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Oheim, den er beerben sollte, nach Lithauen rief. Nach seiner Mutter Tobe ge-riech er mit seinen Stiefschwestern in Streit, weshalb er auf Reisen ging. Er stu-tirte nun in Hamburg, Amsterdam und Plymourh die Schifffahrrskunde. Dar-aufging er nach Polen , trat der Konföderation gegen die Rüchen bei, ward Oberster,Befehlshaber der Cavalerie und Generalguartiermeister. Von den Russen 1169gefangen, kam er 1110 nacb Kamtschatka . Auf der Fahrt dahin rettete er in einemSturme das Schiff, das ihn trug; dieser Umstand verschaffte ihm bei dem Statt-halter Niloffeine gute Aufnahme, dessen Kinder er in der französischen und deutschenSprache unterrichtete. Hier verliebte sich Aphanasia, Niloff'S jüngere Tochter,iit ihn; B.'S Talente vermochten ihren Vater, den Grafen in Freiheit zu setzen undihn mit derselben zu verloben. Während dessen hatte er aber schon den Plan ent-worfen, mit mehren Mitverschworcnen aus Kamtschatka zu entfliehen. Aphanasiaerfuhr sein Vorhaben; aber sie verließ ihn nicht, sondern warnte ihn, als mandamit umging, sich seiner Person zu bemächtigen. In Begleitung Aphanasiens,die ihm unveränderlich treu blieb, obgleich sie jetzt erfahren hatte, daß er verheira-thet sei, verließ B. Kamtschatka im Mai 1111 mit 96 Personen. Er segelte nachFormosa, dann nach Macao , wo viele von seinen Begleitern starben , unter ihnenaucb die treue Aphanasia. Endlich kam er nach Frankreich und ward hier bestimmt,aufMadagascar eine Niederlassung zu gründen: ein Unternehmen, dessen Schwie-rigkeit er vorbersah, besonders da der Erfolg ganz von dem Willen der Beamtenvon Isle de France abhing, an die er wegen des größten Theils seiner Ausrüstungund Unterstützung verwiesen war. 'Im Juni 1111 kam B. in Madagascar an,gründete eine Niederlassung zu Foul-Point und gewann die Achtung verschiedenerVölkerschaften, die 1116 ihn zu ibrem Ampansacabe oder König ernannten; wo-bei auch die Wclber seiner Gemahlin (die er schon in Frankreich aus Ungarn batkekommen lassen) den Unterwerfungseid schworen. In der Folge reiste er nach Europa ,um der Nation einen mächtige» Verbündeten und Handelsaussichten zu verschaffen.Allein bei seiner Ankunft in Frankreich ward er durch die Verfolgungen des sranz.Ministeriums genöthigt, in kaiserl. Dienste zu treten, m welchen er 1118 im Ge-fecht von Habelschwerdt gegen die Preußen commandirte. 1183 suchte er in Eng-land eine Eppedüion nach Madagascar zu Stande zu bringen. Er fand bei londnerPrivatleuten, und vorzüglich bei einem Handelshause zu Baltimore in Amerika Un-terstützung. ImOct. 1184 reiste er ab, ließ aber seine Gemahlin in Amerika zurückund landete 1185 auf Madagascar. Als er hier aber Feindseligkeiten gegen dieFranzosen anfing, schickte die Regierung von Isle de France Soldaten gegen ihn.In einem Gefecht den 23. Mai 1186 ward er von einer Kugel in die Brust tödtlichverwundet. B. hat seine Begebenheiten französisch beschrieben. William Nichvlsonhat dieselben aus der Handschrift englisch übers. herausgegeben; wir besitzen mehredeutsche Übersetzungen, u.A. von Georg Förster (Leipz. 1191,2 Bde.). Seine Wit-we, geb. Henschel aus der ZipS, starb den 4. Dee. 1825 auf ihrem Gute Vieska beiBetzko. Den einzigen Sohn B.'s haben auf Madagascar die Ratten gefressen.Noch leben Kinder von seinen beiden in die HäuserSzakmary und Ooskayverheira-theten Töchtern. Kotzebue hat diesen merkwürdigen Mann aufdie Buhne gebracht.
Benningsen (Levin August,Frech . v.),russ General enEhef, geb. 1145zu Banteln im Hanöverschen, trat in rufs. Kriegsdienste und lieferte 1801 dieSchlachten bei Eylau und Frictlcnd. Nach dem tilsiter Frieden zog er sich aufseine Güter zurück. 1813 führte er eine russische Armee, genannt die von Polen ,nach wachsen, nahm an der Schlacht von Leipzig Theil und blokirte Hanibu rg.In der Folgewar er Gouverneur im südlichen Rußland , endlich ließ ersieh in seinemVaterlande nieder und starb den 3. Qct. 1826. Er ist Nerf. der „Gedanken übereinige Kenntnisse, die einem Ofsicier der leichten Eavolerie nöthig sind" (Riga 1194 ,Wilna 1805). Auch hak er Denkschriften über seine Zeit hinterlassen.