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Erster Band. A bis Bl.
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Bavius

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Bayard

cher dcs Centrum an den klein-bauhner und kreckwitzer Bergen befehligte, aufge-hoben. Zwar nahm Blücher das Dorf wieder; allein mit aller Macht in seinerFronte angegriffen, wo der Feind den Schlüssel der feindlichen Stellung, die 'An-höhen von Kreckwitz, erstürmte, während auf dem rechten Flügel Preiritz wiederverloren ging, und Nev immer weiter in die Flanke und den Rucken von Barclayund Blücher vordrang, sah sich der Letztere in der Nothwendigkeit, entweder seinMitteltreffen noch mehr durch Truppenabsendungen nach dem rechten Flügel zuschwächen — worauf Napoleon dessen Verbindung mit dem linken Flügel ganzdurchbrochen und die Allürten von der böhmischen Grenze abgedrängt haben wurde— oder den Rückzug nach Purschwitz anzutreten. Da nun um dieselbe Zeit das7. Corps bei Gleina eingetroffen und sogleich in der Richtung nach Weißenberg —in Bluchcr'S Rücken — vorgeschoben worden war, so wagten die Heerführer derVerbündeten es nicht, durch Verwendung der Reserve gegen den nun concentrirtenFeind, das Heer einem entscheidenden Schlage auszusetzen, sondern ordneten um4 Uhr Nachmittags, als sie noch alle Vortheile der Behauptung des GebirgS aufden, linken Flügel in ihrer Gewalt hatten, den allgemeinen Rückzug an. Das Heerführte denselben, in 3 Colonnen über Weißenberg und Löbau nach Görlitz undSchlesien, in solcher Ordnung aus, daß Napoleon keine wettern unmittelbarenFrüchte seines mit vielem Blute errungenen Sieges erlangen konnte. Das Schlacht-feld war mit Todten bedeckt und wurde von 30 brennenden Dörfern erleuchtet.Zwar gab der franz. Bericht den eignen Verlust nur zu 12,000 M. an, allein erbestand nach den Listen in ungefähr 8000 Todten und 18,000 Verw.z die Ver-bündeten hatten etwas über 8000 M. (nach Andern 12,000 M.) an Todten undVerwundeten verloren, und mehr Gefangene gemacht als der Sieger. Doch umden Siegesmuth seiner Völker zu erhöhen, verordnete Napoleon am 22. Mai, daßzum Andenken der Siege bei Bautzen und Würstchen auf demMont CeniS ein Denk-mal errichtet werden sollte, das seine Dankbarkeit gegen die Völker Frankreichs undItaliens bezeugte. Er bestimmte dazu die Summe von 25 Mill. Fr. Allein weitmehr hatte die von den verbündeten Truppen bewiesene Tapferkeit und die Klugheitder Heerführer das Vertrauen und den Muth der Deutschen erhöht. Zwar drängteNapoleon dem russ-preuß. Heere nach; allein am 22. widerstand ihm der Nach-trab, den Miloradowitsch führte, wobei Duroc tödtlich verwundet wurde, und beiHaynau erlitt Ney's Vortrab unter Maison am 28. eine Niederlage von Blücher'SNachtrab. Hierauf zog sich, gegen Napoleons Erwarten, das russisch-preuß. Heer,über welches jetzt an Witgenstein'S stelle Barclan de Tolln den Oberbefehl über-nahm, nicht auf Breslau, sondern seitwärts auf Schweidnitz zurück, wo dasselbeam 29. Mai das verschanzte Lager von Pülzen bezog ; Lauriston aber besetzte, nachdem Gefechte bei Mark-Neukirchen, am 1. Juni ohne Widerstand Breslau . Jenedrohende und zugleich gesicherte Aufstellung der Allürten in der rechten Flanke desfranz. Heeres, der Verlust, den dieses erlitten, und die fliegenden Corps, welcheNapoleons Verbindungslinie mir Frankreich in Sachsen störten, bewogen jetzt densran^ Kaiser, den ihm von den Alliirten nach dem Gefechte bei Havnau angetrage-nen Waffenstillstand, wozu er selbst, bereits am 18. Mai, die erste Eröffnung anden Kaiser von Rußland gemacht hatte, einzugehen. Dieser kani am 4. Juni indem Dorfe Pläswitz bei Jauer zu Stande. (Vgl. Russisch -französischerKrieg 1813 sg.) k.

Bavius (Marcus) und sein Geistesverwandter Mävius, als zweielende Versemacher und anmaßliche Kunstrichter noch jetzt berüchtigt. I» derneuern Poesie wird besonders Bavius (Bav) als Vertreter des Ungeschmacks, kurz-sichtiger Krnelei und schlechter Vei-ökunst verhöhnt.

Bayard (Pierre du Terrail , Herr v.), genannt der Ritter ohne Furchtund Tadel, geb. 1476 aufdem Schlosse Bayard bei Grenoble , vielleicht der einzige

Conversations - kericon. Bd. I. 46