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Bcnftrade Benthain
und andre Fürsten Bitten und schweres Geld dafür in Rom verwendet hatten, un-ter die Heilige», vorüigliebum dem durch die Reformation in Lachsen gesunkenenKatholicismus eine neue Stütze zu geben. Mein nach Herzog Georgs -Lote 1539wurde der dem heil. B. gewidmete Dienst nebst andern katholischen Gebräuchen inMeißen abgestellt. Leine Gebeine kamen erst nach Stolpen , dann nach Dingenin Verwahrung, bis 1516 München sie aufnahm. Daselbst ruhen sie in einerprächtigen Eapeile bet der Kirche U. L. Fr. und genießen große Verehrung, weil dieseStadt ihn zu ihrem Lchutzpatron erwählt hat. 31.
Benserade (Isaak v.), Dichter am Hofe Ludwigs XIV., geb. 1612 zuLyons-la-Font, einer kleinen Stadt in derNormandie, schrieb Theaterstücke undverfertigte eine Menge sinnreicher Verse für den König und Andre, In der erstenHälfte der Regierung Ludwigs Xl>. begünstigte noch der Hos, und wer sich nachdem Hose bildete, die galanten Lieder, Rondeanr, TriolekS, Madrigale und So-nette, bereit Inhalt artige Einfälle und Tändeleien, besonders aber Galanterienwaren, die man im gezierten Hofstrle den Damen sagte. Niemand hatte es in die-ser Kunst so weit gebracht als B., der deswegen vorzugsweise ic poi-w de ln u,,urhieß. Er empfing dafür so viel Pensionen, daß er einen ungewöhnlichen Aufwandmachte. Des Hoflebens überdrüssig, zog er sich aufftin Landgut Gcntilly zurückund starb 1691.
BenSley (Thomas), Buchdrucker in Fleetstreet zu London , theilt mitBulmcr den Ruhm, der erste topographische Künstler Englands zu sein. Zuerstzeichnete er sich durch seinen Druck der engl. Übersetzung von Lavater'S „Physiogno-mie" (London 1189, 5 Bde., 4.) aus und schritt auf dem rühmlich betretenen Wegemit eben solchem Eifer als Glück fort. Die schönsten Erzeugnisse seiner Dfsicinsind die Macklin'fehe Prachtausgabe der engl. Bibelübersetzung (1800— 15, 1Bde., Fol.) und die Prachtausgabe von Hnme's „Geschichte von England" (1806,10 Bde., Fol.), beide mit ausgezeichneten Kpfrn. Unter seinen Drucken in kleinermFormat zeichnen sich AuSg. des Shakspeare (1803, 1 Bde.) und Hume (1803,10 Bde.) aus, mit meisterhafte» Holzschnitten. Auch hat er mehre gelungene Pcr -gamentdrucke geliefert und zuerst die von König und Bauer erfundene Druckma-schine bei Ellwtson'sengl. Übersetzung von Dlumenbach'S „Physiologie" (London 1818) angewandt. 52.
Benrham (Ieremias), Rechtsgelehrter, geb. 1135, ist nie als Advocataufgetreten, auch hat er seine Hauptwerke nie selbst herausgegeben, sonder» einFreund, Dumont aus Genf , hat sie aus seinen Manuseripten ins Französische über-setzt und theils in Paris, theils in London drucken lassen. Dahingehört: „'lst.iitüsdu Uügislulioii ende ut pumde, prucüdus du Principes günurriux do lügisla-ti»n cMd'une vnc d'»» evrps complctds drnit; ternnncs pnr nn css.ii snrlln-llncnce des leng>s ct des lienx iclativenient ,inx Inis" (PüriS 1802, 3 Bde.)tNtd „Ibecnic des z>cincs et des reconizienscs" (Lond. 1801, 2 Bde.). B. istein Anhänger der ParlamentSreform und einer durchgreifenden Verbesserung derCivil-und Eriminalgesetzgebting. Sein „b'r.sgn>ent on-roverninent", nach Black-stone, erschien anonym 1116, und mit seinem Namen, London 1823. In Frank-reich haben seine gelehrten Bemühungen mehr Beifall gefunden als in England undDeutschland. Eine kleine Schrift über die Preßfreiheit (London 1821) ward vonihm an die spanischen Cortes gerichtet, als sie über diesen Gegenstand verhandelten,und in einer andern (,,'Ibrce tmcls relulde le> >l c spanisli and port,innere :>f-lidrs", Lond. 1821) widerlegter die Unentbehrlichsten einer PairSkammer für Spa-nien , sowie Montesguien'S Satz: daß die gerichtlichen Formen der Lehutz der Un-schuld seien, indem gewisse Formen vielmehr nur den Schuldigen zu starten kommen.(Sehr wahr, wol die meiste» kommen dem Verbrechen zu gut). Das neueste Werkdes 88jährigen Mannes ist: ,,'lsie «rt ot'paulstiig" (Lond. 1821), d. i. die Kunst,