Beelzebub Beerdigung 74?
Nchkeit sind solche, von deren Befriedigung das zufriedene und ruhige bebenabhängt; Bedürfnisse des Wohllebens, deren Befriedigung das menschlicheWohlsein erhöht. Die beiden letzter» werden entbehrliche genannt, weil derMensch auch ohne sie leben kann. Der Grad der Tauglichkeit der Dinge zur Be-friedigung der Bedürfnisse heißt ihr Bcdürfnißwerth, und da nothwendigeBedürfnisse zu befriedigen für den Mensche» wichtiger sein muß als embehr-liche, so haben die Güter der Nothwendigkeit eine» größer» Bedürfnißwerthals die der Bequemlichkeit, und diese einen größer« als die des Wohllebens,obgleich letztere einen größer» Tauschwenh haben können. («. Werth lindTauschwerth.)
Beelzebub, hebräisch der Fliegenaott, ein Abgott der Moabüer oderSyrer, unter dem in der Bibel der oberste Teufel verstanden wird.
Beer (Michel), von Andern Michel Be rr genannt, ein jüdischer Gelehr-ter in Paris , geb. 178 t in Nanco, trat, der Erste feiner Religion, als Advocar auf.Seine Erfolge in dieser Laufbahn waren glänzend; allein er widmete sich bald aus-schließend der Literatur, und hatte die Ehre, welche in Frankreich noch keinemIsraeliien widerfahren war, in die gelehrten Akademien Frankreichs aufgenommenzu weiden. Er wurde Mitglied der königl. Gesellschaft <l,>e „niign.fiivz. derphilotechnischen Societät, der Akademien von Nancy, Strasburg, Nantes undGöttingen. Napoleon berief ihn 1807 zu der großen Zusammenkunft jüdischerNotabeln, welche über den zu verbessernden Zustand dieses Volks Rathschläge er-theilen sollten; und dieser Sanhedrin wählte ihn zum Secretair. Bei der Errich--tung des Königreichs Westfalen wurde er wegen seiner Kenntniß beider Sprachenals Bureauchef im Ministerium des Innern angestellt. In der Folge erhielt erim franz. Ministerium des Innern eine Anstellung; auch trug er im pariser Ailwne«;einen EursuS über die teutsche Literatur vor. Von seinen zahlreichen Schriftenführen wir nur ein üe älr. (llnirle-i >le Vilwro" an.
Beerdigung, das Begraben eines menschlichen Leichnams in die Erde.Schädlich ist die Beerdigung in Kirchen und gemauerten Grüften; zu früh ist dieBeerdigung, weitn sie vorgenommen wird, ehe man durch hinlängliche Zeichenweiß, ob der Mensch wirklich und nicht bloß scheinbar todt ist, in welchem letzter»Falle er im Grabe zu einem schrecklichen Zustande wieder erwachen könnte. Dieszu verhüten, muß die Sorge einer wohleingerichteten Polizei sein. Schon dieältern Völker bestrebten sich, durch mancherlei Vorkehrungen mit den Todten vonihrem wirklichen Tode überzeugt zu werden. Die alten Ägvpter ließen sie eiiibalbsamiren, die Römer schnitten den einen Finger ab, ehe sie sie verbrannten, andreVolker ließen sie vielmals waschen und salben. Wie die Behandlung der Todtenbei uns in einigen Gegenden Deutschlands ist, kann es geschehen, daß noch Lebenin ihnen schlummert, wann sie begraben werden. Nie sollten daher Beerdigungenstattfinden dürfen, bis sich die gewissesten Merkmale der Fäulniß eingestellt haben;wenigstens sollte man im Winter 3 und im Sommer 2 volle Tage warten. Amsichersten wäre es, eine Todtenschau einzuführen, vermöge welcher ein vom Arztunterrichteter Mann, oder in dessen Ermangelung die gewöhnliche, hierzu besomders unterrichtete und in Pflicht genommene Leichenfrau, dazu angestellt würde,jeden Todten zu verschiedenen Malen genau zu untersuchen, sodaß keiner eb-rr be-graben werden dürfte, als bis das Zeugniß des LeichenbeschauerS den wirklichenTod des Verstorbenen bestätigte. In manchen Fällen ist das längere Aufbewahrendes Todten im Hause freilich lästig, auch wol gefährlich, z. B. bei ansteckendenKrankheiten, bei gänzlichem Mangel an Raum im Hause. Daher wäre es sehrzweckmäßig, wenn überall, wie in Weimar , Todtenhäuser dazu eingerichtet wur--den, wohin Jeder seine Todten gleich nach den ersten Stunden bringen könnte,wo im Fall obwaltender Zweifel alle Mittel zu deren Wiederbelebung anzuwenden