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schah 1170. Nur mit vielen Opfern gelang es dem Könige, den furchtbarenBannsirahl, der für diesen Frevel England drohte, abzuwenden; B. aber wardzwei I. darauf, als ein Pchrtyrer des Glaubens, unter die Heiligen vom erstenRange perfekt. 1221 ließ Heinrich I I I. seine Gebeine in eine eigne Capelle bringen, !wohnt Gläubige in großer Anzahl wallsabrteten und fromme Gaben brachten, sWahrlich ward ei» großes Fest, und alle fünfzig Jahre ein Jubiläum gefeiert. Dies 1dauerte bis aufHeinrich der nach feiner Trennung von der römischen Kirche ,
nicht dulden konnte, daß man einem Bischöfe solche Ehre erwies, der der königl. ^Gewalr entgegengearbeitet hakte. Er bemächtigte sich des reichen, in B.'s Capelle >aufgehäufte» Schatzes, ließ den Heiligen vor seinen Gerichtshof laden, und de»>ier ausblieb, als Verräther verurtheilen. Sem ftdame ward aus dem Calender;gestrichen, die Feier seines Festes untersagt, seine Gebeine wurden verbrannt undin die Winde gestreut. '
Be ck in a n n (Johann), fast 45 I. lang Professor der Philosophie und Leh-rer der Ökonomie, Technologie, Kameral-und Polizeiwissenschaft, dRineralogieu. s. w. in Göttingen , wurde zu Hopa 1739 geb., wo sein Vater, Steuerein-nehmer und Postmeister, sich nebenbei mit der Bearbeitung eines kleinen Grund-stücks beschäftigte. Dies scheint dem Sohne Liebe für die Feldwirihschaft einge-flößt zu habe». Er verlor seinen Vater frühzeitig. Seine Mutter schickte ihn aufldie Schule in Stade und übergab ihn der Leitung des Rectors Gehlen. Er wurdezum Prediger bestimmt, änderte aber in Göttingen 1559, vielleicht aufHoll-amann's Rath, oder durch den Unterricht der Mathematiker Kastner und Mayer;veranlaßt, seinen Einschluß und wendete sein Studium auf Naturwissenschaftund deren nützliche Anwendung für den bürgerlichen und Staatshaushalt. 1703 inahm er, auf den Antrag des Geographen Busching, die S kelle eines Professorsder Phvsik und Naturgeschichte am lutherischen Gymnasium zu Petersburg an. jAls aber Busch ng Petersburg verließ, legte auch B. seine Stelle nieder und"machte eine Reise nach Schweden , um sich eine genaue Kenntnis; der dortigen Berg-'werke und ihrer Bearbeitung zu verschaffen. In Upsala benutzte er längere ZeitLinne's Umgang und Unterricht. Aus Büscbing's Empfehlung ward er 176s zumProzessor in Gottingen ernannt, wo er mehre Werke überNarurwissenschast undLandwirkhschaft herausgab und letztere zuerst in eine wissenschaftliche Form brachte.Sein Ruf zog viele Studirende nach Göttingen . Er starb den 4. Febr. 1811,als Mitglied fast aller gelehrten Gesellschaften Deutschlands und der nordischenReiche. Man hat von ihm eine Zahl von Lehrbüchern über die verschiedenenWissenschaften, die er vortrug, unter dem Titel von Grundrissen, Anleitungen>i. dgl. Von seinen übrigen Schriften nennen wir die „Geschichte der Erfindungen"(Leipz. 1780 —1805, 5 Bde.).
Bed a, mit dem Beinamen Vene,.ckülls, der Ehrwürdige, ein angels,ichsi<scher Mönch und Schriftsteller, geb. 672 z» Girvy im BiSthum Durham, gingschon im 7. I. ins St.-Peterskloster zu Weremouth. Hier ward er erzogen undstudirte, ward Diakonus, PreSbvrer und starb 735, ohne es je verlassen zu haben.Er halte Alles gelesen und gelernt, was man zu seiner Zeit in lat.-Lchnftstellernlesen und lernen konnte. Unter seinen Schriften, die alle lateinisch sind und siehüber Grammatik, Rhetorik, Mathematik, Physik, Chronologie, Geschichte,Bibele, klärung u. s. w. verbreiten, ist die wichtigste eine englische Kirchengefchichtevon Cäftu 's Landung bis zum Könige von Norrhnmberlaiid Ceolulf, 731 ». Chr.Sein „Chroniken " (Jahrbuch der Weltgeschichte) ist merkwürdig, weil B. darinziier.l die .1.»» <'.l>ri-it!i»,-, (Jahre von Chr. Geb. an) »ach der Bestimmung desrömischen Abtes Dionvsius EyignuS zum Grunde legte, und diese 4er,> dadurchim Occident eingeführt ward. B. verdankte man auch die Beschreibung des ver-lorenen Dionyftanischen Cyklus. Aus seinem Grundrisse derDialecrikhaben Aleuin