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Baum
Baiimannshöhle,
Größe entfernt hatten, beweisen an ihren Gebäuden die vielen Derschröpfungen, dierunden, ausgeschweiften und getheilten Giebel, die gekuppelten Säulen, Fußgestclleu. a. Dinge, welche die Kunst zu PerikleS'S Zeiten nicht kannte. So hatte in Ita-lien eine neue Periode der Baukunst begonnen. Italienische Meister und nach Ita-lien geschickte junge Künstler brachten den römischen Geschmack insAuSland, dernach und nach an die stelle des gothischen trat. Seitdem erfuhr die Baukunst inverschied. Ländern Europas noch mancherlei Schicksale; sie stieg u. siel in verschied. ^Zeiträumen; doch äußert sich in der neuesten Zeit allenthalben ein rühmliches Be-^streben, die Kunst ihrer wahren Vollkommenheit näher zu bringen. S. Stieglitz, j„Gesch. d. Baukunst" (Nürnb. 1828); Hirt, „Gesch. d. Baukunst bei d. Alten" ^(Bert. 1827, 3 Th., 4., m. Kupf.), u. Jak. Murphv, „Üb. d. Grundregeln der go-!lhischen Baukunst", a. d. Engl . von^Engelhard (Darnist. 1829, 4., m. Kpf.).'
Bau m. 1) Gewächse, die mit«tamm und Ästen mehre Jahre dauern, und lderen Wurzel, Stamm und Zweige holzig sind. Gewöhnlich hat ei» Baum Einen ^Stamm, der sich nur oben in Aste u. Zweige verbreitet, dagegen der Strauch mehre,,Stämme aus einer Wurzel treibt, zumTheil auch von unten auf mirÄsten ».Zwei-!gen besetzt ist. Beide Gewächsarten gehen in einander über, und mancher Strauchbildet sich unter gewissen Umständen entweder von selbst oder mit Hilfe des Men-'schen zum Baum, sowie umgekehrt mancher eigentliche Baum unter Umständen zueinem Strauche wird. Der Baumstamm, sowie die im Bau ihm ganz ähnlichenÄste u. Zweige, bestehen aus verschied. Lagen, wovon die 1. die Rinde, die 2. dasHolz und die 3. das Mark genannt wird. So lange der Baumstamm überhauptoder ein Baumzweig insbesondere noch jung und weich ist, dehnt er sich in die Länge ^u. Dicke auS; wird er aber allmälig härter, welches von unken nach oben geschieht, ^so nimmt die Ausdehnung in die Länge immer mehr ab und hört endlich bei voll- ,kommener Verhärtung (Verholzung) ganz auf. Alles völlig ausgebildete Holz dehnt -sich weder in die,Länge noch in die Dicke weiter aus. Dennoch nimmt sowol derStamm als die Äste an Dicke zu. Dies geschieht aber durch keine Ausdehnung vonInnen nach Außen, sondern dadurch, daß sich neue Holzlagen vonAußen ansetzen.Diese Holzlagen bilden sich aus der Rinde, deren das Holz zunächst umgebendeTheile (Bast) sich zu ganz dünnen u. seinen Blättchen verdicken, welche den sogen.IahreSring bilden. Wenn man einen von aller Rinde entblößten Baumstamm mitStroh dergestalt umwindet, daß dieses noch einen Raum zwischen sich und demStamme läßt, alles Eindringen der Luft und Eonne aber verhindert wird, so bil-det sich nach zwei Jahren aus den gallertartigen Erhebungen, die aus den Fiberndes Splints hervortreten, eine neue Rinde. Auch an Höbe und Größe der Kronenimmt der Baum jährlich zu. Dies geschieht aber ebenfalls, wie bei dem Zuneh-men an Dicke, durch ein wirkliches Hinzukommen neuer Theile, die sieb den altenansetzen. Die dünnen jährigen Zweige führen nämlich den an ihnen befindlichenAugen oder Blattknospen Nahrungsßifte zu, wodurch dieselben zu neuen Zweigenausgebildet werden, welche sich so lange nach allen Richtungen ausdehnen, bis siesich allmälig von unten nach oben verhärten. Auf diese Weise lebt oder wächst derBaum fort, bis er allmälig abstirbt. — 2) Eine Anzahl starker, durch Kenen mireinander verbundener Balken, mittelst welcher ein Hafen geschlossen wird.
Bau mannShöhle, eine natürliche Höhle auf dem Harz , im Fürsten-thum Blankenburg, am linken Ufer der Bode, 2 Stunden vou Blankenburg undZ Stunde von Elbingerode entfernt. Sie liegt in einem Kalkgebirge und bestehtaus 6 Abtheilungen (die vielen kleinen istcht gerechnet), welche überall mit Tropf-stein oder Stalaktit überzogen sind, dessen erdige Bestandtheile das allenchalbendurchdringendcWasser mit sich führt und als kalkigen Stein ansetzt. Alle 6 Höhlenhalten zusammen 758 braunschw. Fuß Länge. Der Eingang ist 136 F. uoer derSohle des BodethalS erhoben. Die erste Höhle von 31 F.Höhe ist die größte und