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Erster Band. A bis Bl.
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Beuch Bcnda (Georg)

macht sowol als der Unterdrückung von Indien ist die prächtige in der Mitte derHindutempcl im 17. Jahrh, von Aurengzeb erbaute Moschee. Die Einw. vonDenares sind meistens Kaufleute, deren viele beträchtliche Geldgeschäfte durch ganzIndien, ja sogar bis an die russische Grenze treiben. Baumwollene beuche,S hawls, Gold - und -Lilberlrechn, Brokate uitd Seidenzeuche werden von BenareS durch den ganzen Osten ausgeführt; auch ist hier der Hauptmacht für die Diaman-ten und andre Edelsteine aus den Gruben von Bundelkund. — Der Palast desRajohs ist zu Ramnaghur oberhalb der Stadt, auf dem gegenseitigen Ufer desGanges. Das englische Obergn'ichr ist die letzte Instanz der Provinz BenareS .Die solchem Obcrgericht untergeordneten Richter haben Tribunale zu Munapur,Allahabad, Bundelkund, Ioanpur, Gorukpur und BenareS , aber keine Erimi-nalrecktSpflege, die über Leben und Tod entscheidet.

Bench , Kingsbench oder O.ueenSbench (>>>nou; ro^Is. Oberhofgerichi),eins der 3 königl. Obergeriebte in Westminsier, bestehend aus einem Oberrichter(l.oxl ulliei junior) und 3 Richtern, welche 1 Mitglieder mit den Mitglieder» derandern beiden Obergerichtshöfe, des Oberlandgerichts (Onin i <ik O>>»nn>» >>I<.,<)und des LehnkammergerichtS (<i„n, i <>s Iix>-8o>,»oi), das Eollezium der Ist Ober-richter Englands ausmachen. und bald collegialisch, bald einzeln die Justiz durchganz England (mit Ausschluß von Wales , des Hcrzogthums Lancaster, des Bis-thums Du, Hain und einiger andern Districte) verwalten. Vor die Kingsbenchgehö-ren ursprünglich Landfriedensbrüche und andre Criminalsachen; durch eigne Ftekio-nen(daß Ieinand tuiser Schuldner durch einen Landfriedensbruch geworden sei, z. B.eine ibm geliehene Summe gewaltsam weggenommen habe) werden aber auch bür-gerliche dachen dahin gebracht, sowie sie durch Appellation dahin gelange >. ZurKingsbench gehört ein großes Gefängniß, aus mehren Häusern und Hofräumenbestehend, innerhalb deren die Gefangene» einer vollkommenen Freiheit genießen,und welches vorzüglich, sowie die Fleet, als Schuldgefängniß gebraucht wird,

B e n d a (Franz), ältester Sohn eines böhmischen Leinwebers, geb. 1709zu Albenatkv in Böhmen, ist als der Stifter einer eignen Violinschule in Deutsch-land 'u betrachte». Er spielte die Geige, aber cs gebrach ihm so sehr an allenHülfsmitteln, daß er sich zu einer Truppe herumziehender Musikanten begab.Unter diesen befand sich ein blinder Jude, nur Namen Löbcl, der die Geige mitbewundernswürdiger Kühnheit und Vollkommenheit spielte. Nach ihm bildete sichB. Des unstäten Lebens müde, kehrte er in seinem 18. I. nach Prag zurück,wo er schon vorher Sopransmger an der S.-Nicolaikirche gewesen war. Nach-dem er daselbst einige Zeit bei dem dortige» vortrefflichen Geiger Konvczeck Unter-richt genoften hatte, unternahm er eine Reise nach Wien und fand daselbst Ge-legenheit, den Unterricht des berühmten Franziscello zu benutzen. Von hier trater nach st I. als Eapellmeister in die Dienste des Starosten Szaniawski, wo er bis173st verblieb, wo ihn der damalige Kronprinz von Preußen (nachmals Fried-rich II.), auf O.uanz'S Empfehlung in seine Dienste nahm. 1771 ward er ai>Graun's Stelle zum konigl. Eoncertmeister ernannt und starb als solcher 1788 zuPotsdam in einem Alter von 76 I. Von seinen vielen Eomposiiionen hat er nur12 Solos für die Geige und eins für die Flöte herausgegeben. Unter seine Zög-linge im Gesänge zählt man seine beiden Töchter, dielÄaltiimen der EapellmeisterReichard und Wolfs.

Benda (Georg), zweiter Bruder von Franz, gothaischer Capelldirector,geb. 1721 zu Iungbunzlau in Bohmen, wurde von Friedrich II. bei der zwei-ten Geige in der Capelle zu Berlin angestellt, trat aber 1748 als Eapellmei-ster in die Dienste des Herzogs von Gotha , wo er sein Talent für Eomposnion,besonders für den Kirchcnstvl, immer mehr ausbildete. Der Herzog von Gorha,Friedrich 11l., der selbst ein großer Freund der Tonkunst war, ließ ihn 176ü eine