Bebdoes Bedingung 141
lind Spätere geschöpft. Seine Werke erschienen sinnmtlich zuerst Parts 1521,8 Bde., Fol., nachher besonder? Basel 1583, 8 Bde., Fol.
Beddoes (Thomas), Llrzt und Schriftsteller, geb. 1751 zu Schisnal mShropftüre, starb 1808. -Von seinem Großvater erlogen, machte er schon aufder Schule glänzende Fortsei-itte in den classischen Studien; auch auf der Univer-sität 5>rford zeichnete er sich nicht allein durch gründliche Kenntnis, der alten Litera-tur, sondern auch durch eine seltene Bekanntschaft mit den neuern Sprachen aus.Die großen Entdeckungen in der Nakurlehre, der Chemie und Phrsiologie zogenihn unwiderstehlich an. Er sitzte seine Studien in London und Edinburg mit Bei-fall fort. In seinem 26. I. promovirte er zu Oxford , besuchte darauf Pari?, umLavoifter'S Unket richt zu benutzen, und ward, nach s ilier Rückkehr, zum Professorder Chemie in Oxford ernannt. Hier gab er treffliche chemische Abhandlungen undBeobachtungen über den Skorbut, den Blasenstein u. s. m. heraus. Bald aberfesselte ihn die glänzende Außenseite der franz. Revolution dergestalt, daher, umseinen Sinn für Freiheit durch Nicht? beschränkt zusehen, seine Stelle niederlegteund sich auf? Land zu einem seiner Freunde, Revnolds, begab. Hier arbeitete erseine Bemerkungen über dasWesen der Mathematik au?, worin er zu beweib n sucht,das diese Wissenschaft auf der Evidenz der Sinne, und die (Geometrie aufExperi-mcnken beruht. Dann erschien seine „Geschichte te? Isaak Ienkins", die daraufberechnet war, der arbeitenden Classe LebenSregeln und Littenlehren in anziehendemGewände mitzutheilen. Von dieser treffliche» Volksschrift wurden in kurzer Zeitübet- 40,000 Exemplare verkauft. Nachdem er 1791 sich verheirathet hatte, machteer den Plan einer Anstalt, durch künstliche Luftarten mehre Krankheiten, besondersdie Lckwü dftcbt, zu heilen. Durch te? bekannten Wetgwood Unterstützung ge-lang e? ihm, diese Anstalt 1798 eröffnen zu kennen. Er nahm als Aufseher desGanzen einen jungen Mann, Oumphry Davt), an, dessen nachmaliger Ruhmhier gegründet ward. Indes zeigte sich, daß der Hauptzweck der Anstalt nickt er-reicht werd n konnte, und B.'S Eifer erkaltete endlich so sehr, daß er ein Jahr vorseinem Tode sich gänzlich zurückzog, nachdem er eine Menge gründlicher Lchritkenüber die Anwendung künstlicher Luftarten herausgegeben hatte. In den späternI. seine? Leben? erwarb er sich den Ruf de? geachtetsten medieinischen Volkssckrift-steller? in Großbritannien , insbesondere durch seine „Hvgiea" in 3 Bdn., ein ge-meinnützige? Werk, das sieh auch durch eine gute Darstellung empfiehlt. -Leinepatriotischen Flugschriften, von 1795 — 97, sind vergessen.
Bedeckter Weg, der äußerste Wallaana Zwischen der äußern Graben-böschung (Contrescarpe) und dem freien Felde einer Festung. Seine Brustwehr,die Feldabdaebung, Glacis, läuft allmälig nach dem Felde zu ab. Er verschaffteine sichere Gemeinschaft um die ganze Festung, erleichtert die Ausfälle und ihrenRückzug, auch die Ausnahme von HulfStruppen, zwingt den Feind, seine Be-lagerungSarbeiten in einer sehr großen Entfernung anzufangen, erschwert die An-näherung de? Feindesund die Errichtung der Breschbattcrien, xind deckt durch seineBrustwehr die hinter ihm liegenden Werke.
Bedingung, im Allgemeinen jede Voraussetzung, unter der etwa? An-dres vorgestellt wird; so redet man von einer logischen Bedingung, d. i. die Vor-aussetzung, unter welcher man Etwas von einem Begriffe aussagt oder urtheilt,und von der realen Bedingung, unter welcher ein Ereignis, eine Begebenheit wirk-lich wird. Au? der erster» entspringen die logisch bedingten Sätze und Lcblusse.In metaphvsiseher Hinsicht setzt z. B. die Veränderung der Bedingungen etwasBeharrliches voraus, an dem sie erscheinen! eine Begebenheit, eine Ursache,woraus sie entsteht, und das Zugleicksein der Dinge ihre Wechselwirkung. Oierist da? Beharrliche der Grund, welcher vorausgesetzt werden muß, wenn Etwaswechselt; Ursache der Grund, woraus das Entstehen eines andern Dinge? begriffen