie damalsbei andern Nationen genoß. Einst war Zean B. in Versailles , und derKönig redeteihn an: „Zean Baert, ich habe Euch zum Befehlshaber eines Geschwaders er-nannt". „Sire, daran haben Sie wohl gethan", antwortete der Seemann. DieHofleute lochten über diese naive Antwort, e»er Ludwig sagte zu ihnen: „Dies istdie Antwort eines Mannes, der seinen Werth fühlt". Zean B. brachte eine Mengeholländ. und engl. Schiffe aus, verbrannte andre, landete zuNewcastle und verheertedas Land. 1692 begegnete cr mit 3 Kriegsschiffen einer holländ. Flotte, die, mitGetreide beladen, aus dem baltischen Meere kam; er schlug dieLchiffe, die sie deck-ten, und nabm 16 Kauffahrteischiffe. 1694, als es in Frankreich an Getreide man-gelte, gelang es ihni, in den Hafen von Dünkirchen , ungeachtet der WachsamkUtder Engländer, mehrmals Schiffe mit Getreide einlaufen zu lassen. Einst entrißer ein» Anzahl solcher Schiffe auf die kühnste Art den Engländern, in deren Händesie gefallen waren, und wurde zur Belohnung in den Adelstand erhoben. Nachdemcr 1698 die Engländer getäuscht darre, die mir einem 3 Mal stärker» Geschwaderden Hafen blockirten, traf cr aufdie Holland. Flotte, die aus der Ostsee kam und aus116 Segeln bestand, von 5 Fregatten gedeckt. Bald fiel die Bedeckung nebst 40Schiffen in die'Gewalt der Franzosen; aber als er diese Prisen nach Dünkirchen führte, erschienen 13 Heiland. Linienschiffe, und er sah sich genöthigt, um einem