Benevento
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Bmjowsky
nicht übertrieben. B. ließ eine Bibliothek anlegen, wozu die alten gebrechlichenBruder (<u>1,> ^cripicnln-.) Handschriften abschreiben riußten. Dadurch half er,ohne gerade eine solche Absicht zu haben, die literariscken Kenntnisse vom Unter-gänge retten. Denn obsehon er nur das Abschreiben religiöser Bücher verstandenhatte, so ward dies doch in der Folge auf classische Werke aller Art ausgedehnt;und dem Benedictincrorten verdankt die gelehrte Welt die Erhaltung großer litera-rischer -Lehätze. kl.
Benevento , Herzogthum in der neapolitanischen Provinz PrincipatoOltra, 44- k?M., mit 20,3-48 Einw.. welches mit Stadt und 8 Dörfern seitdem 11. Jahrh, dem päpstlichen Stuhl gehörte. 18i)6 schenkte Ikapoleon eüseinem Minister Tallevrand, der daher den Titel eines Prinzen von Benevento an-nahm. 1815 erhielt es der Papst zurück. AuSgefübrt werden Hornvieh, Ge-treide, Wein, Südfrüchte und Wildpret; die Staatseinkünfte betragen nicht über6000 spanische Thlr.; dennoch empörten sich die Einwohner 1820, was auffallendwar, da sich sonst solche Enclaven in der Regel »seht übel befinden. In den frühestenZeiten gehörte der weit ausgedehntere Etaat von Benevento zum Lande der Sam-niter. Die Lombarden erhoben ihn 571 zu einem Herzogkhum, welches noch lange»ach dem Fall des lombardischen Königreichs unabhängig blieb, später siel es indie Härrde der Saracenen und der Normannen. Nur die Stadt und deren heutigerBezirk blieben von den letztem verschont, weil Kaiser Heinrich lll. dieselben deinPapst Leo IX. zur Ausgleichung wegen ewiger abgetretenen Lehnrechte aufBambergin Franken überließ. Die befestigte Stadt Benevento (32° 27W., -10° 6' Br.) aufeiner Anhöhe zwischen den Flüssen Ltabato und Calore, welche sich unweit derselbenvereinigen, hat 13,900 Einw., 8 Kirchen, 19 Klöster, 3 Collegiatstiste, einErzbisthum (seit 969) und mehre Fabriken von gold - und silberplatcirten Waaren,Leder und Pergament. Der Gekreidehandel ist beträchtlich, die funfMessm abersind unbedeutend. Wenig Städte in Italien verdiene» wegen ihrer Alterthümer soviel Aufmerksamkeit als Benevent . Beinahe jede Mauer besteht aus Bruchstückenvon Altären, Grabmälern, Säulen und Gebälken. Unter Andern zeichnet sich derprächtige, wohlerhaliene, 111 erbaute Triumphbogen Trai'ans aus, jetzt unterdem Namen des goldenen Thors (IX»m> -n,,<->->) ein Stadtthor von Benevento .Die Hauptkirche ist ein finsteres Gebäude im altgorhischen Styl.
Bengalen, s. Indi e n.
Bengel (Johann Albrecht ), ein berühmter Theolog, geb. den '21. Juni1687 zu Winnenden im Wurtembergischen, studirte zu Stuttgart und Tübingen ,machte eine gelehrte Reise und ward 1713 Prediger und Professor zu Denkendors.Die griech. Sprache war ein Hauptgegenstand seines Unterrichts. Besonders be-schäftigte er sich mit den Kirchenvatern und dem sie. Test. 1711 wurde er Rath undProbst zu Herbrechtingen , 1717 in den weiten lind 17:8 in den engen Ausschußder Landschaft gezogen, 1749 Prälat zu Alpire-bach. Er starb am 2. Dec. 1752.B. war der erste lutherische Theolog, der die Kritik der Schriften des N. T. inihrem ganzen Umfange mit dem Scharfsinn, der Geduld und Reife des Urtheilsbehandelte, die eine solche Arbeit erfodert. Besonders hat er sich um die Berichti-gung des Teptcs große Verdienste erworben. Weniger Werth haben seine Bemer-kungen, in welchen er sich zuweilen durch Neigung zum MvsiiciSninS har irreleitenlassen. Seine Auslegung der Apokalrpse hat ihm bei Einigen den Ruf eines be-geisterten Propheten, bei den Meisten aber den eines Schwärmers erworben.Seine Sitten und sein Charakter wurden allgemein geschätzt.
Benjow s k p (Moritz August, Graf v.), ein Man» von rastloser Thätig-keit und von außerordentlichen Schicksalen, geb. 1711 zuWerbowa in der NemraerGespannschaft in Ungarn , wo sei» Vater General in kaiserl. Diensten war, dientedem Hause Ostreich als Lieutenant im siebenjährigen Kriege bis 1758, wo ihn ein