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Begrüßung
male derselben (Dasjenige, was eine Sache dergestalt von der andern unterscheidet,daß der Verstand beide mit einander nicht verwechseln kann) aufgefunden und unsgehörig verstnnlicht haben. Es erhellt aus sich selbst, daß, um Begriffe bekommenzu können, wir des Bewußtseins bedürfen, weil ohne ein solches durchaus keinBegriff möglich ist. Sinnliche Begriffe sind in demjenigen Ergebnisse begründet,welches durch die Wirkung der Gegenstände auf die Sinne hervorgebracht wird.Empirische Begriffe sind solche, die Merkmale in sich fassen, welche sich ausErfah-rungSgegenstände beziehen. Die reinen Begriffe sind wiederum reinsinnliche Be-griffe, deren Gegenstände in der reinen Anschauung liegen, wie z.B. Dreiecke; oderreine Vcrstantcsbegriffe, wie z. B. Ursache. Letztere sind entweder reine Stamm-begriffe des Verstandes (Kategorien, Elementarbegriffe, Prädicate) oder abgeleiteteVerstandesbegriffe (Prädicabilien, Schemata), welche letztere durch die Verknüpfungmehrer Kategorien unter sich und durch Beziehung derselben auf reine Anschauungoder auf Empfindung überhauptenkstehen. Transscendental heißen Begriffe, wenndie Formen derselben so beschaffen sind, daß ihnen kein Stoff in der Anschauungund Erfahrung angemessen sein kann, daß sie mithin alle Möglichkeit der Erfah-rung übersteigen und in der Sinnenwelt kein ihnen entsprechender Gegenstand vor-handen ist, wie z. B. Wesen aller Wesen. Problematisch heißt ein Begriff, wennweder die Möglichkeit noch die Unmöglichkeit seines Gegenstandes erkannt wird;unmöglich, wenn er sich selbst oder dem Gegenstände widerspricht. In Hinsichtaufdie Form unterscheidet man j) die Quantität der Begriffe. Diese begreift dieEztension oder den Umfang (Sphäre), welchx das Gebiet ist, über welches sich derBegriff erstreckt, und die Inteission (Eomprehension) der Begriffe. Letztere ist derInbegriff aller Merkmale, welche indem Begriff überhaupt gedacht werde», z. B.ein von 3 Linien eingeschlossener Raum. Hierbei ist die Regel der Logiker zu be-merken : je größer die Intension, desto geringer die Extension, und umgekehrt.Je mehr Merkmale ein Begriff hat, auf desto weniger Gegenstände erstreckt er sich.2) Die Qualität der Begriffe betreffend, so sind sie positiv, insofern sie bejahen,negativ, insofern sie Etwas verneinen. 3) Der Relation nach sind die Begriffeabsolute, in welchen ein Gegenstand für sich und ohne Beziehung auf einen an-dern, relative, in welchen das Verhältniß eines Gegenstandes zu einem andernvorgestellt wird. 4) Der Modalität nach, d. i. in Beziehung auf das Erkenntniß-vermögen, ist ein Begriff klar und deutlich, oder dunkel und verworren. Die Deut-lichkeit aber hat verschiedene Grade. Analytische Begriffe sind solche, welchedurch Zergliederung gewisser Vorstellungen, synthetische, die durch Verknü-pfung derselbe» gewonnen werden.
Begrüßung nenntman diedurch Sitte, Gewohnheit oder stillschweigendeÜbereinkunft gewöhnlich gewordenen Zeichen, durch die man Andern ini Umgängeseine Achtung, Liebe, Ergebenheit oder Wohlwollen zu erkennen gibt. Gruß, Grü-ßen, kommt von dem plattdeutschen Gröten, groß machen, her. Also: Gottgrüßedich! heißt: Gott mache dich groß (beglücke, segne dich)! Bald besteht dieBegrüßung in gewisse» Gebärden, bald fügt man diesen stummen Zeichen der Ge-sinnung noch eine ausdrückliche Versicherung oder eine Wunfchformel bei. DieVerschiedenheit geht oft so weit, daß Das, was bei einem Volke als Höflichkeits-bezeigung oder als vorzügliche Artigkeit gilt, bei einem andern für ein Merkmal derUngesthliffenheit gehalten wird. Wenn man es in den meisten deutschen Ländernfür eine Pflicht des Anstandes hielt und zum Theil noch dafür ansieht, Damen dieHand zu küssen, so gilt dieser Handkuß in Italien für ein Zeichen der Vertraulich-keit, die sich nur die nächsten Freunde erlauben dürfen. Dagegen lassen sich dierussischen Damen nicht die Hand, sondern die Stirn küssen und würden sich durchUnterlassung dieser Sitte oder durch den Handkuß beleidigt fühlen. Statt der indem protestantischen Deutschland üblichen Grüßformclu: Guten Morgen! Ihr