kanäe noiro
Bandettin»
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des Waffenstillstandes zwischen den kriegführenden Mächten, und folgte ihm dannnach Frankreich. Nach dem Tode seines Beschützers lebte er zu Agen bei dessenFamilie und ward 1550 zum Bischof dieser Sradt ernannt. Er übergab dieVerwaltung seines Sprengels dem Bischof von Grass und beschäftigte sich ineinem Alter von 70 Zähren mit der Vollendung seiner Novellen, von denen er1554 3 Bde. herausgab; ein 4. erschien 1573 nach seinem Tode, von dem dasJahr nicht genau anzugeben ist; auch Eamillo Franceschini gab in Venedig 1566,4., B.'s Novellen heraus. Außerdem sind von ihm gedruckt: „tAnli Xl Nil«sixli lle-Uil 8. siul'X'/ül (>i (sinie.ueü, e ,ü! xnittro. col winsse,
eil pixliciti.'l" (Agen 1545), und noch 2 andre Gedichte; sämmtlich ohne gro-ßen Werth. Andre Gedichte B.'S, welche sich handschriftlich zu Turin befinden,gabEosia daselbst 1816 u. t. T. „Ilinw >!> älxlwo li-inNIlu" heraus. In sei-nen Novellen erreicht er zwar den Boccaccio nicht, allein natürliche Einfachheit,ein rascher Gang der Erzählung und harmonische Kürze der Perioden zeichnen sieaus; der Inhalt ist jedoch nicht selten ziemlich unzuchtig.^ Dieser Vorwurs trifftihn mehrmals den Boccaccio, da er gern bei schlüpfrigen Scenen verweilt und dieFarben nicht spart, sie für die Phantasie auszumalen. Eine deutsche Übersetzunghat Adrian geliefert (Franks. 1810).
Il ,-> „ >1 o » o i r Als die Revolution in Frankreich so viele geistliche Gü-ter, Burgen und Rittersitze des emigrirtcn, wie des im Lande gebliebenen Adelsbei der Aufhebung der Fideicommisse und Majorate und gleicher» Kindertheilungin diesen Familien entbehrlich gemacht harte, da war bei der wachsenden Bevölke-rung Nichts natürlicher, als daß sich Gesellschaften von Capiralisten und Dauver-ständigen bildeten, welche die überflüssig gewordenen Gebäude (Kirchen, Capcllen,Abteien. Klöster, Bischofssitze, Eurien, gothische Burgen mit Gefängnissenund Zubehör, Jagdhäuser, Warten w.) käuflich erstanden und nach derselbenTheorie schleiften, womit der verminderte Lupus der amsterdamer Handelsherrendie überflüssigen Villen um diese Seestadt durch die sogenannten SlopcrS abbrechenoder zum Abbruch verkaufen läßt. —> Vielen scheint dies eine vandalische Sitte.Auch in Deutschland , nach der großen säcularisatio» so vieler Stifter und Klöster,fanden sich besonders Judengesellfchaften. welche mit Vortheil die unnütz geworde-nen Gebäude ankauften, abbrachen, die Materialien und die in großen Loosen ver-äußerten StaatSdomainen in kleinen Abtheilungen wieder verkauften. Allerdingsbereicherte sich die Isinxle noire theils aus den Baumaterialien, theils aus denHolzfallungen in den Parks und aus dem ssickweisen Verkauf des Bodens zu Gär-ten, Wiesen und Ackern. Dadurch diente sie aber auch dem Publicum. In denGegenden, wo dies bisher häufig geschah, wohnt der Landmann bequemer und istwohlhabender als dort, wo die Armuth der Landleute, z.B. in den Pyrenäen undüberhaupt im südlichen Frankreich , den Landleuten nicht erlaubte, von alten Ma-terialien sich neue Häuser und Wirthschaftsgcbäude bequem einzurichten.
' Bänder ('Anatomie), gewisse Theile des menschlichen und thierischenKörpers, welche Zusammenhang unter die Knochen und andere schwebende Theilebringen, ihnen die nöthige Haltung geben und zugleich zur Fortpflanzung undEinschränkung der Bewegung dienen. Die Lehre von den Bändern heißt svndes-mologie. Sie unterscheiden sich von den Knochen durch ihre Biegsamkeit undSchnellkraft, von den Muskeln durch die Farbe, von den Nerven durch die Festig-keit, von den Gefäßen durch die Dichtigkeit, von den Sehnen endlich durch ihreLage und Bestimmung.
Bandettini (Teresa), Stegreifdichterin (iinprnviüatriee), geb. zu Lucca um 1756, erhielt von ihren angesehenen Altern eine sorgfältige Erziehung, mußteaber, als diese ihr Vermögen einbüßten, sich entschließen, auf das Theater zu ge-hen. Zum ersten Mal trat sie zu Florenz auf und machte kein Glück. Dieses, ver-