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Erster Band. A bis Bl.
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Bassa Bassompierre

Bassa, s. Pascha; unterschieden davon ist Bascha oder Daschi, einOberer, dann der Ehrentitel jedes türkischen Soldaten, den fast jeder Türke demandern gibt, da sie sich alle als Soldaten betrachten.

Bassano, Handelsst. in der venet. Delegation Dicenza, an der Brems(11° 43AI). L. u. 45° 46^N.Br.), hat geräumige Vorstädte und 9600 Einw.In den 30 Kirchen sind schöne Gemälde. Eine steinerne Brücke, 182 Fuß lang,verbindet die Stadt mit dem großen Dorfe Vicantino. Das Klima ist demWein-und Olivenbau sehr günstig. Der Handel mitSeide, Tuch und Leder ist lebhaftund Remontini'S Buchdruckerei liefert schön gedruckte Werke und Kupferstiche.Napoleon erhob B. zu einem Herzogthume mit 15,000 Thlr. jährl. Eink. undverlieh dieses 1809 s. Minister.Staatösecretair Marct. Bei B. schlug Bona-parte am 8. Sept. 1796 den östr. General Quosdanowich. Die Stadt ist mitBassanelle am SeeBassano, im Kirchenstaate, Hauplori eines HerzogthumSdes Hauses Collonna, nicht zu verwechseln.

Basselisse, s. Hautelisse.

B a sse-t aille, in der Musik, so viel als tiefer Tenor, Bariton (s. d.),die Tenorgeige und Tenorflöte; in der Baukunst etwas erhobene oberhalb erhobeneArbeit (s. Basrelief), sowie die Kunst, dergl. Arbeiten zu verfertigen.

Bassethorn, das tonreichsie unter den Blasinstrumenten, wegen skrummen Biegung auch Krummhorn genannt und, wie man glaubt, gegen1770 in Passau erfunden. Später hat es Theod. Loh in Presburg vervollkommnet.Es ist, genau genommen, ein größeres Clarinet und gleicht demselben, ungeachtetder Verschiedenheit in der Form, nicht allein in Ansehung der Bestandtheile unddesTons, sondern auch inHinsicht der Intonation, des Ansatzes und der Appli-catur, sodaß jeder Elarinettist es ohne große Hindernisse spielen kann. Außer demSchnabel, vermittelst dessen das Instrument imonirt wird, besteht es aus fünfStücken, dem Kopfstück, (Birn genannt), zwei Mittelstücken, dem Kästchenund der Stürze, welche jetzt gewöhnlich von Messing ist, welche zusammen 16Tonlöcher enthalten, von denen vier mit offenen und vier mit verschlossenenKlappen versehen sind. Sein Umfang steigt bis drei und eine halbe Oerave, näm-lich vom großen! bis zum dreigestrichenen o. Es kommt sehr selten im Orchestervor (z. B. in Mozart's „Requiem " und im „TituS", in der großen Arie VitelliaS,wo es obligat ist, und in der Arie zum „Figaro " mit zwei obligaten Bassethörnern).Das Bassethorn kann auch als Baßinstrument gebraucht werten.

Bassompierre (Franrois de), Marschall von Frankreich, einer der aus-gezeichnetsten und liebenswürdigsten Männer unter den Regierungen Heinrichs I V.und Ludwigs XIII., geb. 1579 in Lothringen , stammte von einem Zweige desKleve'schen Hauses ab. Nachdem er Italien bereist hatte, erschien er am HofeHeinrichs I V., wo er durch Pracht, Spiel und Galanterie bei den Festen und Lust-barkeiten der Hauptst. glänzte. 1602 machte er seinen ersten Feltzug gegen denHerzog v. Lavoyen und focht nicht minder rühmlich im folg.I. unter dem kaiftrl.Heere gegen die Türken. L)eine Liebe für Frankreich führte ihn dahin zurück, erbewarb sich um die T. des Eonnetable v.Montmorency, deren Reize Heinrich IV. die heftigste Leidenschaft einflößten. Bassompierre gab den Bitten seines Königsnach und leistete auf die Verbindung mit ihr Verzicht. 1622 ernannte LudwigXIII . den tapfern B. zum Marschall von Frankreich und gewann ihn so lieb, daßLuynes, der erklärte Günstling, darüber beunruhigt, ihm offen erklärte, daß erauf seiner Entfernung vom Hofe bestehe, wobei er ihm die Wahl ließ, ob er eineGesandtschaft, den Oberbefehl eines Heeres, oder eine Gouverneurstelle überneh-men wolle. B. entschied sich für einen Gcsandtschaftsposten und bekleidete einensolchen nach einander in Spanien, in der Schweiz und in England. Nächst Rück-kehr trat er wieder in die militairische Laufbahn und wohnte den Belagerungen

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