üeneciictio
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BenedictuS (der heilige)
und St.-ManruS, welche letztere 1618 gestiftet, im Anfange des 18. Jahrh. 180Abteien und Priorate in Frankreich hatte, und durch gelehrte Glieder, wieMa-dillo», Moinfancon, Marl »e, zu verdientem Ansehen gelangt ist. Au der Fa-milie BenedictS gehören die auf den -L tamni seines Ordens und auf seine Grund-regel gebauten neuen Lei den, welche seit dem 11. Jahrh, entstanden sind und sichdurch Tracht, Namen und besondersSatzungen von den Dcnedickinern unterschei-de», z. H. Camaldulenser, die Mönche von Vallombrosa, die Syl-vestriner, Grandmontaner, Carthäuser, Cölestiner , Cistercien-ser tind Bernhardiner, Trapp isten und Religiösen von Fontevraud.(S. dd.). Ein verfassungsmäßig geordnetes und aristokratisch oder monarchischregiertes Ganze haben die Klöster von der Regel des heil. Benedict niemalsausgemacht, vielmehr mußten eine Menge Klöster, welche von den alten eremtenBenedictinern abstammten sich auf Befehl der tridentimschen Kirchenversammlungnach und nach zu besondern Brüderschaften vereinigen. Unter diesen verdienen dieBenedictiner von Monte Castno, von Monte Vergine, von Monte Olivcto,welche sich Olivetaner „crnen, in Italien lind Sicilien, wo ste bis jetzt ununter-brochen geblüht haben, von Vallodolid mit Montserrat in Spanien , wo sie nochgegenwärtig zu den reichsten Orden gehören, von Hirschau und Fulta mit Bursfeld,welche beide eingegangen sind, und von Mölk in Deutschland wegen der Große ihrerBesitzungen, der Pracht ihrer Kirchen und der Milde ihrer Regel vorzügliche Er-wähnung. Au der noch.jetzt bestehenden und, durch die vom Staate angeordneteVerwendung ihrer Mitglieder und Einkünfte zu gemeinnützigen Zwecken, dem Zeit-geiste angepas'ten Bruderschaft von Mölk halte» sich die übrigen Benedictinerklösterim Östreichischen, r. B. Kremsmünster, Mariazell, das Schottenklostev in Wien u. a. m. An vielen der weiblichen Klöster dieses Ordens hat ausschließend der AdelAntheil, weil die Stellen darin den einträglichsten Pfründen gleichen. Das unge-bundenste Leben führen die Benedictiner in Sicilien, meist jüngere Söhne vor-nehmer Familien. In Modena haben sich Benedictiner wieder angesiedelt undein Kloster mit Einkünften erhalten. L.
L u ,i <> (l lnti <>, dieWeihung einer Sache niitWeihwasser.stl-necliotic,l>e-> l i der Segen, welcher den Büßenden, wenn sie krank liegen, mitgetheiltwird. Man pflegt ihn auch das Vüniuiun zu nennen. I'x-neni, ti<> saue,,lo-tn l i» ist die priesterliche Einsegnung oder Trauung Verlobter Personen. Bene-diction geben, wird vom Papste, von Cardinälen, Bischöfen und päpstlichenNuntien gesagt, wenn sie dem Volke oder einer Privatperson, in der Kirche oderauf der Straße, mit dem Zeichen des Kreuzes, den Segen ertheilen. Der Papstgibt die feierliche Benediciion drei Mal im Jahre, nämlich am Gründonnerstage,am Osterfeste und am HimmelsahrtStage.
BenedictuS (der heilige),<er Gründer des ersten occidentalischen Mönchs-ordens und daher der abendländischen Mönche, geb. 180 zu Nursia in Umbricn (imjetzigen Kirchenstaat ), ging im 11. I, schon in die Einsamkeit einer 10 Meilen vonRom in der Wüste Subiaco gelegenen Höhle, und entwarf 515 eine Regel fürseine Mönche, die zuerst in dem von ihm auf dem Monte Casino bei Neapel , ineinem Hain des Apollo, nach Zerstörung des Tempels, 599 gestifteten Mönchs-kloster eingeführt, und dann, da sie vernünftiger und wohlthätiger als die vorigenwar, nach und nach die Regel alles abendländischen MönchSthums ward. DieÄbte von Monte Casino erlangten in der Folge bischöfliche Gerichtsbarkeit nnd einegewisse Patriarchie über den ganzen Orden. B. wollte die Geschättslosigkeit ver-bannen und verordnete daher, außer dem Werke Gottes (wie er Gebet und dasLesen geistlicher Bücher nannte), Unterweisung der Jugend im Lesen, Schreiben,Rechnen, im Christenthum, Handarbeit (worunter Handwerker und Künstler allerArt) und Ökonomie des Klosters. Kleidung und Leibespfiege waren strenge, doch