Band 
Erster Band. A bis Bl.
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777
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Benedictbeurn

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Erfolg auf das kanonische und bürgerliche Recht, und ward zu Rom Consistorial-advocat. In der Folge ernannte man ihn zum 0,»motor l'ülei. wodurch er ver-anlaßt wurde, ein schäßbares Werk über die bei den Seligsprechungen üblichen Ge-bräuche zu schreiben (Bologna 1734, 4 Bde., Fol.). Leidenschaftlich für deWissenschaften, für historische Forschungen und für die Denkmäler der Kunst ein-genommen, verband Lamberkini sich mit allen berühmten Männern seiner Zeit,u. A. mit dem Pater Montfaucon, der von ihm sagte: dar, B. zwei Seelen habe,eine für die Wissenschaften und eine für die Gesellschaft. Er machte sich auch mitden trefflichsten Dichterwerken vertraut, durch die er feinen Geist erhob und feinenAusdruck belebte. Denedict XUI. ernannte ihn 1727 zum Bischof von Ancona ,1723 zum Cardinal und 1732 zum Erzbischof von Bologna . 'Allenthalben zeigteer große Talente und erfüllte feine Pflichten mit dem gewissenhaftesten Eifer. Erwiderstand der Religionsfchwärmerei selbst mit Gefahr seiner eignen Sicherheit,nahm sieb der Unterdrückten an und äußerte sich gegen Clemens XU. mit seltenerFreimüthigkeit, ohne darum das Wohlwollen desselben zu verlieren. Als nachClemens's XII. Tode 1740 im Conclave die Umtriebe des CardinalS Tencin dieWahl verzögerten, und die Cardinäle sich nicht vereinigen konnten, sagte Lamber-tini mit seiner gewohnten Gutmüthigkeit zu ihnen: „Wollt Ihr einen Heiligen,so nehmt Gotli, einen Politiker, Äldobrandi, einen guten Alten, mich". —Diese hingewoichenen Worte wirkten wie eine plötzliche Eingebung auf das Con-clave, und Lambertini bestieg unter dem Namen Benedict XIV. den päpstlichenStuhl. Die Wahl der Minister und Freunde, mit welchen er sich umgab, ge-reichte seiner Uriheilskraft zur höchsten Ehre. Der Zustand der Kirche und dieLage des römischen Hofes waren dem Scharfblicke und der Klugheit Lambertini'Snicht entgangen. Seit der Reformation zitterten die Fürsten nicht mehr vor demBannstrahle des VaticanS. Die Päpste hatten ihren Ansprüchen auf die zeitlicheOberherrschaft entsagt, und Lambenini sab ein, daß das Ansehen des päpstlichenStuhls nur durch Nachgiebigkeit und weise Mäßigung erhalten werden könne. Indiesem Gciste handelte er unabweichlich, und so gelang es ihm, selbst unter wider-streitenden Verhältnissen, nickt nur die katholischen, sondern durch Willfährigkeitund Duldung auch die protestantischen Fürsten zufrieden zu stellen. Die Wissen-schaften waren ein besonderer Gegenstand seiner Sorgfalt. Er stiftete Akademienz» Rom, erhöhte den Flor der Akademie zu Bologna , ließ einen Grad des Me-ridians messen, den Obelisk auf dein Marsfelde ausrichten, die, Kirche S.-Mar-cellin nach einem selbst entworfenen Plane erbauen, die schönen Gemälde in -Lt.-Pcter in Mosaik ausführen, die besten englischen und sranz. Werke ins Italienischeübersetzen, und auf seinen Befehl sing man an, ein Verzeichniß der Handschriftender vaticanischc» Bibliothek zu drucken, deren Zahl er bis auf 3300 vermehrt hatte.Die Verwaltung des Innern gereicht seiner Weisheit nicht minder zur Ehre. Ergab strenge Gesetze gegen den Wucher, begünstigte die Handelsfreiheit und ver-minderte die Zahl der Festtage. Seine Frömmigkeit war aufrichtig, aber aufge-klärt und duldsam. Er bemühte sich, die Glaubenssätze und die guten Sitten auf-recht zu erhalten, wozu er selbst das löblichste Beispiel gab. Nach einer schmerz-haften Krankheit, während welcher er nicht einen Augenblick die Heiterkeit seinerSeele noch die Lebhaftigkeit feines Geistes verlor, starb er am 3. Mai 1758.Der einzige Vorwarf, den ihm die Römer machten, war, daß er zu viel schreibeund zu wenig regiere. Seine Werke betragen in der zu Venedig erschienenen AuSg.16 Foliobände. Seine wichtigste Schrift ist die von den Synoden, in welcherman den großen Kanonisten erkennt.

Benedictbeur n,chenlalSeineAbtei,inIsarkreifedcsKönigr.Baiern,15 Stunden von München , am Fuße des Dorgebirgü gegen Tyrol. Das Klosterward von dcn drei Brudern Landfried, Waltram und Eliland, welche aus alt-