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Erster Band. A bis Bl.
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Bathori Batist

kichkeiten rauben, zu müßigen Preisen öffentliche Vergnügungen aller Art genießen.Die Hauptkirche ist das jüngste, im reinsten Geschmack aufgeführte Werk gothischerBaukunst in ganz England; sie ward 1495 begonnen. Unter den öffentl. Plätzenwerden der Königinplah (s>uk-r,i'z stiere), der Circus, der halbe Mond und derParadeplatz bewundert. Es gibt zu Bath eine Ackerbaugesellschaft, eine philosophi-sche und harmonische Gesellschaft, ein großes Hospital für 150 Kranke und mehreandre Krankenhäuser, endlich verschiedene Gesellschaften zur Beförderung des Er-werbfleißes und der Religion. Die Umgegend ist reizend, die Luft gesund.

Bathori, ein berühmtes altadeliges, nachher fürstl. Geschlecht in Sieben-bürgen . Gegen 1070 stand Opos B. in großem Ansehen am ungarischen Hofe.Im 15. Jahrh, war Stephan B. Palatinus von Ungarn . Ein andrer Stephan B.ward 1571, nachdem das in Siebenbürgen regierende Haus Zapolya mitZoh. Si-gismund erloschen war, zum Fürsten dieses Landes erwählt, und sowol von Ferdi-nand l-, römischem Kaiser und König von Ungarn , als von dem damaligen türki-schen Kaiser anerkannt, leistete jedoch, nachdem er 1575 auch die polnische Kroneerhalten hatte, zu Gunsten seines Bruders, Christoph, auf Siebenbürgen Verzicht.Nach Christophs Tode, 1581, kam zwar sein Sohn Sigismund zur Regierung,trat dieselbe aber 1599 an seinen Vetter, Andreas B., ab. Als dieser noch in dem-selben I. auf dem Schlachtfelde blieb, ward Sigismund 1601 aufs neue erwählt,mußte sich aber bald darauf dem Kaiser Rudolf I I., der die ältern Ansprüche seinesHauses auf Siebenbürgen mit gewaffneter Hand durchsetzen wollte, ergeben, undstarb 1613 zu Prag in der Gefangenschaft. Während dieser Unruhen waren andreFürsten , namentlich Michael, Woiwode der Walachei, Georg Basta, kaiserl. östr.General, Etephan Bocskay und sigismund Ragoczv, die beiden Lehrern aus an-gesehenen siebenbürgischen Geschlechtern, nach und nach auf kurze Zeit zur Regie-rung gekommen. Ragoczy überließ dieselbe 1608 dem letzten Sprößlinge des Hau-ses B. (Gabriel), welcher wegen der Empörung des von den Türken begünstig-ten Gabriel Bethlen (s. d.) bei dem Kaiser Matthias Hülfe suchte, wegen derharten Bedingungen aber, die dieser ihn« vorschreiben wollte, mit den Türken Un-terhandlungen anknüpfte, und aus diesem Grunde auf Anstiften des kaiserl. Gene-rals Apaffi, der bereits mit sogenannten Hülfsvölkern ins Land gerückt war, imOct. 1613 meuchelmörderischer Weise erschossen ward.

Bathos (griech.) bedeutet das Tiefe. Wir bezeichnen jetzt mit diesemWorte das Niedrige, Gemeine, Kriechende in der Schreibart und poetischen Dar-stellung, und zwar nach Swift, welcher in seiner „Kunst, in der Poesie zu sinken",die Tiefe der Höhe, sowie die Oberländer des Parnasses den Niederländern entge-genseht. Die lustige mit Beispielen ausgestattete Theorie dieses Balhos muß manin der genannten Swifr'schen Abhandlung suchen.

Bathvll, aus Alexandrien gebürtig, der Nebenbuhler des Pyladeö als Pan-tomim, besonders ausgezeichnet in heitern und üppigen Darstellungen. Er war einSklave Mäcen's, der ihn freiließ und nach dem Zeugniß des TacituS in vertrautenVerbindungen mit ihm stand. — In Anakreon's Liedern wird unter dem NamenBathyll ein schöner Knabe gepriesen. Unter August führte auch ein Dichterdiesen Namen.

Batist, eine sehr feine, dichte und weiße Leinwand. Man nimmt dazu denollerschönsten weißen Flachs, Raine genannt, der besonders im franz. Hennegau ge-baut wird. Im 13.Iahrh. ward dieseLeinweberei in Flandern v.BaptistChambraiin Gang gebracht, und späterhin soll nach ihm die Leinwand d.N. Batist oder Kammer-tuch (toiie >1« Ob.-,mlu:ü) erhalten haben. Andre glauben, daß die erstere Benennungvon derjenigen außerordentlich feinen Leinwand herkomme, die wir aus Indien erhal-ten, wo sie».d.N. Bastas bekannt ist. VerschiedeneArtenvonBatist werdcnLinons,Claireö, Chambrais -c. genannt und nicht nur in Frankreich und den Niederlanden^