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Baphomet
louse, wurdeMitglied der franz. Akademie während der hundert Tage anBonfflers'sStelle und als solches nach der zweiten Restauration vom König ausnahmsweise be-stätigt. Er bar s. Ruf als Dichter durch s. Übers. von Tasso's „Beft. Jerusalem "begründet. Früher machten seine Streitigkeiten mir dem Dichter Lebrun Aussehen.Mehre Epigramme, die zwischen ihnen gewechselt wurden, haben sich erhalten.Baour hatte gesagt:
Oebrun <le gloire se nourril;
^ussi vover comme il inaigrit.
Lebrun erwiderte beißend genug:
8ottise rntretient I «mbonpnint;
^ussi kl-iour no msi-rit Point.
Mit Etienne gemeinschaftlich dichtete er, um den gesunkenen Enthusiasmus derFranzosen aufzurichten, im Febr. 1814 die Oper „Oriflamme", welche von Reh-fues auf eine sehr witzige Weise („Die Oriflamme", Leipz.) parodirt wurde. 1824gab er eine Übers. vonDante'S„GöttlicherKomödie" heraus. Er lebt in derProvinzund hat erst bei Gelegenheit der Krönung Karls X. durch ein Gedicht auf diese Feier-lichkeit, wofür er ein Juwel und den Adelsbrief erhielt, sein Schweigen unterbrochen.
Baphomet . Ioü v. Hammer brachte diesen Gegenstand zur Sprachedurch s. Abhandl. (in den von ihm herauszog. „Fundgruben des Orients", 6. Bd.,
1. H.): .äN>,lrliu». I!o>>l,N!>>eUs lorlulu»!, reu Irulier unsitiue teuij-li, gunOuorliei ot ijuielein Ojiliioui. upurt.iri.-ie. icloloiluHne ei iu>puri!-,li- enuvietlper i,,r-> eoru,» uu,uuu>e»t!i" („Enthüllung des Geheimnisses des Baphomet,und Beweis, daß die Tempelherren als Gnostiker, und zwar insbesondere alsSchlangenbruder, des Abfalls vom Christenthum, des Götzendienstes und der Un-sittlichkeü schuldig gewesen, aus ibren Denkmälern selbst geführt"). Zu gleicherZeit erschien (bei Cotta) von demselben ein besonderes Merk, in welchem er den Zu-sammenhang der Templer mit den Assassincn zu zeigen suchte. Er wollte dadurcherweisen, daß der Orden von Rechtswegen verurtheilt und aufgeboben worden sei,und daß dessen Verderb: best nicht etwa erst durch Verkehr mit den Saracenen ent-standen, oder eingeschltchene Denkart und Unsitte einzelner Capitel, sondern ur-sprünglich, statutenmäßig und allgemein gewesen sei. Zugleich verbreitet sich Hr.v. H? über den Ursprung der Freimaurer und der angeblichen Ähnlichkeit ihrerSvmbole mit denen der Ophiten und Templer . Sein Hauptgegenstand sind dieBilder, die man Baphomet nennt. Es finden sich deren in mehren Museen undAntiguitätensammlungcn, z. B. in Meimar (s. die Abbild, in den „Curiositäten",
2. Bd., 6. St.) und in dem kaiserl. Cabinet in Wien . Diese kleinen Bilder sind
von Stein, zum Theil mannweiblich, haben meist 2 Köpfe oder 2 Gesichter,gleichen einem bärtigen Mann, sind aber übrigens von weiblicher Bildung, größ-tentheils mit Schlangen, Sonne und Mond und andern seltsamen Attributen, so-wie mit mehren Inschriften, meist arabischen, versehen. Der Vf. erläutert 24derselben, zum Theil mit beiges. Abbildungen, und hält sie für Idole der Templer .Die Inschriften fuhrt er fast sämmtlich auf.Ueie zurück. Diese Mete sei nichtdie der Griechen, sondern die Sophia, Achamot Prunikos der Ophiren,welche man als Sinnbild der Klugheit, unnatürlicher Wollust und Princip derSinnlichkeit mannweiblich dargestellt habe. Da nun Alles, was man von dieserMetis der gnostischen Ophiten berichtet, und was man von der Anbetung von Bil-dern und BaffometuSköpsen in den Capiteln aus den Anklagen und Aussagen desTemplerprocesses weiß, mit der Figur und den Inschriften dieser Idole zusammen-stimme, so lasse sich an der wahren Bedeutung dieser Bilder nicht zweifeln. Esseien nämlich diese kleinen Figuren solche, welche die Templer , laut der Aussageeines Zeugen, in ihren Cosfern geführt. Baphomet bedeute /Zschy Taufe
der Metis, Feuertaufe, oder die gnosiische Taufe: eine Erleuchtung des Geistes,welche aber die Ophiten auf eine sinnliche und cbscöne Weise als fleischliche Ver-