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Erster Band. A bis Bl.
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Bcil

Beimin

war von 1786 —1802 sächsischer Legationssecretair und eine Zeitlang auch Charged'AffaireS am Hofe zu München . Als Orientalisch Astronom und Chemi'cr hater in mehren anderwärts eingedruckte» Abhandlungen die Resultate seiner Forschun-gen mitgetheilt, z. B. im ersten Theile von Adelung'S „Mithridates" und inZdeler'sWerk über die Sternnamen; noch nenne» wir seine Adhaudl. uber?lbul-feda'S bis dahin unerklärte Stelle so» der Länge von Fostatb, in den „Fundirubendes Orientü" (Bd. 1, S. 409 fg.), lind die Beschreibung des im mathematischenSalon zu Dresden aufbewahrten arabischen Himmelsglobus in Bode's „Assonom.Jahrbuch" für 1808. Eine Probe seiner metrologischen Forschungen gab er in derAbhandl. über den französ. Metre als materielles Mas; bewachtet (in v.Zach's„Mo-nath Correspondenz", 1803 u. 1804). 1829 wurde er emeritirt. 52.

Beil (Johann David), Schauspieler, geb. 1754 zu Chemnitz , erhielt«ine sehr mangelhafte Erziehung, Aber die Natur hatte ihn an Körper undGeist vortheilhaft ausgestattet und ihm einen glückliche» Leichtsinn gegeben. Frühentzückte ihn die Gewalt der Dichtkunst. Begebenheiten, welche in seiner Va-terstadt vorfielen, besang er mit komischer Laune. Die Erfüllung seines Wun-sches, in Leipzig die Rechte zu studiren, dankte er einem würdigen Offizier, derihn von jeher geliebt hatte. Die Vorliebe zu Platner'S Vortrage setzte indeß seinRechtsstudium zurück. Die Zwischenzeit widmete er der Dichtkunst. Aber dieLaunen des -Lpiclglücks gaben bald seinem Leben eine andre RichllMst undführten ihn dem Theater zu. Nachdem er bei der Seyler'schen Schauspieler-gesellschaft, welche sich eben in Leipzig befand, vergeblich eine Anstellung gesuchthatte, ging er zu einer Gesellschaft nach Naumburg . Hier spielte er Äste undZunge, Bediente, Fürsten, Bauern und Helden. Die Truppe ging nach Erfurt ,wo ihn der damalige Statthalter, Karl von Dalberg , kenne» lernte, welcher ihndem Herzoge von Gorha empfahl. B. ward 1777 Mitglied von, gorhaer Hof-theater und gefiel ausnehmend. Komische Charakterrollen der zweiten Gattung:Bediente, Bauern, Dümmlinge, gutherzige Bursche, waren sein Fach. 1779gab der Herzog das Hofthealer auf, und B. lies; sich bei dein nenzuerrichtendenkurfürstl. Theater zu Manheim anstellen. Gegen das Ende seiner Laufbahnward B. abermals von der Spielsucbt ergriffen, die er jedoch bald unterdrückte.Mißmuts) bemächtigte sich seiner Seele und zehrte endlich seine Körperkraft auf.Er starb 1794 im 40. Lebensjahre. Wir besttzen von B. verschiedene Schau-und Lustspiele (Zürich und Leipzig 1794, 2 Bde.). Iffland ward sein Biograph;s. deffen „Tbeateralmanach" von 1808.

BeilbriUf, der schriftliche Vertrag mit einem Schiffszimmermann überden Bau eines Schiffs; desgleichen die Vei schreibung über Gelder, die zumSchiffsbau aufgenommen m-mden.

Beilegen, in der Echisftrsprache, die Segel des-Schiffes so gegen einan-der richten, daß sich der Wind darin fängt und das Schiff mit gleicher Kraft vor-wärts und rückwärts treibt, wodurch solches zum Stillstehen gebracht wird. Diesgeschieht gemeiniglich bei eine:» heftigen Sturm, oder wenn das Schiff in einerGegend bleiben soll, wo man kein Anker auswerfen kann oder will. Man mäßigtdadurch nur dieKraft des Windes, macht aber das Schiff von der Strömung umso abhängiger. In solcher Lage ist eine nahe, zumal unter dem Winde gelegeneKüste sehr gefährlich. — Beilegen bezeichnet ferner das Hinansegel» an einandres Schiff, oder das Einziehen der Segel.

Beiram , gleichsam das Osterfest der Mohammedaner, welches unmittel-bar auf den Ramasan oder Fastenmonat folgt und 3 Tage dauert. Dasselbenimmt, wie der Ramasan , seinen Anfang, sobald von den dazu verordneten Per-sonen der Neumond verkündigt wird, und hat, als bewegliches Fest, das Eigen-thümliche, im Verlaufe von 33 I. in alle Jahreszeiten und alle Monate des I.