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Basson Bastard
von Rochelle und Montauban bei. Der Tardinal Richelieu, der bald darauf denKönig und ganz Frankreich seinen, Despotismus unterwarf, fürchtete B.'S Kühn-heit und vertraute Verbindung mit dem Haufe Lothringen , und nahm, da Jenersich in Anschläge gegen ihn einließ, diese zum Verwand, ihn 1631 in die Bastillesetzen zu lassen, aus welcher er erst 1643 nach des EardinalS Tode befreit wurde.Er starb 1646. B. hatte in s. Jugend Philosophie, Rechtsgelehrsamkeit, Aiz- -ncikunde und Kriegskunst siudirt. Während s. Gefangenschaft arbeitete er s. Denk- ;Würdigkeiten und die Geschichte s. Gesandtschaften in Spanien, der Schweiz und !England aus, die über die Ereignisse jener Zeit viel Licht verbreiten. !
Ba sso n, s. Fagott. i
Bassora , (Basrah), Haupkst. desPaschaliks gl.N. in dem südl. Theile jvon Mesopotamien (Al-Dschesira), jetzt vereinigt mit dem Paschalik Bagdad (44° 146' Ö. L. und 30° 32' N. Br.), am westl. Ufer des Lchaial Arab, ungefähr Ich ideutsche Meilen von der Mündung dieses Stroms, der für schiffe von 500 Ton-!neu Last bis an die Lttadt schiffbar ist. Innerhalb der Ringmauern sieht man viele;Gärten und Pflanzungen von kleinen Canälen durelsschnitten. Dessenungeachtet ist .die Stadt unreinlich. Die niedrigen von Lehmsteinen aufgeführten Häuser haben 'platte Dächer. Die DazarS enthalten die kostbarsten Erzeugnisse des Orient?. Dieengl. Facrorei, das schönste Haus in Bassora , Ldih eines britischen Residenten, !führt die Landcorrespondenz zwischen dem engl. Ostindien und de,„ Wkiurerland. ,Die Einw. (50 — 6l>,000), melstens Araber, Türken und Armenier, auch Perserund Europäer in ihren Faetoreien, sind grosienrheils arm und arbeiten um geringen .Lohn. Die Türken bestehen fast nur aus Beamten oder Militairpersonem; dieKaufleute sind fast durchgehend!? Armenier. B. ist eine der Hauptniederlagen der !Türkei und Persiens für alle indische Erzeugnisse. Einfuhrartikel sind: Seiden- jwaaren, Mousselin, Tuch, Gold- und Silberstoffe, mancherlei Arten von Me- ltasten, Sandelholz, Indigo, Perlen, Mokkacaffee, Shawls (80,000, das Stücksim Durchschnitt 1000 Rubel), Specereien u. s. w. Europäische Waaren sind !selten und theuer; unter ihnen haben die engl. Fabricare einen entschiedenen Vor- ^zug. DieAusfuhrartikel bestehen größkenrheils aus den eingebrachten Waaren, auchwird ein ausgedehnter Hantel mit schonen und starken Pferden geführt. DerCaravanenzug geht nach Persien, sowie über Aleppo und Bagdad nach Konstan- >ttnopel. Durch die schädlichen Ausdunstungen beim öfrern AuStreten des Flusseswird der Aufenthalt in B. für Fremde sebr ungesund. Die Umgebungen sind mitRosen zum Destilliren bepflanzt; um die Lttreifzüge der Araber abzmvehren, hatder Statthalter längs der nahen Wüste eine beinahe 20 deutsche Meilen langeMauer auffuhren und an allen Durchfahrten nur Wachen besetzen lassen. — Bas-sora , im I. 636 aufBcfehl des Khalisen Omar gegründet, ward bald eine derberühmtesten Städte des OrientS, um deren Besitz Turke» und Perser seit Jahr-hunderten gekämpfc haben. Jene eroberten B. 1668, diese 1777; im folg. I.wurde B. aufs neue von den Türken besetzt und 1787 von den Arabern; alleindem Pascha von Bagdad gelang es, die Stadt wieder einzunehmen und zu be-haupten.
Bastard, ein von ungleichen Ältern erzeugtes Geschöpf. Bei Menschenkaun diese Ungleichheit nur in dem Range und Stande der Ältern bestehen. Man 1pflegt indeß hauptsächlich ein uneheliches, natürlichesKindBastard zu nennen; min-der edel ist derAusdruchDankert. Unter den Thieren nenne inanBastarde diejeni-gen, die von zwei Thieren verschiedener Art gezeugt sind, wie z. B. das Maulkhier,der Maulesel u. s. w. Die Natur hat allen aus einer solchen Vermischung emsprun- ^genen Gattungen die Fähigkeit versagt, sich weiter fortzupflanzen, wodurch sonst !die Thiergattungen und ihre Spielarten inS Unendliche vermehrt werden würden. !Ubrigensist zu bemerken, daß nur gewisse Gattungen von Thieren sich mit einander j