Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Baggess-ii

Fall zu sein pflegt; dagegen sind die untern Classen von allen vorherrschenden La-ftern des Orients angesteckt, übrigens kühn, unternehmend und zur Widersetzlichkeitgeneigt. B. ward 166 vom Khalifen Alm Giafar Almansor gegründet, in 4 Jah-ren vollendet, und im 9. Jahrh, von Harun Al Rascbid zu hohem Glänze erhoben,106 I. spater aber von den Türken zerstört. Im 13. Jahrh, ward es von Dschingis-Khans Enkel, Holaku, erstürmt, der den regierenden Khalifen umS Leben bringenlies; und das Khalifar vernichtete. Die ftlachkommenschaft des Eroberers ward 1416durch Tamerlan und 1436 durch Kara Pusef vertrieben. Im folg. Jahrh, bemei-sterte sich Schach Ismael, der erste Regent Peiffiens aus dem Hause Son, derStadt.Seitdem war sie unaufhörlich ein Zankapfel zwischen den Türken und Persern. Rächeiner denkwurdigenBelagerung ward sie 1638 vom turk.KaiserAmurat I V. erobert,und vergebens versuchte im 18. Jahrh. Nadir >Lchah, sie den Türken zu entreißen.ilb.Bagd. s. m.Buckingham's „Reise (1816) nach Mesopotamien :cü' (Kerl. 1828).

Bagg csen (Jens, d. i. Immanuel), ein dänischer Dichter, der auch derdeiuschen Literatur angehört, geb. den 15.Febr. 1164 zuKorsör, hat die Geschichtes. Bildung im „Labyrinth" (ubers. von C. F. Cranier) selbst erzählt. Er kannte dieclass. Literatur, schrieb lateinisch und studirte mir Eifer die Kant 'sche Philosophie.Ihn beseelte ein edler Eifer für Licht und Aufklärung. Lein Charakter als humori-stischer Dichter, die Mischung des Zarten mir dem Kräftigen und Originellen, zeigtesich schon in s. „Komischen Erzählungen" (1185). Dann trat er in Oden und Lie-dern als Dichter des Erhabenen auf. Klopstock wurde seinVorbild in der geistlichenPoesie, wie Wieland in der komischen Erzählung. Kunze componirteB.'S „Halle-luja". Sein Gönner, der Prinz von Holstein-Augustenburg , unterstützte ihn aufeiner Reise nach Frankreich , die B. mit dem Pros. Cranier und mit Friederike Krun1189 antrat. Auf dieser Reise sah er Doß in Eutin , der ihm in der Metrik Vor-bild wurde, Klopstock in Hamburg, die Familie Reimarus, Gerstenberg in Altona ,und knüpfte in Jena mit Reinhold eine fortdauernde Freundschaft. In Bern ver-mahlte er sich mir des großen Haller's Enkelin,-Lophie. 1193 reiste B. mit s. Frauvon Kopenhagen wieder nach Bern, dann allein über Wien nach Italien , wo ihnFcrnow bis Rom begleitete. 1196 erhielt er in Kopenhagen eine Anstellung, diesein Einkommen sicherte; dabei reiste er mehrmals nach Paris , wo die großartigeVerwickelung aller Verhältnisse seine Phantasie mächtig ergriff; dann ging er nachItalien , wo ihm se n Verwandter, H.Haller, Lcbatzmcister der iral. Armee, eineVilla bei Medena schenkte. Leit 1800 lebte er mit seiner Familie ganz in Paris .1811 ward er zum Pros. der dänischen Sprache und Literatur in Kiel ernannt, er-hielt den Charakter emcs Iusiizraths, nahm 1814 seine Entlassung und ging nachKopenhagen . Dies war die Zeit seines Dichterruhms. -Lchon 1802 hatte er in sei-nem „Klingkli.igelalmanach" (beiColta) die Sonettenspielerei gegeißelt; 1803 er-schienen zu Hamburg „Gedichte von I. Baggesen" in 2 Bdn., und 1808 zu Am-sterdam „Heideblumen", 2Bdchn.; und ebendas. sein idyllisches Epos „Parthe-nais, oder die Alpenreise", worin, bei manchem phantastischen Auswuchs, die zar-teste Naivetät mit der erhabensten Naturschilderung in wohlthuenden Hexameternsich paart (n. Aufl. 1819,. B.'S Hauptstarke lag in kleinen Liedern und Idyllenkölnischen und tatarischen Inhalts. Bekannt ist sein „Theelied", eine geniale Ver-spottung der Ichphilosophie. Ungedruckt ist sein „Faust", ein halb epischer, halbdramatischer Cyklus von Gedichten, die viele Ausfalle, zum Theil persönliche, aufdas ultramontanische und Proselvteuuuwesen enthalten; darin befindet sich auch s.„Echecrenschleiferlied". Harmloser und zarter, doch ebenfalls reich an humoristi-schen Blicken auf unsere Zeit, ist B.'S Gedicht „Adam und Eva" (Lpz. 1821). —In Dänemark sind mehre Lieder von B., u. a. daS: „Als ich noch ein Kind war",Volkslieder geworden. <2ehr geschätzt sind s. „Jahreszeiten" in dänischer Spräche.Durch Sport und Satyre, die oft persönlich waren, reizte er Ohlenschläger und