Band 
Erster Band. A bis Bl.
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LS-1 Bastion Batalha

Wege zur Verantwortung ziehen wollten) zerstörte, fand man darin nur wenigGefangene, doch genug, um daraus das Unheimliche der Fortdauer der Autokratieim civilisirten Frankreich dem Volke darlegen zu können. Auch würd? dadurch no-torisch, daß Frankreichs Könige sich von ihren Ministern niemals vom Gebrauchder lett, ,'!> u->cl>ct hatten Rechnung ablegen lassen,

Bastion (Bollwerk). Um einen mit Wall und Graben umgebenen Ortzu vertheidigen, ist es nöthig, jeden Punkt an dem Fuße des Walls, im Grabenund vor der Festung mit möglichst vielfachem Feuer bestreichen zu können; diesgeschieht aber dur ch Brechen der Linien, wodurch eineSeitenvertheidigung erreichtwird. Vor und kurz nach Erfindung des Schießpulvers glaubte man dies genügenddurch an derMauer hervorspringende Thürme erreichen zu können; diese verwan-delten sich aber bald in die geräumigen und weiter vorspringenden Dastions oderBollwerke, die aus 2 Flanken, die hauptsächlich zur Vertheidigung der Neben-bastions dienen, und aus 2 Facen, die die Außenwerke und das vvrliegendeTerrainbeschießen sollen, bestehen. Der Wall zwischen 2 Bastions heißt der Mittclwalloder die Courtine. Diese Bastions werden auf die verschiedenste Art gebaut. Baldsind sie ganz mit Erde gefüllt, bald haben sie inwendig einen vertieften Raum, einenKessel, bald gerade, bald gekrümmte, bald doppelte, ja selbst drei-und vierfacheFlanken über einander, bald sind sie mit, bald ohneFaussebrayen ((.Festung),zuweilen haben sie Casematten, die theils zum sichern Aufenthalt der Garnison ,theils zur Vertheidigung durch darin aufgestelltes Geschütz bestimmt sind, zuweilenAbschnitte (f. d.), Cavakiers (s. d.), oder Orillons (s. d.), und unzähligeandreEinrichtungen. In neuesterZeir hält man unter den nach bastionirtcmSystemgebautenFestungen die nachCormontaigne's und der neuern Franzosen Angabe ge-bauten für die zweckmäßigsten. Diese sind aber groß und geräumig, die Flanke desNebenbollwerks, welche senkrecht aufderDerlängerungderFacedesBollwerkssteht,ist nicht weiter als einen Flintenschuß (300 Schritt) von dessen Spitze entfernt,diese Flanke gerade, und Orillons und andre Künsteleien verbannt. 32.

Bastonnade, eine bei den Türken gebräuchliche Strafe, die in Schlägenaufden Rücken oder aufdieFußsohlen besteht, welche mit einem leichten hölzernenStäbe oder auch wol mit einem knotigen stricke gegeben werden.

Bataillon, die bequemste Unkerabtheilung der Infanterie in taktischerHin-sicht, gewöhnlich 600—800 Mann stark. Das Bataillon bildet einen selbständigenKörper unter den Befehlen eines Stabsofsiciers, gewöhnlich eines Majors, hatseine besondere Fahne, auch einen Musikzug, und zerfällt nicht, wie die Regimenter,in meist ungleich starke Compagnien, sondern in gleich starke Divisionen, wie es dieregelmäßige Form der taktischen Bewegungen erfvdert. (Vgl. Compagni e.)

Batalha, Dorf, 12 deutsche Meilen von Lissabon , mit einem adeligenDominicanerkloster, welches K. Johann I. zum Andenken des Sieges über denKönig von Castilien bei Aljubarota vom I.1385 stiftete. DiesKloster ist eins derprächtigsten Gebäude in Europa und im gothischen Geschmacke von einemIrländer,Hacket, aufgeführt. Mit Verschwendung sind beim Klostergebäude und bei der Be-gräbt,,ßcapelle gothische Verzierungen angebracht. Letztere sind zum Theil mvstischund hieroglyphisch, auch noch nicht entziffert. Die schwierigsten diescrArt sind beimMausoleum des Gründers angebracht. FremdeMonarchen haben ebenfallstasKlo-ster zu bereichern und zu schmücken gesucht; u. A. sieht man daselbst kostbare Reli-quien vom KaiserEmanuel Paläologns, der 1401 in Paris sich aufhielt, um vondort aus bei allen christlichen Mächten Hülfe wider die ihn hart drängenden TürkenZu erlangen. Das Certisicat ihrer Echtheit, von der Hand jenes unglücklichen Mo-narchen, soll dort noch vorgezeigt werden. In Link's „Reifen nach Portugal ",Cap. 25, liest man eine umständliche Beschreib. diesesKlosters und seiner schätze.S, des bisch, Coadj, v.Coimbra , V.Franc. de Sän Luiz, „älcn,, lürtor. 5vb,o a«