Barlftr
Barlow
60 Z
Hot , 1 , 0 » zweimastiae Barken von 50 FußLänge.— Barkasse, das größte Boot,welches Schiffe mit sich fuhren. — Barkerole (IZ.iiosieroll.i), ein maßlosesFahrzeug zum Gebrauch auf derRhede oder im Hafen, auch eine Gondel.
Barker (Edmund Heinrich), einer der berühmtesten der jetzt lebenden eng.lischen Philologen, geb. den 22.Dec. 1788zuHollym inPorkshire, wo sein Vater'ftretiger war, erhielt s. erste Erziehung in Privatanstalten in London und zu Louthin Lmeolnshire. Den größten Einfluß aber aus s. gelehrte Richtung hatte Jackson,Oberlehrer der Stadtschule zu Beverley . Von diesem in das Studium der Alteneingeführt, ergriff er dasselbe mit einem Eifer, der ihn von den jugendlichen Er-getzungen der übrigen Schüler entfernt hielt. Die Universität Cambridge , wo eri» das TrinitätScollegium trat, sagte ihm weniger zu, weil ihm die mathematischenWissenschaften, die dort den Vorrang hatten, zu trocken erschienen. Er ging dahers. eigne» Weg und lebte mit Griechen, nach der Horazischen Regel, Tag und Nacht.1809 gelang es ihm, durch ein lat. und ein griech. Epigramm den Preis, Brownc'sgoldene Schaumünze, zu erwerben. Auch besorgte er eine AuSg. der Bücher desCicero „ lle-ieiwetule" u. „I>v-iniieitiu", welche 3 Mal, und von Tacitus'g
I'imiiiiu" und „,^'ri,.-c>l.>", welche 2 Mal aufgelegt worden ist. Ein Bd.„G.i-g'wul recie.-ltioiui", viele Aufsätze im „<'.l.isiüeul jouriuil" seit dem 3. Stückdesselben, eine Abhandlung zum 2. Stück des „siel, oszwelive revieiv" und Re-censionen im „10llich eeilio" beweisen die mannigfache Thätigkeit des Mannes.Am meisten hat s. Namen die Theilnahme an der neuen AuSg. von „Ilenr. 8w-Z'liuui tlKüi.inrn.-i 6r. l." berühmt gemacht. Valpy, der s. Fleiß und s. umfas-sende Gelehrsamkeit zu schätzen wußte, übertrug ihm diese Arbeit. Er kam durchsie in nähere Verbindung mit den, bekannten englischen Philologen Parr zu Hat-ton, dessen Rath, Kenntnisse und Dorräthe er benutzte. So gerecht die Ausstel-lungen waren, die echte Gelehrte gegen die zu große Erweiterung des Plans und dieAnordnung der Materialien machten, so heftige Ausfalle erlaubte sich auch derNeid auf das Verdienst B.'s. Er sah sich genöthigt, in einer eignen Schrift sichzu vertheidigen und dadurch Valph's und seinem Unternehmen ungestörten Fortgangzu sichern. Über sein Lob haben deutsche Philologen des ersten Ranges, wie Schä-fer, Hermann, Wolf, Sturz, sich laut ausgesprochen. Em verdienstliches WerkB.'s ist auch die 1820 bei Gerhard Fleischer in Leipzig unter Schäfer's Besorgungerschienene AuSg. des Arcadius „I)c .leeeutiliuS mit einer „Uchztolu erltwu" anBoissonade. Theilnahme an Werken deutscher Gelehrten hat B. bei vielen Gele-genheiten durch schätzbare Mittheilungen von Hülfsmitteln und Bemerkungen be-wiesen. Seit 1814 lebt er verheirathet zu Thetford in Norfolk , durch eignes Ver-mögen und literarischen Erwerb in Stand gesetzt, sich ganz der classischen Philolo-gie zu widmen. Ein Mann von altenglischem Charakter, gerade, edel, unerschro-cken, verfolgt er standhaft das Ziel, das er ins Äuge gefaßt hat. 3.
Barlaam und Iosaphat. Barlaam soll ein Eremit gewesen sein und im3. oder 4. Jahrh, in Asien gelebt haben. Die Legende erzählt viel von ihm und derdurch ihn bewirkten Bekehrung eines indischen Prinzen Iosaphat. Die Legende sollum 740 durch Zoannes vonDamaskus in griechischer Sprache aufgezeichnet wordensein. RudolfvonMontfort bearbeitete sie, und kürzlich harKöpke dieseDichtung, miteinem Wörterbuche versehen (Königsberg 1818), in alter Sprache herausgegeben.
Barlow (Joel), Verf. der „Columbiade", des ersten in Nordamerika ge-dichteten Epos, ward im Staate Connecticut geb. Nach dem frühen Tode s. Vatersin den Collegien zu Dartmouth und Newhavcn erzogen, zeigte er s. dichterischenAnlagen zuerst durch einen Hymnus auf den Frieden. Zm amerikan.Freiheitskriegetrat er als Freiwilliger in die Reihen der Vaterlandsverrheidiger. Nach erkämpftemFrieden kehrte er zu den Wissenschaften zurück. Ihn beschäftigte damals die Her-ausgabe einer Zeitung, die ihn mit den politischen Verhältnissen beider Weltth eile