Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bustia Bustille

vermischen, andre hingegen, z. D. Hunde und Katzen, durch eine natürliche Ab-neigung von einander geschieden bleiben. Im Pflanzenreiche versteht man unterBastarten die unter einen fremden Himmelsstrich verpflanzten und dort ausgearte-ten Gewächse.

Bania, ehemalige Hauprst. der Insel Torsica (9° 26' 30" Ü. L. und 42°4 t' 36"N. Br.), auf einem Hügel im nordöstl. Theile der Insel, in amphüheatra-lischer Form, übrigens schlecht gebaut, hat enge Gassen, eine starke Citadelle amMeere, einen geräumigen, aber nicht sehr bequemen Hafen. Die Eimv. (11,400)treiben einen beträchtlichen Handel mit Häuten, Wein, Dl, Feigen und Hülsen-fruchten. Die hier verfertigten Dolche werden von den Italienern sehr geschätzt.1745 ward Basna von den Engländern genommen, im folg. I. aber den Genue-sern zurückgegeben. Vergeblich ward sie 1748 von den Östreichern und Piemon-tesern belagert; 1768 erfolgte ihre Vereinigung mit Frankreich . Auf eine kurze Zeitfiel sie in die Gewalt der Engländer. Bei der neuen Eintheilung des franz. Gebiets(1791) ward Basiia die Hauptstadt, jetzt ist Ajaccio die Hauptst. des Deport.

Bastille, ein vormaliges Castell in Paris , in welchem Staatsgefangene undandre durch letlrrs ,lr c.iclwt verhaftete Personell sich befanden. Diese Verhaft-briefe ergingen im Namen des Königs, allein die Namen der Betreffenden rücktendie Minister ein, welche verantwortliche Depositarien dieser Verhaftbriefe waren.Fragt man, wie entstand dieser Gebrauch, durch Verhaftbriefe Untertbanen festzu-setzen, von deren Befreiung oderBestrafung hernach weder Justiz noch PolizeiNotiznahm? so erläutert uns dies am besten Montesguieu'S „bbspril <!c-s !<>!x" durch dieBemerkung: „Die Ehre ist die Tugend und vertritt sie oft >n den Monarchien".Ein Edelmann wollte ungern Schande haben von emem Gliede seiner Familie. DerFall des kindlichen Ungehorsams und eines unehrenhaften Betragens fand im uber-üerfeinerten Adel Frankreichs häufig statt. In solchen Fällen suchten Väter undVerwandte selbst um Einsperrung eines unwürdigen Familiengliedes »ach, bis dasHaupt der Familie anzeigen würde, daß es nicht langer die Delenlion wünsche. Dererste Grund der letti es Oonaeliet und, vermöge derselben, der Verhaftungen in derBastille war also die Wegräumung eines Scandals aus dem Publicum, als einVorrecht der ersten Familien des Landes. Der weitere Schritt war, daß die näm-lichen Minister sich für ebenso ehrenhaft in der Staarsfunclion hielten, als die Fa-milienvater und Häupter des AtelS. Begegnete ihnen daher in ihren Bureaux undin ihrer Häuslichkeit ein ähnliches Scandal, das, wenn es zur Notiz der Gerichtegelangt wäre, auch mitunter auf den Minister einen schatten warf, so verhafteteer mvt» pr»>irl» ebenfalls Manchen, der kleine Untreuen oder Insubordiiiations-handlungen sich hatte zu Schulden kommen lassen oder irgend einer Ausschreitungaus dem Wege der Pflicht oder der Ehre verdächtig befunden war. Vergaß mannachher die fernere Untersuchung oder Loslassung, und war die Ursache der Verhaf-tung nirgends protokollier, so blieb bisweilen ein solcher Verhafteter oder eine solcheVerhaftete 30 —40 Jahre sitze» und starb im Gefängniß, indem der Nachfolgerim Amte der Gesetzlichkeit des Verfahrens seines Amrsvorwesers blind vertraute.In Autokratien geht leider die Strafe nicht immer bloß aus vom Gesetz, sondernauch bisweilen von der Ansicht des Monarchen und dessen Delegirten in Anuernoder augenblicklichen Günstlingen. Daher wurden die Verhaftungen immer mehrWillkür, unter dem gefälligen Bilde, daß sie eine königl. Gnade sei, welche dieAutokrane üatt eines strengern Rechts ausübe, und auch der Monarchen und ihrerMinister Günstlinge verschafften sich Iein«-? <Ie c,nebet, um dadurch Personen,welche ihnen in Anus - oder Privatverhälniissen lästig geworden waren, aus deinStande der Freiheit in Haft bringen zulassen. (S. Oaubet, leiNes e!c.) Als imAnfange der Revolution das Volk die Bastille (den Zwinger vornehmer Personenoder Derjenigen, die vornehme Personen aus guten Ursachen nicht in gesetzlichem