Battev
Balbek
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besonders der Jesuiten zu, die es ungeachtet der Gunst, in der B. am spani-schen Hofe stand, doch endlich dahin brachten, daß eine päpstliche Brille 1567 dieseSätze mit andern ihm nur angedichteten Lehren verdammte. Zwar unterwarf sichB., doch dauerten sowol die Verfolgungen gegen ihn als auch die Vertheidi-gungen des strengen AugustiniSmus in seinen eigenen Vortrügen fort, und da dietheologische Facultät zu Löwen ganz auf seiner L7eike war, blieb er nicht nur imruhigen Besitze seiner Würden, sondern wurde 1575 noch zum Dechant zu St.-Peter und 1578 zum Kanzler der Universität ernannt, ja derKönig von Spanien übertrug ihm auch das Amt eines Generalinguisirors in den Niederlanden. Er starb1589 und binterliest den Ruhm großer Gelehrsamkeit, reiner Sitten und seltenerBescheidenheit. Seine Augustüuschen Ansichten, die man damals BajanismuSnannre, erbten auf die Ianfenisten fort, als deren Vorläufer er anzusehen ist, undunter ihren Händen erhielten sie eine dem Iesuitismus und den Mißbrauchen derPapstgewalt furchtbare Bedeutung. i-Leine Lehre von der reinen, ungetheilren Liebezu Gott ist auf die 2uieriüen übergegangen. Seine meist polemischen Schriftenhat Gabriel G^rberon 1696, 1., zu Kokn herausgegeben. 31.
Bakker (Peter Hupsinga), ein holländischer Dichter, geb. 1715, starb1801, war Mitglied der levdner Akademie der Wissenschaften. Geschätzt wirdsein Gedicht auf die Überschwemmung (1740). Seine siimmtl. Werke machen 8Bde.; darunter 1 Bd. ^akvren und Spottlieder auf die Briten. Übrigens warB. ein Freund und Verwandter des niederländ. Historiographen Wagenaer, vondessen Leben er Notizen gab. Highr's larein. Gedicht auf den Frühling übersetzteer inS Holländische.
Balbao (Vasco Nunez de), gegen 1475 geb., einer von den spanischenAbenteurern, welche die Bahn, die Colombo ihnen gezeigt hatte, verfolgten undihr Gluck in Amerika zu machen suchten. Der spanische Hof ertheilte diesen Leu-te» die Erlaubniß, Entdeckungen zu machen, ohne sie jedoch besonders zu unter-stützen. B. ging, nachdem er fein Vermögen in Spanien verschwendet harre,nach Amerika , kam auf der Landenge Darien an und wurde bald der Anführereines kleinen Haufens Spanier. Es gelang ibm, i» dieser Provinz eine Niederlas-sung zu gründen, indem er die Einwohner theils durch Güte gewann, theils durchGewalt sich unterwarf. Als er einst mit einem seiner Gefährten über die Theilungeiner Summe Gold in -Ltreit gerieth, erbot sieh ein Indianer, der die Begierdeder Spanier nach Gold bemerkte, ihnen ein Land zu zeigen, wo dieses Metall zuden gemeinsten Geschirren verbraucht würde. Er führte sie an die Küste der Sud-see, wo ihnen der Weg nach »Peru offen stand. B. wagte jedoch nicht, mitseiner Truppe von 150 Mann Peru anzugreifen. Er begnügte sich, Erkundigungeneinzuziehen und im Rainen des Königs von Lpanien Besitz von dem großen Oceanzu nehmen, dessen unabsehbare Fläche sich vor ihm ausbreitete. Als er 4 Mo-nate darauf nach Darien zurückkam, belastet mir Gold und Perlen, fand er einenneuen Statthalter, Pedrarias , dein er nach Ferdinands Willen gehorchen sollte.B., empört über diesen Undank, fügte sich dennoch und ward im folg. Jahrezum Vicekönig des SüdmeerS ernannt. Pedrarias sahnte sich zwar sckeinbar mitihm aus, ließ aber bald nackber ihm, wegen vorgeblicher Pflichtverletzungen, denProceß machen und ihn zum Tode vernrtheilcn. So ward der verdienstvolle B.,
42 I. alt, 1517 enthauptet. Unter ihn, harre sich Pizarro gebildet, der nach ihmdie Entdeckung von Peru vollendete.
Balbek, Baalbek, das alte Heliopolis (Sonncnstadt) in Cölesvrien aufeinem Hügel (Paschalik Akre in Svrien), in einen» fruchtbaren Thale am Fuße desAnrilibanon, 15 —16 Stunden von Damaskus , unter 36° 1U <). L. und 34°
1' N. B., jetzt eine kleine, schlecht gebaute, mir verfallenen Mauer» umgebeneStadt, bewohnt von etwa 5000 Menschen, worunter auch Christen und Juden