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Erster Band. A bis Bl.
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BauHm (Schlacht bei)

und in einer kath. Kirche in ihrer Spräche Gottesdienst gehalten wird. Das DomstiftS.-Pctri hat 18 Glieder und 10,500 Unterthanen. Der Dechant ist Bischof i>> -

til,n8und das kirchl. Oberhaupt aller Katholiken in der Oberlausitz . Das Stift hatdas für die kleine kath.-deutsche Gemeinde hinreichende Drirttheilder Hauptkirche mitdem Hochaltar inne, das schiff derselben dient der luth. Sradtgemeinde zurPfarr-kirche, und der gegenseikigeDuldungSgeist beider Parteien hat in neuern Zeiten jedevon diesem Verhältniß zu besorgende Störung zu verhüten gewußt. Auch an dem durchguten Ruf ausgezeichnete» luth. Gymnasium und an dem Seminarium nehmen dieKatholischen Theil. Die Einw.verfertigenTücher, Barchente, Cattune und Strumpf-waaren, mit welchen, wie auch vorzüglich mit Leinwand und Wolle, ein bedeutenderHandel getrieben wird. Die bautzner Papiermühle und die Lederfabrik sind bekannt.An den Schlachtkagen vom 20. und 21. Mai 1813 blieb, nach einer zum VortheilNapoleons getroffenen Übereinkunft, die Stadt selbst aus der Linie des Gefechts,und nur ihre öffentlichen Gebäude wurden durch das Beherbergen der Verwundetenauf lange Zeit unbrauchbar. 1).

Bauhen, Schlacht bei B. und Wurschen, am 20. und 21.Mai 1813.Nach der Schlacht bei Groß-Görschen (f. Lützen) am 2. Mai war Napoleon imBesitze von Leipzig, hinter ihm lag Wittenberg und seitwärts Torgau . Daher zogsich das Heer der Verbündeten, unter dem Gen. Grafen Von Wittgenstein, welchersich nicht für stark genug hielt, um die Schlacht mit sicherm Erfolg am 3. zu er-neuern, in 2Colonnen, die Blücher und Pork führten, gedeckt durch die zahlreicheReiterei und den Nachrrab unterMiloradowitsch, überDresden, Meißen und Mühl-berg, am 8. und 9. auf das rechte Elbufer zurück. Napoleon , dem es an Reitereifehlte, rückte nur langsam nach. Er besetzte Dresden am 8. Abends, und die Neu-stadt am 11. Das Heer der Verbündeten aber nahm am 14. eine durch Natur undKunst befestigte Stellung bei B. am rechten Ufer der Spree . Zu demselben warennach und nach an 25,000 M. frische Truppen, theils Preuße» unter Kleist , theilsRuffcn unter Barclay de Tolly , gestoßen, sodaß es an 96,000 M. (68,000 Russenund 28,000 Preußen) zählte. Auch Napoleon , der jetzt Meister der Oberelbe vonWittenberg und Torgau bis an die böhmische Grenze war, verstärkte seinHeer durchSachsen, Würtemberger, Baiern und neue Bataillone (aus Frankreich und Italien )bis auf 118,000 M. Das 3., 5. und 7. Corps (Ncy, Lauriston und Reynier),welche anfangs unter Ney von Torgau aus gegen die Marken ihre Richtung nehmensollten, wurden in dem Augenblicke zurückgerufen, als Napoleon sich überzeugte,daß die Verbündeten bei B. eine Schlacht liefern würden. Bei dieser Stärke desfranz. Heeres konnte der AuSgang der Schlacht nicht zweifelhaft fein; allein Preu-ßen wollte für feine Rüstungen in Schlesien Zeit gewinne»; sodann lag es in demSystem der Verbündeten, dem Feinde das Terrain so viel als möglich streitig zumachen, und Europa , vornehmlich Ostreich, zu zeigen, daß durch die Schlacht beiLützen das Heer weder moralisch noch physisch außer Stand gefetzt worden, demFeinde die Stirn zu bieten. Außerdem wünschten die von Kampfbegier belebtenTruppen, sich mir dem Feinde wieder zu messen; dagegen würde ein fortgesetzterRückzug, ohne Schlacht, das Heer entmukhigc und sein Vertrauen zu den Feldherrengeschwächt haben. 'Also beschlossen der Kaiser Alexander und der König FriedrichWilhelm in dem russisch-preuß. Hauptquartier zu Wurschen , einem Dorfe östlich vonBautzen , wo sich auch dieGesandienvon England, Östreich undSchweden befanden,den Feind in der im siebenjährigen Kriege berühmt gewordenen Stellung zwischenHochkirch (s. d.) und Bautzen zu erwarten. Das Heer war hinter einer zweifachenReihe von Verschanzungen, in einer Ausdehnung von beinahe 2 Stunden, vorrheil-hast aufgestellt. Der linke Flügel lehnte sich an Hochkirchs bewaldeten Bergrücken,der sich oberhalb des steilen Spreeufers bis au die nahe böhmische Grenze hinzieht;das Mitteltreffen war durch Sümpfe, verschanzte Dörfer, die Anhöhen bei Burg,