eir
Bagno Äahrdt
dessen Freunde so gegen sich aus daß er Kopenhagen verließ. Überhaupt griff B.jede Art von Anmaßung oft mit einer Heftigkeit . n, in der man den kindlich-gutenund im geselligenUmgange durch seinen originellen Witz ungemein liebenswürdigenDichter nicht erkannte. Auch verwickelte ihn seine ungezügelte Phantasie und seinWanderleben, zumal da Rechnen seine Kunst nicht war, in manche Verlegenheit;endlich litt er durch Unglücksfälle manchen Verlust. Die Großmuth seines surfst.(Kenners in Kopenhagen verließ ihn jedoch in Paris nicht. Nachdem er gegen kör-perliche Leiden in Böhmens Duellen Hülse gesucht hatte, reiste er über Dresden undLeipzig nach dem Vaterlande zurück, starb aber schon am 3. Der. 1826 in Hamburg .
Bagno, italienisch : das Bad; insonderheit derjenige Ort bei Galata, in derNähe von Konstantinopel , wo die Sklaven aufbewahrt werden. Es befinden sichhier 1 griech. und 2 kath. Kirchen, zum Gebrauche der Sklaven bestimmt.— Auchnennt man Sklavenbehältnisse überhaupt Bagnos.
Ba Hamas oder lucavische Inseln, eine (Kruppe von 100 Insel» und Fel-senriffen an der Bank von (Kroßbahama, zusammen 251 L!M., mit 11,000 E.Einige Inseln liegen an der Bank von Kleinbahama, und einige vor dem Eanalnach Haiti , den Antillen und Tuba. Ihr Besitz ist ftir dieSchifffahrr nach den An-tillen von Werth. Obgleich den Tropen nahe, pi oduciren sie wenig. DerBoten istzu dünn, zu kalkig und zu wafferarm, obgleich sehr bewaldet. England legt großenWerth auf ihren Besitz. Das Klima kak 2 sehr gesunde Jahreszeiten und keineOrkane. Sie waren starkbevölkert, als die Spanier sie entdeckten. Diese versitz teuaber die Bevölkerung zum Bergbau nach Haiti . Die Insel New-Providenee istSitz der britischen Regierung und hat eine Festung, Fort-Naffau genannt. Manfuhrt Baumwolle, Zucker, Fische, Ambra, Salz,-Orleans , Farbeholz und Taffeeaus. Nördlicher gedieh, außer am (Kuadalguivir Spaniens , woselbst die Erzieln,igversucht wurde, letzterer bisher nicht. Auch diese Inseln haben, wie alle britische Tolonien, ihr Ober- und Unterhaus.
Bakia, vormals S.-Ealvador, bis 1111 die Hauptst. Brasiliens , liegtan der Allerbeiligenbai, welche der Portugiese Thristovan Iacgues 1503 entdeckte,und wo zuerst DiegoAlvarez Torrea sich ansiedelte, in einer reizenden Umgebung,hat 13,0110H. und gegen 100.000 E., darunter 40,000 Weiße, ist der Sitz einesErzbischors und einer Universität, hat ein sehr gesundes Klima, sowie eine» der be-sten Häfen Brasiliens, treibt den lebhaftesten Handel mit London und Europa (110 (Krosih.mdler); auch ist ihr Wallsischfang am Sudpol sehr bedeutend. Aus-fuhrartikel sind die Producre aller Tropenlanker, kostbaresHolz, Gewürz, uSnd-frucbte, Reis, Maniock, Rindvieh, Zucker, Taback, Baumwolle unk Taffee (vonsich! chterei Dualität als jener von Rio-de-Ianeiro, weil der Boden für den Taffee-baum zu fett ist, aber wohlfeiler). Heimlich werden Gold und Diamanten ausge-führt.— Die Statthalterschaft d. N. (2519 DM., 590,000Irinw., darunter113,000 Sklaven) am Flusse S.-FraneeSco, wird von N. nach S. von den Gebir-gen Erio und Thampado durchzogen.
Bahrdt (Karl Friedrich), Theolog, geb. 1141 zu Bischofswerda im Meiß-nischen, studiere in Ltebulpforte und Leipzig . Mit seltenen Fähigkeiten ausgerüstet,that er sich bald hervor, aber diese frühen Erfolge erzeugten einen Geist der Unruheund Flüchtigkeit in allen seinen Studien, der auf seine ganze licerarischeLaufbahneinen nachrheiligen Einfluß hatte. 1162 ward er Katechet in Leipzig , und bei derUniversität als außerord. Professor der biblischen Philologie angestellt. Er hartebereits einige Schriften über Theologie und biblische Kritik herausgegeben, worindie Richtung seines Geistes und die Meinungen wahrzunehmen sind, die ihn inder Folge auszeichneten. Sein Talent als Kanzelreduer erwarb ihm mehr Ruhm;allein eine jugendliche Ausschweifung nöthigte ihn, 1168 Leipzig zu verlassen. Erbegab sich nach Erfurt , wo er eine Stelle als Professor der Philosophie und der