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Erster Band. A bis Bl.
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Balcan

Bälde

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sind. Die Stadt steht unter- einem Aga, der sich den Titel eines Eimr beilegt.Man findet hier die schönsten Ruinen des Morgenlandes, wovon in der Mitte des18. Jahrh, eine Gesellschaft reisender Engländer die vollständigste Beschreibunggelieferr hat. -Lchon zu Augustus's Zeiten hatte Heliopoüs römische Besatzung.Ob der prachtvolle -Lwnnentempel, der, noch größtenrheils unversehrt, zu den aus-gezeichnetsten Überbleibseln des Alterthums gehört, vom Kaiser Antoninus PiuS oder von Septimius SeveruS , auf dessen Münzen er sich zuerst zeigt, erbaut sei,ist ungewiß. (L>. Irby's und Ddangle's Nachrichten.) Don 51 hohen Säulenstehen nur noch 6; ihre -Lchäfte sind 54 Fuß lang, halten beinahe 22 im Um-fange, und die Gesammthöhe mit Inbegriff des Fußgestells und Läulenkopfeg be-trägt12Fuß. Noch sieht man treffliche marmorne Standbilder Iupiter'S , Diana'StUtd Leda'S, und Abbildungen mehrer röntischen Kaiser und Kaiserinnen in erhabe-ner Arbeit und in Brustbildern. Bewundernswerrh ist der ungeheure Umfang derSteine, woraus die Mauern des Tempels bestehen; kein jetzt bekanntes mechani-sches Hülfsmittel vermöchte sie an ihre Stelle zu bringen. Unter Kaiser Konstantin ward der Tempel vernachlässigt und in eine christliche Kirche umgewandelt. Soblieb er, bis er nach dem Einfall der Araber in Verfall geriekh. Der große Palast,als dessen Erbauer gleichfalls AntoninuS Pins genannt wird, und mehre andreTempel sind ebenfalls von vorzüglicher Schönheit. Obeidah, ein Feldherr desKbalifen Omar, eroberte die Stadt nach einer tapfern Vertheidigung. 1401ward sie durch Tamerlan eingenommen. Ein Erdbeben zerstörte sie 1159 fastgänzlich.

Bal can, (d. i. ein schwieriger Engpaß), bei den Alten HämuS (türk.Emineh L lag), ein rauhes Gebirge von Eap Emineh Durum in der europ. Türkei am sel'warzen Meere bis Cap ^.-Stefano ani Meere von Adria, 41—45° Länge.Bei Sulu Derbent (?oiw, 1'r-,sii»>) trennt sich dies Gebirge von Rhodope undscheidet das Dcnauihal-Bulgariens (s. d.) von Rum Ili. Ein 2lrm läuftvon N. aus gegen S. (Berg Athos ). Ein andrer Arm durchschneidet das alteGriechenland, und hat die Berge Olpmp, Öta, PinduS , Parnaß, Helikon.Die höchste Epitze Orbelos hebt sich 9000 F. über die Meeresfläche. In demgroßen, breiten Erdwalle des Balcan gibt es 5 Durchgänge; zwei davon, derHauptpaß bci Wchumla (s. d.), sichren nach Konstantinopel . Nach dem Unter-gänge des griech. Kaiserthums unterwarfen sich die Gnechen den Muselmännernnur in den Ebenen und an der Meeresküste. Die Krieger und die Eigenthumlosender griechischen Nation flohen in die Gebirge, in dieArmatolien der kleinen Kapi-tanschaften, und haben den Kamps mit den Paschen der Ebenen bis jetzt fortge-setzt; sie gaben zum Theil dem türkischen Pascha leichten Tribut, und einige sindMohammedaner geworden. Die Dichücte, worin die katholische Kirche herrscht,haben die wildesten Bewohner, welche auch den griechischen Kaisern nicht unmergehorchten. Wie aus Asturiens Bergen die gothischen Spanier allniälig das ge-tkeilte Reich der Mauren zerstörten, ebenso dürften, bei wachsender Schwäche destürk. Reichs, die Horden der Amautcn, welche bisher, wie die Ldchweizer, fremdenNationen ihre Jünglinge in ^old gaben, von den Tütcken Lchypetars genannt ihrenKapitan finden, unter dessen Führung sie vielleicht ein neues arnautischeS miütairi-sches Reich, verbunden mit den Griechen der Thalebencn, gründen könnten; nurmuß die Eifeiffucht dieser Armawlien unter sich aufhören, und ein muthiger Kriegeralle k iegslusiige Jünglinge des GebirgS unter seinen Banner zusammeln vergehen.

Bälde (Jakob), geb. zu Ensisheim im Elsaß 1603, gest. 1668 zu Neu-burg an der Donau , Jesuit und Hosprediger des Kmffursten von.Baiern, gehörtzu den vorzüglichsten neuern lateinischen Dichtern. «Lein Andenken ist besondersdurchHerder'S treffliche Übersetzungen in der „Tel-psichore" wieder geweckt worden.Dieser sagt von ihm: „Starke Gesinnungen, erhabene Gedanken, goldene Lehren