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Bauern (Geschichte)
sich nistete, war chm unter den Fürsten zwischen demInn und Rhein der Kurfürstvon Baiern vorzüglich wichtig. Es verlangte von demselben, das er ohne Anstandseine Truppen mit dem östr. Heere vereinigen sollte, indem es ihm die gewünschteNeutralität verweigerte, „die (wie Kaiser Franz am 3. Sept. 1804 an den Kur-fürsten schrieb) Frankreich selbst auch nur so lange wirklich bestehen lassen würde,als sie mit seinem Vortheile vereinbarlich sei". Doch Baiern fand es seinemSraats-Interesse nicht angemessen, sich Östreich hinzugeben. Bei dem Ausbruche des Krie-ges vereinigte der Kurfürst gegen 30,000 M. seiner Truppen mit den Franzosen ,und der preßbnrger Friede verschaffte diesem Staate eine Vergrößerung von 500IHM. und einerMill. Einw., seinem Regenten aber die königl. Wurde mit, vollerSouverainetät, dagegen dieser Würzburg abtrat, welches, statt des an Ostreichgefallenen Kurfürstenthums -Lalzburg, zu einem besondern Knrfürstenthnm erho-ben wurde. Zehr setzte Baiern (gleich Wurtemberg und Baden) sich auch in denBesitz der in seinen Grenzen eingeschlossenen reichsrüterschaftlichen Besitzungen.Das mit Frankreich neu geknüpfte politische Band ward durch die Vermahlung derPrinzessin Augusia, des Königs Tochter, mit Eugen Napoleon, dem zum Vier-konig von Italien ernannten Sriessohne des franz. Kaisers, nur noch fester ge-knüpft. Unmittelbare Folge dieser Vereinigung waren die Verrauschung Bergs,dasBaiern an N:poleon abtrat, gegen Anspach, welches Preußen an Frankreich gegen Hanover überlassen hatte, und endlich der wichtigste schritt: die Unterzeich-nung der Rheinbundsacte (d. 12. Juli 1806), in welcher Baiern sich zur Stel-lung eines BundesconringentS von 30,000 M. und der Befestigung von Augsburg und Lindau verpflichtete. Dem zufolge mußte Baierns Konig 1806 an dem Kriegegegen Preußen Theil nehmen und 1809 an dem Kriege gegen Östreich (aus dessenEreignissen, in Beziehung auf Baiern, wir des Aufstandes in Tirol gedenken),nach dessen Beendigung Baiern bedeutende Vergrößerungen, theils auf KostenÖstreichs, theils durch Tauschverkräge mir Würtemberg und Würzburg erbielt. —Als 1812 der Krieg zwischen Frankreich und Rußland losbrach, stellreBaiern dasganze vertragsmäßige Eonringent aufs neue zur franz. Armee. Nur unbedeutendeTrümmer kamen von 30,000 Baiern im Frühjahre 1813 zurück. Doch stellteMaximilian Joseph , ungeachtet aller -Schwierigkeiten, abermals frische Truppenunter die Befehle des sogenannten Beschützers des rheinischen Bundes, als dieserin den letzten Tagen des Aprils den neuen Feldzug eröffnete. Nicht gering war derVerlust dieses Contingems, das unter dem Oberbefehle des Marschalls Oudinot mit gewohnter Tapferkeit sich auszeichnete, doch in den Treffen von Luckau undGroßbeeren (1813) viel litt. Da änderte sich plötzlich Baierns politisches -Lösten,.Während eine franz. Beobachtungsarmee bei Wurzburg unter Augereau gebildetworden war, hatte ein bairischeS BcobachtungShcer an, Inn einer östr. Heeresab-theilung gegenüber sich gestellt. Lange blieben beide Theile unthätig. Der Ab-marsch des Äugereau'schen Corps, wodurch Baiern auf dem verwundbarsten Punktepreisgegeben wurde, beschleunigte den Entschluß seines Königs. Der bairischeFeldherr, Wrede, schloß mit dem östr., Frimont, am 8. Oct. zuRied eineUber-einkunfr ab, auf welche eine amtliche Erklärung von, 15. Oct. folgte, nach welchersich Baierns König von, Rheinbünde lossagte und seine Lrreitkräfre gegen Frank-reich wendete. Zugleich vereinigte Wrede, vermöge des Vertrags, worin dem Kö-nig der bisberige Länderbesitz mit aller Souverainetät, und für die Abtretungen, dieer etwa an Östreich machen wurde, eine vortheilhafte Abrundung zugesichert wurde,mir seinem EorpS das östr., als ernannter Oberbefehlshaber über beide. In derSchlacht beiHanau fühlten dieFranzosen zuerst dieScbärfe des bairischenSchwertS,und im ganzen Verfolg des Krieges bis zum Frieden von Paris 1814 bewährtenBaiernsKrieger den wohlcrrungenen Ruf deutscher Tapferkeit. Beim Ausbruchet.S neuen Kampfes 1815 trat der jetzige König, als Kronprinz, an die-Lpitze