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Geschworene zusammenzubringen, wie man sie gerade nöthig hat, um nach Belie-ben verdammende oder lossprechende Urtheile zu erhalten, ^eine frühere Schrift:„lUsi r»r l.> laeti-sue <Ieü !>5send)lüc, l>Pl<ib>liv aus des Verfassers Papie-ren von Etienne Dumont (Genf1815) herausgegeben, und deutsch : „Taktik oderTheorie des Geschäftsganges in deliberirenden Versammlungen" (Erlangen 1817),enthält nützliche Bemerkungen. Seine „Introilnct. l<> ilw piliitüplo.8 ,U ,»<» u>8a»<I lecriclaiioi," (Lond. 1823,2 Bde.) verbreitet sich mit Tiefe und gedankenreicherKürze über die wichtigsten Gegenstände der Regierungskunst. Zanobclli hat B.'STheorie der gcrichtl. Beweise inS Ital. übers. (Bergamo 1821, 2 Bde.). 37.
B e n r h e i m, Grafschaft in Hanover , (24° 8' bis 2i° 57'Ö. L. und 52°15' bis 62° 40' N. Br.), liegt »restl. von der Eins an der Vechte und grenzt an dieNiederlande, die hanöv. Fürstenth. Arembergund Rheina-Wolbeck und das preuß.Fürstenth. Salm, har 19 IHM., 25,500 E., 3 >Lt., 1 Mrktst., 62 D. Die Ein-künfte betragen gegen 100,000 Gltn. Ein Theil des Bodens besteht aus Moor-land und hat nur Viehweiden und Torfgräbereien. Der übrige Theil ist fruchtbaranGetreide.HülsenfrüchtemRübsamen, Kartoffeln, Flachsund Holz. Auch Pferde,Rindvieh, Schafe, «Lchweine u. s. w. gehören zu den Eneugnissen des Landes. DieLanteSreligion istdie reformirte. Lutheraner und Katholiken haben freie Religions-übung.— Sonst war Bentheüneine unmittelbare Reichsgrafschaft. Schulden nö-thigten 1753 den Grafen Friedrich Karl Philipp, sein Land auf 30 I. an Hanover zu verpfänden, welcher Vertrag 1783 auf andre 30 I. verlängert ward. Nach derBesitznahme HanoverS durch die Franzofen ward der Grafbewogen, 1804 sein Landdurch Erlegung einer gewissen Summe auszulösen. Aber dessenungeachtet unter-warfes Napoleon 1807 der Oberherrschaft des Grosherzogs von Berg und verei-nigte es 1810 ganz mit Frankreich. Gegenwärtig besitzt Hanover die Landeshoheit,und der Fürst von Bentheini-Stcinfurt, welcher 1823 die Pfandsumme bezahlte,ist wegen Bentheün hanöv., und wegen Sreiufurt preuß. Standesherr. Preußenhatte ihn 1817 in den Fürstenstand erhoben. (Dergl. -Ltandesherren.)
Bentivoglio (Eornelio), Cardinal und Dichter, geb. zuFerrara 1668,aus einer Familie, die in der ehemaligen Republik Bologna die höchsten obrigkeitli-chen Ämter bekleidete. Ihn zogen zugleich schöneKünste, schöne Wissenschaften, Phi-losophie, Theologie und Rechtskunde an. -Lehen in Ferrara begünstigte er alledortige wissenschaftliche Anstalten. Papst Clemens Xl. ernannte ihn zum Haus-prälaten und zum Secretair der apostolischen Kammer und sandte ihn nach Paris 1712 als Nuntius, woselbst er in den damaligen Umtrieben über die Bulle lünigo-nitn8 während Ludwigs XiV. letzter Lebensjahre eine wichtige Rolle spielte. Ganzanders über die Bulle dachte der Regent, Herzog von Orleans, der weder die Bullenoch den Nuntius und seine wissenschaftliche Bildung schätzte. Der Papst versetzteihn deßwegen nacb Ferrara , bis er ihm 1719 den Cardinalshut ertheilte und ihnbald in Rom in seiner Nähe, bald als l.,-p.,lu8 :> I-elox-in Romagna , oder alsNuntius in Madrid fungiren ließ. 1732 starb B. in Rom . Die Dichtkunst be-schäftigte die Erholungsstunden des gelehrten CardinalS. In Gobbi'S Sammlung,Bd. I I I, und in andern seiner Zeit findet man bübsche Sonette von ihm. Statius'S„Thebaide " übersetzte er ins Ital. unter dem Namen Sclvaggio Porpora. In denKunsianstalten hielt er gern öffentliche Reden, unter welchen seine DertheidigungZ-rede für den weltlichen Nutzen und die kirchliche Moralität der Malerei, der Bild-'Hauerkunst und der Architektur, gehalten in der Zeichnungsakademie zu Rom 1707,von der Akademie der Arkadien im 2. Bd. aufgenommen worden ist.
B e n t l e v (Richard), einer der gelehrtesten und genialsten Kritiker, Sohn ei-nes Gerbers oder Hufschmieds, geb. d.27. Jan. 1662 in Oulron bei Wakefield in derGrafschaft Bork, zeigte früh außerordentliche Talente, mir einem seltenen Fleiß ver-bunden. Er besuchte die Schule von Wakefield, studüte seil 1676 zu Cambridge ,