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Erster Band. A bis Bl.
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Baiern

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Bai

Laub, Lohe, Chinarinde, aromatischen Kräutern, auch Campher unter An-wendung gewärmter Zeuche, gebrannter Erde und Metalle, um die Wärme derHaut unk der unren liegenden Theile zu erhöhen, dadurch schmerzen zu lindern,Kräinpse zu heben, die Ausdünstung zu vermehren, die Thätigkeit übersullrerLump hgefäße und die Lebenskraft des leidenden Theiles anzuregen. 2) Warme undfeuchte Bähimgen macht man mit Leinwand, Flanell, schnell ausgedrücktem Bade-schwamm, Thierblase, die man in einen heißen Kräutcrabsud eintaucht und blut-marin auf den leidenden Theil legt, so daß ihn zugleich derDualm berührt; denUmständen nach bäht man auch mit feuchten Dämpfen. Sollen die Bähungenstärke», so braucht man dazu gewürzhafte Kräuter, Rum w. 3) Kalte Bähun-gen macht man entweder, indem man das kälteste Brunnenwasser in einer Ochsen-blase, zu einem mäßigen Theil gefüllt, auf die Stelle legt, welche fomenrirtwerden soll, oder durch Compressen, die in kaltes Wasser getaucht werden.

Bai, ein kleiner sich ins Land erstreckender Meerbusen, der in seiner Spitzebisweilen einen Sack, bisweilen einen Hafen bildet. Die Bucht unterscheidet sichdarin von der Bai, daß sie am Eingänge sehr breit und am Ente nach dem Landezu enger ist als die Bai.

Baiern. Nach Pallhausen und Büchner waren die keltischen Bojer ein Haupt-bestandtheil der Bajoarier, welche den heutigen Baiern ihr Dasein gaben; alleinnach Mannert sind die im südlichen Deutschland ursprünglich ansässig gewesenenDonaukelte» (Bojer ) vertilgt oder ausgetrieben worden. In die verheertenWohn-sitze derselben— eine Wüste um Cäsar'S Zeit, römische Landschaft (Vindelicien undNoricum ) seitAugustuS—zogen um die Zeit derVolkerwanderung rcingermamscheVölker ein, und am Ende des 5. Jahrh, erwuchsen aus Herulern, Rugiern, Turci-lingen undSkyren die Bajoarier, ein Völkerbund gleich den Franken , den Mark-mannen. Sie breiteten sich von Noricum westlich aus bis zum Loch. Reaensburgwurde Hauptort. Dieses Land hieß damals Noricum , und war, nach Mannert,denOstgothen nie unterworfen. Zudem ostgorhischen Reiche gehörte bloß dasz.TH.von dem aufgenommenen Allemannen bewohnte Rhätien, welches der Loch vonBaiern schied (496). Nach dem Falle des ostgorhischen Reichs kamen die Franken in den Besitz von Rhätien , und die Bajoarier, obwol sie eigne Herzoge oder Kö-nige hatten, wurden abhängig von den fränkischen Königen in Aufmästen. DieseAbhängigkeit ward aber erst unter den Karolingern befestigt. Die Baiern rettetenihre Vorrechte und die Freiheit, ihre Regenten und Feldherren selbst zu wählen;man ist nicht gewiß, ob sie ihre Fürsten Könige oder Herzoge nannten. Die Ge-schichte nennt uns uni 556 das Geschlecht derAg i lo lsing er, das bis gegen dasEnde des 8. Jahrh, sich in jener Würde behauptete, und aus ihnen kennen wirGaiubald, der zu Regensburg seinen ä 2 ih hakte. Thasstlo's l. > 590) Regierungwurde durch den Anfang der Kriege mit den slawischen Stammen und deren Bun-desgenossen, den Avaren, merkwürdig; Odilo, derSchwiegersoh» Karl Martel's ,nahm den kenigl. Titel förmlich an, ward aber von seinen Schwagern Karlmann und Pipin besiegt, als er der fränkischen Oberhoheit sich förmlich entziehen wollte(7 t3). Unter s. Regierung theilte der ErzbischofBonifacius die hämische Kirche in die4 BiSthümer Salzburg, Passau, Regensburg und Freisingen. Thassilo II. (718),der mit dem nachmalige» großen Karl an dessen Vaters (Pipin), s. Oheims, Hofeerzogen worden war, mußte diesem Letzter» auf dem Reichstage zu Compieane denVasalleneid schwören, erklärte aber diesen für ungültig und verband sich mit demLongobardenkonige Desiderius (s.Schwiegervater und dem aquitanischen Herzoge.Er nahm (777) s. Sohn Theodor zum Mitregenren an, schloß nach dem Falle derlombardischen Dynastie, deren Krone Karl der Gr. sich aufgesetzt hatte, gegen die-sen mit den 'Avaren einen Bund, wurde von Karl besiegt, in der Folge von diesemaufs neue der verletzten LehnStreue beschuldigt, von dem Reichstage zu Ingelheim