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Barometer
ricelli'S Muthmaßungen zu eigen und hellte zu ihrer Bestätigung niehre Versuchean. Einem seiner Verwandten, Perrier zu Clermonk in Auvergne , trug er auf,Versuche auf demB-'rge Puy-de-Dome anzustellen. Dieser fand dabei, daß dasQuecksilber der Torncelli'schen Röhre auf dem Gipfel des 5000 Fuß hohen Ber-ges über 3 pariscrZoll niedriger stand, als es am Fuße des Berges gestanden hatte;hierdurch wurde unwiderleglich bewiesen, daß nichr„Abscheu vor dem leeren Raume"(Itturor v.iain), wie man bis dahin geglaubt hatte, sondern derDruck der Luftsäule,deren Höhe und also auch schwere auf dem Berge abgenommen hatte, die Auf-rechthaltung der Quecksilbersäule in der Röhre verursache. Man bemerkte auchdas allmälige Fallen der letzter» beim Besteige» des Berges. — Schon den erstenErfindern des Barometers konnte es nicht verborgen bleiben, daß sich der -Ltanddes Quecksilbers in der Torncelli'schen Röhre fast täglich verändere. Sie schloffenhieraus, daß auch der Druck der Atmosphäre unaufhörlichen Veränderungen unter-worfen sein muffe, und daß man mithin jene Vorrichtung zur Wahrnehmung undBestimmung dieser Veränderungen brauchen könne. Otto v. Guericke war dar-auf vorzüglich aufmerksam; nach und nach wurden es Mehre. Man gab bald derVorrichtung den Namen Barometer, d. i. ein Werkzeug, welches zur Beobachtungder Luftschwere dient, und sing an, aus dem Steigen und Fallen des Quecksilbersauf Wettcrveranderungen zu schließen, wodurch beim großen Haufen der NameWetterglas veranlaßt wurde. Allem zur Beobachtung und Bestimmung der Witte-rung kann das Barometer nur insofern gebraucht werden, als gutes Wetter mirtrockener, schlechtes Wetter mit feuchter Luft verbunden zu sein pflegt, die Schwereder Lust aber sich »ach ihrer trockenen oder feuchten Beschaffenheit verändert. Ob-wol die einfache Torricelli'sche Röhre hinreichte, diese Veränderungen wahrzuneh-men, so hat man doch mancherlei Verbesserungen damit vorgenommen. Unter An-derm wird die Torricelli 'sche Röhre unten gekrümmt, und an das hinaufgekrünuuteEnde derselbe» ein rundes oder längliches, oben offenes Gefäß angeschmelzt, in wel-ches man das Quecksilber gießt, worauf der Druck derLuft wirkt. Ferner befestigtman die ganze Röhre, nebst dem daran angeschmelzten Gefäß, auf ein Bret undverzeichnet auf dasselbe einen Maßstab, um das Steigen und Fallen des Quecksil-bers genauer zu beobachten. Diese Einrichtung hat noch jetzt das gewöhnliche Ba-rometer. Da das Fallen des Quecksilbers in einem gewissen Verhältniß zu der er-stiegenen Höhe steht, so kann das Barometer auch zu Höhenmessungen (s d.)angewendet werden, wozu aber die gewöhnliche Einrichtung nicht ausreicht. De Lucfand, daß in dieser Hinsicht dasHeberbarometer, welches seinen Namen von der he-berförmiz gekrümmten Röhre hat, die besten Dienste leiste. In diesem Barometerhaben die Quecksilbersäulen in beiden Wchenkeln der Röhre gleichen Durchmesser;auch ist an beiden Schenkeln ein Maßstab angebracht. Zu einem genauen Barome-ter wird erfoderl: 1) Daß allein die äußere Luft darauf wirkt, zu welchem End- dieRöhre völlig luftleer gemacht wird; denn erhält sie Luft, so bekommt die Quecksil-bersäule nicht die gehörige Höhe, und die Wärme wirkt auf die Luft, mithin auf dasQuecksilber. Um alle Lust herauszuschaffen, wird bei Verfertigung des Barometersdas Quecksilber in der Röhre stark ausgekocht. 2) Ein genauer Maßstab, unk 3)daß das Barometer genau lothrscht hänge. Bei Beobachtung des Barometers rmßübrigens das Auge völlig in einerlei Ebene mit! dem Stande des Quecksilbers gehal-ten, und dieser beim höchsten Punkte seiner Rundung gemessen werden. Der Ooti-cus Alexander Adir hat einen Barometer erfunden, in welchem die bewegliche S.ulevon Öl ist, welches in einer Röhre einen gewissen Theil Salpetersäure einschlußt,der seinen Umfang nach der Dichtigkeit der Atmosphäre vermindert. Er hat ihm ^enNamen Symp iesometer (Druckmesser) gegeben. Eine gründliche Darstellungder verwickelten Lehre von dem Barometer findet man in Körner's „Anleit. zur Ver-fertigung übereinstimmender Thermometer u. Barometer" (Jena 1824, mik Kzf.).