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Veränderungen bewirkt, welche man mir einen, Gegenstände vornimmt, um ihn :in verschiedenen Lagen und von verschiedenen -Leiten zu betrachten und dadurch das §Wesentliche von dem Zufälligen genauer abzusondern. Darum unterscheidet manauch oft Versuche von Beobachtungen und sehr für die letzter,,, obwol etwas will-kürlich» voraus, daß der Gegenstand in seinen, ruhigen, von dem Beobachter nicht ^veränderten Zustande betrachtet werde. — Gute Regeln über die Kunst des Beob- iachtens findet man in Senebier'S Lchrift „8ur l'-nt cl'ubseivcr et ,le ls',,« <!ez ieHEilknoes" (2. LlnSg., Genf 1802, 3 Bde., deutsch nach der ersten AuSz. durch:Ginelin, Leipzig 1776, 2 Bde.). S. auch „Methode der kleinsten Quadrate". '17 -
B e p u » k t e n, s. Punkt. !
B ranger (Pierre Jean de), Liederdichter ((.I>»n5oni,!ci), geb. d. 19.Aug. 1782, erzogen von seinem Großvater, der ein armer Schneider war, solltetBuchdrucker werden, als sein Talent zur Poesie Aufmerksamkeit erregte. LucianBonaparte wurde der Gönner des harmlosen Sängers, der mit der Politik des Ta-ges das Lied der geselligen Freude geistvoll zu würzen, auch wol zu pfeffern verstand.Die kaiicrl. Censur verschonte ihn: die königl. consiscirte seine Lieder, die um soeifriger gelesen und gesungen wurden. Man veruriheilte ihn 1822 zu I3monatl.Gefängniß; auch verlor er ei» kleines Amt bei der königl. Universität. Jener Pro-ceß verbreitete B.'S Ruf. Die AuSg. s. „llb-m.-um»" in 4 Bdchn. (Paris 1826)enthält so glückliche Proben von Witz. Laune und Frohsinn, daß man ,hn den be-.rühmtesten Chansonniers Frankreichs , Blot, Coll, und Pannard, an die Seite setzt.S. „sch.inüo,,, iiiAIittr" (PariS 1828) in welchen sich das schöne Lied: l!e>-
Iiemienr". befindet, verwickelten den Vers. in einen fiskalischen Proceß, II. er wurdezu 10,000 Fr. Buße und 9 Monate» Gefängniß veruriheilt; jene Buße ward durchUnterzeichnung entrichtet.
Berberei, s. Barbaresken.
Berbice, Demerarp und Esseguebo (414 IHM., 133.000 Einw.,darunter 6600 Weiße und Farbige lind 126,000 Sklaven), mit den Flüffen gl.N., find 3 von den Niederländern an England 1814 abgetretene Guianacolo-nien. Ihre Lage in der Nähe der südamerikanischen Freistaaten und ihre Fruchtbar-keit geben ihnen, verglichen mit den kostbaren kleinen Antillencolonien, als Ein-gangspunkten der britischen Industrie auf dem sudaiiierikanifchen Comment, einegroße Wichtigkeit für ihr jetziges Mutterland. Es liegen ungefähr 100 Plantagenvon Zucker, Caffec, Baumwolle, Cacao und Taback am Ufer des Berbice vonder Mündung bis Fort Nassaw. Die englische Regierung ließ den Marschgrundder Colonie ausmeffen und die eingedeichte-, Grunde an Plantagenlicbhaber ver-theilen. Alle Waldung von Manglebäume», die hier die Sümpfe verewigte, wurdeausgerottet, und die nämliche Gegend dadurch gesund, die früher ein wahres Fieber-land war; zugleich wurde die Gegend durch Abwafferung trocken gelegt: der Wegvon Berbice nach Dcmerarv, vormals ein Waldpfad. ist jetzt ei» trockener Srraßen-damm. Die niedrigen Weiten iSavanen) der Pflanzungen dienen jetzt zur Nah-rung für Plantagenvieb, so sehr hat sich die Natur des Bodens durch Kunst verän-dert. Caffee 'an 2 Mill. Pf.F Baumwolle und Cacao sind Hauptcrzcugnifse, dieauch nach den Niederlanden ausgeführt werden können. In Neuamstertam ist derSitz der Regierung. Die Herrnhutercolonie Hoop liegt am Corentin.
" BerchreSgaden, Marktflecken von 3000 Einw. im bairifchen Isarkreisein den salzburgischen Alpen, ist bekannt durch die hier und in der Umgegend verfer-tigten Kunstwaaren von Holz, Knochen und Elfenbein; noch berühmter aber durchden Treinsalzberabau, durch die Saline Frauenreith und durch die große, von hiernach den Salinen Reichen hall (s. d.), Traunstein undRosenhein, führende Soo-lenlcitung. Das Steinsalz wird hier in dem nahen Salzbcrge, sowie in dem zuderselben Niederlage gehörenden Dürrcnberge des benachbarten (östrcich.) Hallein ,