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Bath
Die -ußerst ungesunde Luft, verursacht durch die fauligen Dünste der morastigenCauäle und das Zurückweichen des Meeres während des letzten Jahrh., erzeugt inBatavia mehrentheils tödtliche Fieberkrankheiten, welche vorzüglich durch nächt-kiel -n Aufenthalt in der Stadt befördert werden, daher auch diejenigen Kaufleute,welche sich ihrer Geschäfte halber nur am Tage in der «Ltadt, Nachts aber in dergesunden Umgegend aufhalten, einer ebenso guten Gesundheit genießen als andreEuropäer in irgend einem tropischen Klima. B.'s Volksmenge nimmt jetzt unge-mein zu, weil besonders die Nordamerikaner hier asiatische Waaren und manchesogar aus Europa einnehmen. Dies schnelle Anwachsen ist die Folge der liberalenHandelsansichten der niederländischen Colonialregierung, die nicht mehr, wie vor-mals, in der Hand einer Handelsgesellschaft ruht. Die Einwohnerzahl betrug 1811noch nicht 50,0.00 (darunter 11,800 Chinesen und 14,200 Sklaven), jetzt kaum10,000. Die Regierung bemüht sich, die Gesundheit der Stadt zu verbessern, underlaubt den Zavanen, gegen mäßige Abgaben, ihrenBoden aufs höchste zu benutzen.Der hohe Zoll vonEin- u. Ausfuhren (1824 gegen 2,400,000 Gld.) entschädigt dieRegierung für alle Opfer, die sie diesem System brachte. Seitdem die Holländer IONsich der.Niederlassungen der Engländer aufIava bemächtigt hatten, wärmste im un-gestörten Besitze derselben geblieben. Sie verdankten diese Sicherheit, außer ihren Ver-theidigungsmitteln, besonders dem ungesunden Klima von B., welches Ursache war,daß der Angriff der Englänger 1799 scheiterte. 1811 gelang die Unternehmung.Der Statthalter von B., General IansenS, hatte, von den Rüstungen der Eng-länder unterrichtet, nach Verbrennung der Magazine B. verlassen und sich mitseiner Kriegsmacht nach dem Fort Cornelis gezogen, sodaß die Engländer am 19.Aug. die Stadt ohne Widerstand in Besitz nehmen konnten. General Iansens hieltsich im Fort Cornelis bis zum 26., wo die Engländer es mit Eturm nahmen, leistetealsdann noch in verschiedenen Stellungen Widerstand und übergab endlich am 18.Sept. die Tolonie mit Capitulation. Nach hergestelltem Frjeden ward sie am 19.Aug. 1816 der niederländischen Regierung zurückgegeben.
Bath , schöngebaute Stadt und starkbesuchrerBadeort (4463 H. und 31,500E.), Sitz eines Bischofs, in Läomerserfhire in England (51° 22' 32" N. B., 2°21' 30" W. L. von Grecnwich), an dem schiffbaren Avon. Die heißen Quellen,denen B. wahrscheinlich sein Dasein verdankt, wurden, allem Anscheine nach, schonvorderAnkunft derröm.Legionen imI.44 benutzt. MbnchischeSagen versetzen dieEntdeckung derselben in das 870. I. v. Chr. Die Römer trafen zuerst zu^derenGebrauche die nöthigen Einrichtungen, und ihre prachtvollen und zweckmäßigenDadehäuser nebst den übrigen Anstalten, wovon es noch jetzt eine Menge der beleh-rendsten Überreste gibt, gehörten zu den frühesten in Britannien von ihnen errich-teten öffentl. Gebäuden. Npch sieht man sorgfältig erhaltene Säulenbruchstückeeines prachtvollen Minerventempels, dessen ehemalige Grundfläche jetzt zu einemgroßen, 85 Fuß langen und 46 Fuß breiten, Pumpzimmer dient. Fünf öffentlicheBäder gehören der Stadt; ein sechstes ist das Eigenthum des Grafen Manvers,Zhr Wärmegrad hält von 93—117° Fahrenheit. Sie sind sehr wirksam gegendie Gicht, rheumatische Übel, Unverdaulichkeit, Lähmungen und gallige Versto-pfungen. Die Römer nannten B. .Igiux: «alis, auch t'ontes raliell, die Britan-nier tlaer Ilaclun. die Sachsen ll.it Ilnlbun. und 4,00»-nun neun, oder die Stadtder Kranken. 1750 wurden neue Versammlungsssle für die Badegäste erbaut und1771 mit einem ausgezeichnet schönen Tanzsa »le, 106 Fuß lang, 42 Fuß breit undebenso hoch, ferner mit einem 70 Fuß hohen und einem dritten achteckigen, 48Fuß im Durchmesser haltenden, Saale vermehrt. Die 1805 eröffnete, sehr geräu-migeSchaubühneist das erste Provinzialtheater in Großbritannien . Fast das ganzeZahr hindurch kann man hier, unter gesetzlicher Verbannung aller Rangstreitizkel-ten, welche so manchem Badeorte Deutschlands einen großen Theil feiner Annehm-