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Schaun Behandlung
der Etfersucht der geistlichen Orden manche Verfolgungen leiden und wurden bis:weilen mir denLollharden (s. Br ü derschafr en) verwechselt. Sie waren diePie-listen des Murelalrers. Jlm längsten erhielten sich die Beginnen in Deutschland ,wo sie bis zur Reformation unter dem Namen Seelenweiber, weil sie sich dei Seel-sorge ihres Geschlechtes anuahinen, beliebt waren, zind in den Niederlanden , woman noch gegen Ende des vorigen Jahrh, dergleichen zu Löwen gesehen hat. Unterdieselbe Elaste ohne päpstliche Berechtigung und ohne Regel zusammengetretener(Gesellschaften gehörten die Reuer und Retterinnen, Büßende, die im 12. und13. Jahrh, in Deutschland umherzogen, und die Fraticellen oder Freroten, meistReste der 1280 aufgehobenen Tertiarier vom Franciscanerorden in der Lombardei ,welche jedoch bald unterdrückt wurden. Noch jetzt giebt es hier und da in Deutsch-land Beguinenhäuser, welche jedoch nichts weiter sind als fromme Stiftungen,in denen unverheirathete Personen des weiblichen (Geschlechts aus den niedern Bür-gerclassen freie Wohnung erhalten und zuweilen auch noch andere Vortheile ge-nieße,.. II.
Behai m (Martin), aus derböhmischen Familie von Schwarzbach, welchesich im 9. Jahrh, in Nürnberg niedergelassen hatte, geb. zu Nürnberg gegen 1130,einer der gelehrtesten Mathematiker und Astronomen seines Jahrhunderts, hakte dieHandlung erlernt und reiste in Kausmannsgcschäften von 1155—79, trieb abernebenbei mathematische und nautische Wissenschaften, worin Regiomontanus seinLehrer gewesen sein soll. Von Antwerpen ging er 1180 nach Lissabon , wo manihn mit Auszeichnung aufnahm. Er machte auf der Flotte des Diego §an eineEntdeckungsreise und untersuchte die Zickeln an der Küste von Afrika bis an denFluß Zaire . Auch entdeckte er die Insel Fanal, wo er mehre Jahre lang sich auf-hielt und zur Entdeckung der übrigen Azoren beitrug. Dann zum Ritter ernannt,ging er in seine Vaterstadt zurück, wo er 1192 einen Erdgloben verfertigte, derindeß alle Spuren der damaligen Unbekanntschafr mit dem wahren Umfange derErde an sich trägt. Nach mehren Reisen starb B. 1.708 in Lissabon . Äliere spani-sche Geschichtschreiber behaupten, Laß er mehre Entdeckungen gemacht und sei-nem Freunde Colombo die Idee von dem Dasein eines andern Erdtheils gegebenhabe. Robertson (in der „Geschichte von Amerika ") und Andre widersprechen dieserBehauptung. Es fehlt an zuverlässigen Nachrichten.
Behandlung ist, in Beziehung auf das Ästhetische, die Art und Weise,einem Lätoffe, gemäß einer ästhetischen Idee und demnach entsprechend dem Zweckeschöner Kunst, eine Form zu ertheilen. Ist der Gegenstand glücklich gefunden, sagtGöthe , dann tritt dieBehandlung ein, die wir in die geistige, sinnliche und mecha-nische eintheilen möchten. Die geistige arbeitet den Gegenstand in seinem innernZusammenhange aus, sie findet die untergeordneten Motive: und wenn sich beider Wahl des Gegenstandes überhaupt die Tiefe des künstlerischen Genies beurthei-len läßt, so kann man an der Entdeckung der Motive seinen Reichthum, seine Fülleund Liebenswürdigkeit erkennen. Die sinnliche Behandlung würde» wir diejenigenennen, wodurch daS-Werkdurchaus dem-Linne faßlich, angenehm, erfreulich unddu , einen milden Reiz unentbehrlich wird. Die mechanische zuletzt wäre diejenige,die durch irgend ein körperliches Werkzeug auf bestimmt^ Stoffe wirkt und so derArbeit ihr Dasein, ihre Wirklichkeit verschafft. Regeln für die geistige Behand-lung, welche das Werk des Genies und die Frucht der Begeisterung ist, lasten sichnur sinken durch Erforschung derselben an den vollkonunenen Werken solcher Künst-ler, die mit Genie und Begeisterung darstellten. Im Allgemeinen ergibt sich dieFederung, ein in sich beschlossenesGanzeS ästhetischer Ideen in organischem Zusam-menhange harmonisch und mit lebendigster Anschaulichkeit vor die Einbildungskraftzu bringen. Das Dasein ästhetischer Ideen in des Künstlers Seele wird vorausge-setzt; die Gesetze für die geistige Behandlung sind demnach lediglich auf die Enssal-
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