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Erster Band. A bis Bl.
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Bataver

Batavia

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ol>ro, slo real rnorlerin cle 8.-ölai. cka Viltori.i" (gewöhn!. la Uatsllia) (Lissab.1821). Das jetzige königl. Erbbegräbnis für die Familie Braganza ist zu Belem .

Bataver, ein altdeutsches Volk, welches einen Theil des heutigen Hol-lands bewohnte; eigentlich die Insel, welche derjenige Arm des Rheins, der sichbei Leyden in das Meer ergießt, nebst der Waal mit der Maas bildet, und welchenach ihnen Batavia hieß. Doch erstreckte sich ihr Land noch über die Waal. Ta-citus lobt ihre Tapferkeit. Nach ihm waren sie ursprünglich Fhatten, die sichwegen innerer Unruhen aus ihrem Lande hierher gezogen. Dies muß vor Cäsar'SZeiten geschehen sein. Als Germaniens von der See her in Germanien eindringenwollte, machte er ihre Insel zum Sammelplatz seiner Flotte. Den Römern un»terworfen, leisteten sie diesen gute Dienste und erhielten den Ehrentitel der Freundeund Brüder des römischen Volks. Man verschonte sie daher mit Schätzungenund Steuern, und erlaubte ihnen, ihre Anführer aus ihrer Mitte zu wählen.Besonders war ihre Reiterei vortrefflich. Ihre Feldmusik machten sie mit einerArt von Hörnern. Unter der Regierung Vespasian's empörten sie sich unter Civi-lis's Anführung gegen die Römer und zwangen diese zu einem Vergleich. Trajan und Hadrian unterwarfen sie wieder. Zu Ende des 3. Jahrh, nahmen die salischenFranken die Bataverinseln in Besitz. Von 1198 an, wo unter sranz. Leitung diebis dahin bestandene Verfassung der Verein. Niederlande aufgehoben ward, bis zurErnennung Ludwig Napoleons zum König von Holland (1806), führte dieserStaat den Namen der batavischen Republik .

Ba.tavia, Stadt und Seehafen an der Nordküste der Insel Java (124°83' 46" A. L., 6° 12'S. B), die Hauptst. des niederländ. Indiens . Sie ward1618 von den Holländern gegründet und in derFolge der Mittelpunkt ihrer Machtund ihres Handels in Ostindien, sowie der «itz des Oberstatthalterü und des hohenRaths. Von ihrer Pracht, welche ihr den Beinamen der „Königin des Orients"zuzog, ist wenig übrig. Ganze Straßen sind niedergerissen, Eanäle halb ausge-füllt, Forts geschleift und Paläste der Erde gleich gemacht. B. liegt an der Mün-dung des kleinen Flusses, der von dem Gebiete, welches er durchströmt, den Na-men Iakkatarg führt. Längs den Ufern dieses Flusses und eines kleinern, der sichaus Westen mit demselben vereinigt (beide nur für kleine Böte schiffbar), wohnt derHaupttheil der Volksmenge; die angesehensten europäischen Familien bewohnen2 schöne Straßen in den Vorstädten Molenvliet und Ryswick, eine halbe deutscheMeile vom Mittelpunkte der Altstadt. Diese hat einen Umfang von 2 deutschenMeilen, eine steinerne Mauer und enthielt vor ihrem Verfall 20 schnurgeradeStraßen und 1993 Gebäude, worunter sich noch jetzt das Rathhaus, der Palastdes OberstarthalrerS, eine reformirte, eine lutherische und 2 portugiesische Kirchen,einige mohammedanische Moscheen, das Hospital, Spinnhaus, Waisenhaus,das chinesische Hospital, die chinesische Halle und eine große Herberge für Fremdeauszeichnen. Die Vorstädte enthalten 8211 Häuser, welche meistens Chinesen be-wohnen. Eine deutsche Meile von der Stadt liegt die Niederlassung Weltegreden,wo ein schönes Miliraircankonnement und ein großes Gouvernemenrshaus sich be-finden. Die Häuser in den eurpoäischen Stadttheilen sind zivar im neuern, abernicht im besten Geschmack gebaut, so auch die vorern'ähnten öffentliche» Gebäude.Die Stadtverwaltung und die Polizei sind einzig in den Händen der Regierung,welche einen Magistrat, bestehend aus einem Präsidenten und vier Mitgliedern,ernennt und besoldet. Außerdem «I hier eine Waisenkammer, welche das Ver-mögen aller Derjenigen verwaltet, die unbeerbt mit Tode abgehen, oder derenTestamentsvollstrecker abwesend sind. Unter den öffentlichen Anstalten zeichnet sichdie 1111 errichtete und während der Dauer der britischen Regierung erneuerte Ge-sellschaft der Wissenschaften aus, die unter der Leitung des letzten engl. GouverneursRaffkes treffliche Nachrichten über den Zustand von Java bekannt gemacht hat.