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Erster Band. A bis Bl.
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Barbareskm (Geschichte)

Letzten derselben, Haffan Den Ali, Tripolis und einen großen Theil seines Landesabnahm, worauf sich die Moraviden, Gebieter von Maroceo, des Restes bemäch-tigten. Die Dynastie der Moraviden beherrschte die ganze Küste bis 1269, inwelchem Jahre die Negerfürsien Abouhafs ein Reich zu Tunis stifteten. Ludwigder Heilige starb bei der Belagerung an der Pest (1270). Hierauf wurden dieDeni Zian Meister des größten Theils des algerischen Staats, konnten aber nichtverhindern, daß sich die wichtigsten Städte, Dran, Algier, Tunis und Tripolis , zuFreistaaten erhoben, welche durch Vertreibung der Mauren und Juden aus Spa-nien (seit 1492) sehr volkreich wurden. Um 1494 singen sie an, sich für ihre Ver-treibung aus Spanien durch Seeräuberei zu rächen. Ferdinand der Katholische rüstete sich daher mit ganzer Macht gegen sie. Er eroberte 1506 Dran und andreStädte, machte sich die Regenten von Tunis und Tremezene zinsbar; 1509 nahmer Tripolis ein, unterwarf Algier , und erbaute vor dem Hafen dieser Stadt aufeiner Insel ein Castell, welches, mit einer starken Besatzung versehen, den Handeldü ser Lttadt schützte. Aber nach Ferdinands Tode riefen die Algierer einen türki-schen Seeräuber, den oben genannten Hörne Barberousse, zu Hülfe, der nebst sei-nem Bruder Khair Eddyn mit einem Geschwader vor Algier erschien. Er win devon den Einwohnern festlich empfangen, ließ darauf den Emir Selim Eutemi,welcher bisher Algier vertheidigt hatte, erdrosseln und sich 1518 von seinen Tür-ken zum König ausrufen. Jetzt trat in Algier eine solche Tyrannei von Seitender Türken ein, welche ohne Widerstand mordeten und plünderten, daß die Ein-wohner sich genöthigt sahen, die Spanier selbst um Hülfe anzuflehen. Aber einSturm zerstreute die spanische Flotte. Darauf schlug Hörne Barberousse die Ara-ber zurück und eroberte Tunis und Tremezene. Allem vor Dran erlitt er vondem spanischen Statthalter, Marchese von Gomarez, eine solche Niederlage, daßer mit 1500 Türken auf dem Platze blieb. Da sein Bruder und Nachfolger, KhairEddyn, keine Möglichkeit sah, sich gegen die Christen und die unzufriedenen Algie-rer zu behaupten, so übergab er 1519 fein Königreich an den Sultan Solmian,der ihn zum Pascha ernannte und ihm 10,000 Janüscharen überließ. Mit diesenTruppe» vertrieb er die Spanier aus der befestigten Insel, welche er 152!! durcheinen Damm mit dem festen Lande verband, sodaß die Stadt einen vorwefflicbenHafen erhielt. Er nahm hierauf Tunis mit List, mußte es aber 1535 Karl V. überlassen, der den vertriebenen König wieder einsetzte, 20,000 Christensklavenbefreite und die Citadelle Goletta für sich behielt. Gegen Khair Edtyn's Nach-folger in der Paschawürde, Hassan, einen Renegaten aus Sardinien, unternahmKarl V. , wider den Räch des erfahrenen Doria, imLpätjahre 1541 die Belage-rung von Algier mit einer Flotte von 200 Regeln und 30,000 Mann. Die H pa-nier wollten sich förmlich hier ansiedeln; denn Kaufleute, Handwerker und Wei-ber, sogar Hofdamen hatten sich mit eingeschifft. Allein den 28. Dct. zerstörteein fürchterlicher Sturm mit Erdbeben und Platzregen den größten Theil der silokteund das Lager. Karl mußte Geschütz, Gepäck und einen großen Theil seines zer-streuten Lagers zurücklassen. Er verlor bloß im Sturme 15 Kriegsschiffe 140Transportschiffe und 8000 Mann. Cid-Urika, erzählen die Mauren, ein -rom -mer Marabut, schlug das Meer so lange mit seinem Stocke, bis es die Geduldverlor und die Schiffe der Ungläubige» zerstörte. Man errichtete dem Heligennach seinem Tode ein Denkmal, und noch jetzt glaubt das Volk. man durst nurdas Meer mit seinen Knochen schlagen, um eine christliche Florre turcb Stirm zuvertreiben. Dieser Erfolg machte die Barbaren kühn. Der Pascha von Äg'pteneroberte 1544 Tremezene, 1555 Bugia und 1569 Tunis , das sieb aber 1628wieder befreite, bis es 1694 zinsbar gemacht, und 1754 zum zweiten Male e-obertwurde. Seitdem ist es stets von Algier bald mehr, bald weniger abbmgiggeblieben. Vergebens erneuerten die Spanier 1703 ihre Angriffe gegen Agier,