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Erster Band. A bis Bl.
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Bau bin

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Bauchredner

maurische, welche nach den Überresten römischer Gebäude inSpanien gebildetwar. Was die letztere betrifft, so kann der Kenner bei allen ihren Fehlern dennoch dieÜberbleibsel der maurischen Gebäude zu Granada, Sevilla und Cordova nicht ohneBewunderung betrachten. Die arabische zeichnet sich vorzüglich durch leichte Verzie-rung und Pracht aus. Die gothische, worunter hier die neugorhische verstan-den wird, welche nach der Zerstörung des gothischen Reichs durch die Araber undMauren üblich wurde (die altgothische Bauart, welche wahrscheinlich unter Theo-dorich, König der Ostgothen, entstand, unter dessen Regierung in Italien die Rö-mer. ohne Gefühl fürs Schöne, die altrömische Bauart nachahmten, ist plumpund schwerfällig), zeigt eine wunderbare Größe und Pracht, die zugleich mit dersorgfältigsten, nur von den Unkundigen kleinlich gescholtenen Ausarbeitung verbun-den ist; erst in neuern Zeiten hak man ihre großen Meisterwerke, als den Münster in Strasburg, den Dom zu Köln ic., richtiger zu würdigen angefangen. Dieitalienische Bauart, welche nach den römischen Mustern, vorzüglich nach denenaus den spätern Zeiten, gebildet wurde, verbindet Größe und Pracht mit Einfalt,nur daß sie zuweilen etwas Nachlässigkeit zeigt. Nach der italienischen ist die eng-lische Bauart gebildet worden, welche sich aber mehr der griechischen Genauigkeitnähert. Die sranz. ist leicht, flüchtig und gefällig. Die Bauart der Deutschen war anfangs gothisch und näherte sich der altgothischen ebenso sehr als der neugo»thischcn, welche letztere die Deutschen unstreitig aus Frankreich bekamen. In denneuern Zeiten nahm sie sich bald die italienische, bald die französ. zum Muster, jenachdem die Großen, welche bauen ließen, eine Vorliebe für die eine oder die andredieser Nationen hatten. (S. Baukunst, Geschichte der.)

Bauchredner, Personen, welche durch eine besondere Organisation derStimmwerkzeuge oder durch eingeübteFertigkeit Töne u.Worte hervorbringen kön-nen, ohne daß sie den Mund bewegen, und so, daß der Zuhörer glauben muß, dieStimme komme aus irgend einem vom Bauchredner bestimmten Orte. Untersu-chungen der Akademie der Wissenschaften zu Paris d. 22.Dec. 1770 haben darge-rhan, daß der Bauchredner (ein alter Ausdruck, der aus der irrigen Voraussetzungentstand, die Stimme werde im Bauche gebildet) gerade keine eigenthümliche Orga-nisation der Siimmorgane, sonder» nur Übung nöthig habe, um die Kunst der Täu-schung auf einen hohen Grad zu bringen, ja daß die Srmime u. Sprache hierbei vondenselben Organen, wie gewöhnlich vom Kehlkopfe, dem Gaumen, der Zunge, denLippen :c., gebildet wird; daß der To» nicht durch die Inspiration hinabgedrücktwird, sondern wie gewöhnlich während der Exspiration mit dem wenig geöffnetenMunde hervorgeht. Die Kunst des Bauchredners besteht bloß darin, daß er nacheinem tiefen E,»athmen langsam, graduirr auszuachmkn und die Luft einzutheilen,den To» der Stimme aber vermittelst der Muskeln tesLarynx u. des Gaumens zuvermindern versieht. Die Bewegungen u. die Öffnung der Lippen sind nur geringund werden überdies noch der Aufmerksamkeit der Zuhörer künstlich entzogen. DerWitz in der Erfindung der Scenen, welche der Bauchredner spielt, vollendet die Täu-schung, welche darin besteht, daß die Stimme bald verändert, bald eine fremde nach-geahmt wird, bald von einem entfernten Orten, von einer andern Person herzukom-men scheint. Neuerdings hat sich Alexander (geb. in Paris 1787) in dieser Kunstberühmt gemacht. Auch die Alten hatten Bauchredner. Die Griechen nannten sieLnsl-isiriiiuiiiiei, und hielten ihre Kunst für'ein Werk der Dämonen. Ostindienhat die geschicktesten Bauchredner. 31.

Baudin (Nicolas), Schiffscapitain, Botaniker und Weltumsegler, geb.auf der Insel Rv um 17-'0, dienre auf Kauffahrteischiffen, trat 178k, als derMarschall de Castrics die fram. Marine organisirte. als Schiffslieutenant in tonigl.Dienüe. Als Capiram eine? Scbiffs unter östr. Flagge ging er ron Livorno nachIndien unter Segel, um für den Kaiser Franz narurhijiorische Seltenheiten zu