Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bautzen (Schlacht bei)

das durch Pallisadirung befestigte B. und das tiefe Bette der Spree gedeckt; derrechte Flügel stützte sich an befestigte Hügel, welche die Übergangspunkte über dieSpree beherrschten. Allein dieser Flügel konnte umgangen werden, und seine Ver,bindung mit den übrigen Armeerheilen war durch eine Menge Teiche sehr erschwert.Da nun Napoleon den Vortheil der Übermacht hatte, so war der Sieg strategischihm gewiß. Hätten aber auch die Allurten den Sieg erkämpft, so konnten sie ihnbei ihrer geringen Zahl nicht benutzen. — Schon bei dem ersten Vordringen desfran;. Heeres auf der Straße von Dresden nachDautzen kam es zwischen dem Nach-trab unter Miloradowitsch und dem Marschall Macdonald, der den sranz. Vortrabführte, am 11. bei Bischofswerda , und noch mehr ain 12. beim Kapellenberge, zueinem hitzigen Gefechte, wobei jenes Städtchen von den italien . Scharen geplündertund gänzlich in Asche gelegt wurde *). Napoleon verließ Dresden , wo er am 16.dem von Östreich au ihn gesandten General Grasen Bubna die Versammlung einesFriedenskongresses zu Prag vorgeschlagen hatte, erst am 18. Mai. Am 19. über--zeugte er sich von der taktischen Klugheit, mit welcher die Verbündeten ihrLager ge-wählt und befestigt hatten; allein schon war sein Plan gemacht, denFeind auf seinerrechten Flanke zu überflügeln. Zn dieser Absicht hatte er bereits am 18. dieDwisionPery nachKönigswartha entsendet, um die Verbindung mildem vonHoyerSwerdaheranrückenden Corps des Marschalls Ney zu eröffnen. Dagegen setzten sich vonSeiten der Allurten i» der Nacht zum 19.18,000 M. Russen unter Barclay, und5600 Preußen unter Pork in Marsch. Barclay stieß am 19. Mittags bei KönigS-warrha auf Lauriston und schlug ihn; 2 Stunden später bestand Pork 1 Stundedavon, bei Weissig, ein heftiges Gefecht mit dem Marschall Ney, den er bis zumAbend aufhielt. Allein die Vereinigung des 3. und 5. Corps und ihre Verbin-dung mit dem Heere unter Napoleon , wodurch die rechte Flanke der Stellung derVerbündeten gewissermaßen schon überflügelt war, konnte nicht verhindert werden.Barclay und Pork zogen sich daher in der Nacht auf die Hauptarmee zurück, woBarclay mit 14,000 M. auf dem rechten Flügel sich aufstellte und den Windmüh-lenberg vor dem Dorfe Gleina besetzte. Am 20. früh einwickelte sich Napoleons Angriffsplan. Das franz. Heer ging auf mehren Punkten über die>Lpree; Oudi-not ruckte gegen den linken Flügel der Verbündeten vor; Ney und Lauristo» be-drohen» den rechten von Weissig her und gingen bis gegen Klip vor, während das7. Corps unter Reynier von Kalau her HoyerSwerda erreichte; im Mittelpunkte,wo Soult den Oberbefehl hatte, begann um 1 Uhr Mittags der erste Angriff vonMacdonald und Marmonr auf die von Wittgcnstein und Blücher vorgeschobenenAbtheilungen, welche unter Miloradowitsch und Kleist in und bei B. ausgestelltwaren. Erst um 6 Uhr Abends besetzte das 6. Corps unter Marmont die vomFeinde verlassene Stadt B. und bemächtigte sich hierauf am späten Abend derAnhöhen von Niederkayna; am längsten widerstand Kleist auf den Anhöhen beiBurg dem Angriffe des 4. Corps unter Bertrand; doch nach Zurückweisung allerFrontalangriffe mußte er Abends 9 Uhr nach Litten zurückgehen, da ihm nachder Besetzung der Höhen von Niederkayna durch das 6. Corps eine überlegeneMasse des Feindes im Rücken stand. Napoleon war jetzt im Besitze des Spree-thals und nahm sein Haupkguarkier in Bautzen . Am folgenden Morgen wurdezuerst der linke Flügel der-Verbündetcn, den jetzt Miloradowitsch befehligte, ange-griffen; nach dem heftigsten Gefechte aber, am Mittage, ließen die Franzose» aufdieser Seite vom Kampfe ab. Unterdessen hatte Neu bereits den rechten Flügel derVerbündeten aus seiner gestrigen -Stellung zurückgedrängt, sich der Höhen vonBarulh bemächtigt und durch die Wegnahme des Dorfes Preintz, im Rücken vonDlücher's rechtem Flügel, die Verbindung des Barelay'schen Corps mit Blucher, -wel-*) Napoleon versprach den Brandschaden zu ersetzen, und ließ der Sradt unge-fähr 25,(wo Lhlr. anweisen.