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Batocken
Batterie
sondern auch in der Schweiz, in Böhmen und in Schlesien verfertigt. Die vor-züglichsten sind die, welche aus Zndien zu uns kommen. (V. Cambrai .)
Batocken oder Battocken, 2 dünne Stöcke, womit in Rußland sonstVerbrecher auf den bloßen Rücken geschlagen wurden. Der Verbrecher lag dabeiauf der Erde, und einer der Zuchtmeister sehte sich ihm auf den Kopf, der andreauf die Füße. Durch das Gesetzbuch Katharina'» II. ist diese Strafe abgeschafft.
Batoni (Pompeo Girolamo), geb. zu Lucca 1708, gest. zu Rom 1787. Die-ser berühmte Führer der neuern röm. Schule würde der erste Malers. Jahrh, sein,wenn Mengs ihm nicht den Vorzug streitig machte. Den Lehrern s. Jugend, Conca,Masucci, Fernandi, verdankte er nur die Grundsätze der Kunst; seit er sich aber zuRom aufhielt, beschäftigte er sich allein mit dem Studium der Antiken Rafael's.Durch sie lernte er die Natur sehen und mit Einsicht und Wahrheit darstellen. Ercomponirte keine Scene, die er nicht in der Natur gesehen hatte; s. Colorit ist glänzend,lebhaft und hat sich ins. ganzen Reinheit erhalten. Sonderbar ist die Art, wie er s. Ge-mälde ausführte. Er bedeckte s. Zeichnungen mit einem Tuche und fing links oben zumalen an, und rückte dann stellenweise zur rechten Seite fort, deckte aber keine neueSeite auf, bevor die frühere ganz fertig war. Der Chevalier Boni, der ihn Mengs vergleicht, nennt diesen den Maler der Philosophie, ihn aber den Maler der Natur.B. malte viele Altarblütter und eine große Menge Portraits, z. B. das in der kaiserl.Galerie befindliche des KaiserS Joseph und der Kaiserin Maria Theresia . Seine Mag-dalena in Dresden und s. Rückkehr des verlorenen Sohnes in Wien sind berühmt. Erwar übrigens ein religiöser, gerader, oft rauher Marn, mit vielen Sonderbarkeiten.Eine seiner Töchter galt vor mehren Jahren für die beste Sängerin in Italien .
Batrachomyomachia , der Frosch - und Mäusekrieg, ein dem Ho-mer fälschlich zugeschriebenes komisches Heldengedicht und, wie es scheint, Travestieder „JliaS", wahrscheinlich von einem Alexandriner gedichtet, worin ein Kriegzwischen den Fröschen und Mäusen mit vieler Laune besungen wird. (S. Ho-mer und Rollenhagen.)
Batterie, in der Kriegskunst 1) jede Derschanzung, worin eine AnzahlKanonen steht; 2) jede Stelle imFelde, wo einigeKanonen aufgestellt sind; 3)alleLinien einer Festung, hinter deren Brustwehren sich Kanonen befinden; 4) Ge-schützabtheilungen von K—8 Kanonen, nebst 1 oder 2 Haubitzen. In Hinsicht derStellung gibt es Feld-, Festungs -, Küsten-, Belagerungsbatterien und schwim-mende Batterien, je nachdem sie auf freiem Felde, auf Festungswerken, an Vee-und Meeresküsten, vor einem zu belagernden Platze oder auf Gewässern errichtet,erbaut und aufgestellt werden. Nach der Geschühgattung unterscheidet man Kano-nen-, Haubitzen-, Mörser-, Steinböllerbatterien ; nach der Richtung ihres Feuersaber gerade Batterien, welche senkrecht in die Fronte des Feindes treffen, schräge,welche den Feind unter einem Winkel beschießen, Rückenbattcrien, welche eineTruppe im Rücken, Flankenbatterien, welche eine Linie der Länge nach beschießen,Kreuzbatterien, deren 2 auf den nämlichen Ort dergestalt gerichtet sind, daß dieSchüsseln einem rechten Winkel zusammentreffen. In Ansehung des Zweckes gibtes Demontirbatterien (s. Demontiren); Breschebattcrien, von welchen ausman den Fuß eines feindlichen Werks mit einem stark senkrecht auf dasselbe wirken-den Feuer angreift, um diesen Theil der äußern Seite des Walles und der Brust-wehr so niederzustürzen, daß man darauf hingehen und das Werk stürmen kann;Scarpierbatterien, welche neben den Breschebatterien unter einem Winkel von20—30 Grad errichtet werden, um den zur Dresche bestimmten Ort schief zu be-schießen; Ricochetbatterien, welche zum Bestreichen der Linien dienen, sodaß dieabgeschossenen Kugeln vom Anfang bis zum Ende derselben Sprünge machen undalles Entgegenstehende niederwerfen, wodurch die ganze Länge der Linie unsicher wird.Ihre Lage ist senkrecht auf der zu bestreichenden Linie; endlich Kessel- oder Wurf-