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verbundenen Gehalts, annahm. Zugleich ward er zum Bibliothekar derSt.-Mar-cusbibliothek ernannt. Papst Paul II>., der bei einer von ihm beschlossenen Cardisnalbefördcrung die Augen auf die berühmtesten Männer seuier Zeit warf, ertheilteihm 1539 den Cardinalshut. Von jetzt an entsagte D. den scheuen Wissenschaftenund machte die Kirchenvater und die heilige Schrift zu seiiiem Hauptstudium. Vonseinen frühern Arbeiten setzte er allein die „Geschichte von Venedig " fort. Zwei I.nacbher ertheilte ihm Paul lll. dasBisthum von Gubbio und bald daraufdas reicheBiSthum von Bergamo . Mir Ehren überhäuft, starb er 151' in einem Alter von77 I. B. vereinigte in seiner Person, seinem Charakter und seiner UnterhaltungAlles, was liebenswürdig ist. Er war der Wiederherstelle!- des guten Stvls sowol'in der lat. Spräche, wo er Cicero, Virqil und Julius Cäsar zu steten Mustern,wählte, als auch in der italienischen, wo er besonders Petrarca nachahmte. Zn An- ^sehung der Reinheit des Styl? war er so streng, das; er, wie man erzählt, gegen 40verschiedene Fächer hatte, welche seine Lächrifle» nach und nach, sowie er sie immer -wehr und mehr gefeilt hatte, durchwandern mussten, und erst wenn sie 40 Prüsun- >gen bestanden hatten, machte er ste bekannt. Seine sämnnl. Werke, die vielfacheinzeln gedruckt worden, find 1729 zu Venedig in 4 Bdn., Fol., erschienen. Diewichtigsten sind: „Geschichte Venedigs von 1437 —1513", in 12 Büchern, dieer sowol lat. als ital. abfaßte (die erste unverstümmelte AuSg., Venedig 1790,
2 Pzde., 4.); „l.<- pio.w", Dialogen, in welchen die Regeln der toscanischenSprache aufgestellt »'erden; ,,<Ul V.-uMnn", Dialogen über die Natur derLiebe;
rinn", eine Sammlung trefflicher Sonette und Canzonen; seine Briefe, so-wol die ital. als die latein. geschriebenen; „!w 1 itptüi l ull,.-,- « t I tH ilckniii.,Ul>ei"; ebenso geistreich als geschmackvoll, aber zum Theil von einem -
freiern Geiste, als der Stand des Verfassers erwarten ließ, und einige andre.
B e n (heb,-.: Sohn), eiiieVorsebsslbe vieler jüdischen Name», wie z. B.Ben-tavid, Benasser ic., welche bei den Israeliten in Deutschland sich in das deutsche„Sohn" verwandelt hat, z. B. Mendelssohn, Iacobssohn rc.: eine Benennungsart,deren Ursprung in dem altherkömmlichen und in vielen Ländern noch jetzt bestehen-den Gebrauche der Israeliten zu suchen ist, daß sie keine» Familiennamen führen.
BenareS , eine fruchtbare Landschaft in der britischen StattbalkerschastBengalen in Hindostan, auf beiden Seiten des Ganges , von 591s, IHM., mit2 Mist. Eünv. Die Hauptstädte sind BenareS , Ioanpur, Ghazvpur und Mir-zapur, nebst den berühmte» Festungen Chunar und Bijaghur. Der ehemals un-abhängige Rajah oder Fürst ward 1775 von den Engländern zinsbar gemacht, aberschon 1781 nahm der Generalgouverneur Hastings das Land für Enaland inBesitz, vertrieb den Rajah Cheit Sing und setzte dessen Neffen Babu Siug zumScheinregenke» ein, mit Erhöhung des Tributs von 900,000 auf mehr als 2Mist. Thlr. Die Hauptstadt BenareS oder Kasckp am Ganges , unter 25° 18'36" N. Br. und 83° O. L. von Greenwich eine der größten indischen Städte, hatkeine Mauern, meistens enge schmutzige Gassen, 12,000 H. von gehauenen undBacksteinen, deren manche bis 5 und 6 Stockwerk hoch sind, und 16,000 Lehm-häuser, 580,000 Einw,, worunter 7000 Brammen und 50,000 Mohamme-daner sind, und wovon 3000 zur Dienerschaft der 3 Hindu-Rajahs »hören, diestatt ihrer Herren die nöthigen Opfer und Reinigungen besorgen. Zur Zeit der reli-giösen Feste ist die Zahl der Bewohner nicht zu berechnen, B. ist der Hauptsitz derindischen Gelehrsamkeit , wo die Brammen in der Sanskritsprache, in der Astro-nomie, zu deren Behuf eine Sternwarte vorhanden, und in andern Kenntnissenregelmäßigen Unterricht ertheilen. Die-Ltadt enthält an 1000 Tempel und Pago-den, von welchen eine uralte als Wallfahrtsort für besonders heilig gehalten wird.Die Hindus glauben, wer in BenareS stirbt, kommt unmittelbar ins Paradies.Ein Gegenstand der Bewunderung und ein Denkmal der Mohammedanischen Über-