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Erster Band. A bis Bl.
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Basel (Kirchenvcrsamlnlung)

Der Papst kehrte sich nicht daran. Waren allgemeine Kirchenversammlungen we-gen dcrSchranken, die sie der Papstgewalt zu sehen pflegten, den Päpste» überhauptverhaßt und oft von ihnen hintertrieben worden, so mußte das Verfahren der basierVersammlung einen hartnäckigen Mann, wie Eugen I V. , aufs Äußerste erbittern.Er bestürmte die Könige mit Beschwerden über die basier Beschlüsse und benutzt«die damals stark betriebenen Anstalten zur Vereinigung der bedrängten Griechenmit der römischen Kirche, um das Concilium aufzulösen. Die Griechen, dieseninnern Zwist nicht ahnend, hatten sich gleichzeitig an den Papst und an das Conci-lium gewendet. Beide wetteiferten nun, einander den Ruhm der Union aus denHänden zu winden, beide schickten Galeeren ab, die die Abgeordneten der Griechenan den Ort der Verhandlungen bringen sollten, und beide bestimmten dazu nachMaßgabe ihres Vortheils andre Städre. Aber die Galeeren derKirchenversamm-lung kamen, durch Ränke päpstlicher Agenten zurückgehalten, nicht zum Zweck,die päpstlichen schiffe brachten die Griechen nachFerrara, und ein päpstlicher Legatzu Basel , derErzbischvfvon Tarent, breitete im Namen der Kircheuversammlungeine, mit Hülfe ihrer Liege! hinter ihrem Rücken geschmiedete, Verordnung aus,worin nach den Wünsche» Eugens Udine oder Florenz zum Verhandlungsorte em-pfohlen ward. Dieser Betrug zerriß das Band schonender Rücksicht, dastieKir-chenversammlung bisher von neuen Angriffen auf den Papst abgehalten hatte. Inder 26. Session (31. Jan. 1131) begann sie wiederum, ihn wegen Ungehorsamsgegen ihre Decreke vorzufoder», Contumazcrklärungen folgten, und nachdem Eu-gen seinGegenconcilium zu Fcrrara eröffnet hatte, sprach sie in der 31. Session,(21. Jan. 1138) seine Suspension von der Verwaltung des Papstthums aus. Inderselben Sitzung verbot sie jede Appellation nach Rom mit Ubergehung der Zwi-scheninstanzen, überließ der päpstlichen Disposition nur 1 von 10 und 2 von 50Präbenden an einer Kirche und bestimmte den dritten Theil aller vacant werdendenKanonicate für graduirte Gelehrte. Die Suspension Eugens schien jedoch wegender Lrärke seines Anhanges so wenig ausführbar, daß einige derPrälaten, die bis-her die freimüthigsten und einflußreichsten Sprecher aufdem Concilium gewesen wa-ren, z.B. der Cardinallegat Julian selbst und der große Kanonist Nicolauü v. Cusa,Arcbidiakonus zu Lüttich, mit den meisten Italienern Basel verließen und auf Eu-gens Seite traten. Mit desto größerer Festigkeit leitete nun der Erzbischof von Ar-lcs, Cardinal Ludwig Allemand, ein an Geist, Muth und Beredrsamkeit AllenüberlegenerMan», als erster Präsident der Kircheuversammlung, die Schritte der-selben. Obgleich ihre Zahl gesunken, ihr mächtigster Beschützer, Kaiser Sig-mund, gestorben, und durch ihren entschiedenen Bruch mit dein Papstevielen Fürsten und Nationen selbst ihre Befugniß verdächtig geworden war, erklärte sie doch nachheftigen Debatten, bei denen auch noch einer ihrer Helden, der Erzbischof von Pa-lermo , Nie. Tudeschi, unter dem Namen Panormirauus als der größte Kanonistseiner Zeit bekannt, sich im Auftrag des KonigS von Aragonien und LAcilien desPapstes annahm, diesen wegen hartnäckigen Ungehorsams gegen ihre Beschlusse inder 33. Session (16. Mai 1439) für einen Ketzer und setzte ihn in der folgendenwegen Simonie, Meineid, Verletzung der Kirchengesehe und schlechter AmtSver-waltung förmlich ab. Bei dieser eLeffion (der 31., den 25. Juni 1439) fehlten dieSpanier und Italiener bis auf 2, aber der Präsident ergriff ein ebenso sinnrei-ches als wirksamesMittel, den Beschluß dennoch durchzusetzen. An die Stellen derfehlenden Bischöfe ließ er die in Basel vorhandenen Heiligenreliguien legen undbrachte dadurch beider noch auö 400 größtenrhcils französischen und deutschen Prä-laten, Priestern und Doctorcn bestehenden Versammlung eine so tiefe Erschütterunghervor, daß sie einmüthig in Eugens Absetzung willigten. Darauf wählte sie, derPest in Basel , die ihre Zahl abermals verminderte, nicht achtend, in regelmäßigemConclave d. 11. Nov. t. I. den Herzog AmadcuS v. Lavoyen, einen als Eremit