Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bekker (Elisabeth) BekleidungSmaterialien 761

zu Berlin , genoß er daselbst eines guten Schulunterrichts, besonders von G. L.Spalding auf dem grauen Kloster. Seit 1803 studirle er in Halle. Hier lehrteF. A. Wolf, dem in ?B. ein Schüler ward, den er selbst in der Folge für den ammeisten befähigte» erklärte, das Vermächtnis; seiner philologischen Wissenschaftanzunehmen und weiter zu fuhren. Nach 3jährigem Fleiße, wobei er auch dieneuern Sprachen sich aneignete, erhielt B. den Docrorgrad und wurde 1807 vonder preuß. Regierung zu einer philologischen Lehrstelle an der Universität zu Berlin bestimmt, deren Errichtung damals im Werke war, aber erst später zu Stande kam.Nach Antritt seiner Professur reiste er im Mai 1810 nach Paris , wo er bis zumDec. 181-blieb und die handschriftlichen Schätze der Bibliothek benutzte, haupt-sächlich für den Plaron collationircnd und für einige Redner und Grammatiker.Die'Akademie der Wissenschaften zu Berlin erwählte ihn 1815 zu ihrem Mitgliedeund sandte ihn mit dem Auftrage, für die von ihr beabsichtigte Herausgabe eines„lloi;>»x i»5Ci Psi»»»», ^r„ec„r»»>" die Papiere von Fourmont zu benutzen, wie:derunr nach Paris , von wo er noch im nämlichen Zahle zurückkehrte. 1817 trater eine gelehrte Reise nach Italien an, beauftragt, zunächst in Verona , mit seinemjuristischen College» Göschen die von Niebuhr in einem (Index , Pt»s ent-deckten Institutionen des Gajus ans Licht zu ziehen und sodann eine von der Aka-demie zu veranstaltende AuSg. dpS Aristoteles vorzubereiten. Zwei Winter brachteer in Rom zu, im Gebrauche der Bibliotheken ungewöhnlich begünstigt auf Ver-wendung seines Gastsreundes Niebuhr. Dann hielt er sich in Florenz, Venedig ,Neapel, Monke Casino, Cesena, Ravenna und Mailand auf. 1819 reiste erüber Turin nach Paris , brachte den Sommer 1820 in England, vorzüglich inOp-ford, Cambridge und London zu, und kehrte sodann über Leyden und Heidelberg nach Berlin zurück. Mit welchem Fleiß und Geiste er an allen diesen Orten wis-senschaftliche Schätze eingesammelt, ist aus dem bisher im Druck Erschienenen, wiebedeutend es auch sei, nur unvollständig zu ermessen. Es genüge hier, die „ 1»ce-dui.-> 3 Bde. grammat. Inhalts; Ausg. von Apollonius Dvskolus „Oe

;>>»»»»»»«" (vorher tu,gedruckt) lind „l)e x-ulaxi", von Theognis (um 150Verse vermehrt), von Koluthus, Demostbenes u. a. attischen Rednern, der Bi-bliothek des Photius, der Schölten zur Ilias ic., anzuführen.

Bekker (Elisabeth, Witwe Wolfs), eine Zierde der Holland . Literatur imFache der schönen Knuste. Wenig Schriftstellerinnen verbanden mit einem großenTalent so viel Würde und strenge Sittlichkeit, als es bei Elisabeth der Fall war.Um so größer war auch die Wirkung ihrer zahlreichen Schriften, von welchen mehre,besonders ihre Romane ,,Willem Leevend" in 8 Bdn.; „Briefe von A. Blankartan C, WildschuG und die „Geschichte von Sara Bürgcrhart" in der Holland . Lite-ratur für classisch gelten. Sie schrieb ihre wichtigsten Werke in Verbindung miteiner ihr nah verbundenen Freundin, Agathe Deken (s. d.), und es ist unbekanntgeblieben, wer von ihnen den größer» oder geringern Theil an der Zusammenstel-lung gehabt hat. Müller in Itzehoe hat einige dieser Schriften ins Deutsche über-setzt. Elisabeth war 1738 in Vlißingen geb. und starb 1804 im Haag. Ihreunzertrennliche Freundin im Leben folgte ihr 9 Tage nachher im Tode, Sie liegenauf dein Friedhof i» Scheveningen vereinigt.

BekleidungSmaterialien (beim Festungsbau). Bekanntlich bleibt,wegen der natürlichen schwere der Körper, die mit einer steilen Abdachung aufge-schüttete Erde nicht lange in dieser Form, sondern rollt bald zu einer fläche,», seltenüber 30 Grad betragenden Abdachung herab. Da nun aber bei Festungswerkenund bei Schanzen die Steilheit der nach Außen gekehrten Böschung des Grabens,Walls und der Brustwehr das Erklimmen derselben erschwert und also die Festig-keit bedeutend vermehrt, so sucht man diese Steilheit durch festere dort angebrachteGegenstände länger zu erhalte», und nennt diese Dinge die Bekleidung oder das