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Erster Band. A bis Bl.
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Bercy Bcrcdtsamkeit.

um die Thonen der Leidenden zu trocknen, und Diejenigen, die dem Verderbennahe waren, demselben zu entreißen. 13 I. durchreiste er Europa und 4 I. Listenund Afrika , um Menschenglück zu befördern und Menschenelend zu mildern. SeineErfahrungen enthalt s. „H->/ to ellroot anst exteuck tlie in-zniriv5 e>s pslriutiuIruvr-Urr," (Lond. 1789, 2 Thle.). Mehrevon ihmpcrfaßte kleinere Schriften zurVerbesserung der polizeilichen Verfassung ließ er in mehren curop. Ländern auf seinekosten drucken und unentgeltlich austheilen. Durch seine Preisaufgaben veranlaßteer mancherlei Flug- und Preisschriften über dieRettungSmittel der Ertrunkenen undScheintodten; u. A. durch den Preis von 1000 Gld. für das beste Lehrbuch der HmmanitätSanstalten. Auch stiftete er die HumanitätSgesellschaft in Mahren , sowieRettungsansialten in Prag und Brünn . Von 1795—97 bereiste er die asiat. undeurop. Türkei hauptsächlich in der Absteht, um den Verheerungen der Pest entgegen-zuarbeiten. Späterhin beschäftigte ihn die Verbreitung der Schutzpocken. In derHungerSnokh, welche 1805—6 in dem Riesengebirge herrschte, schaffte er Korn undNahrungsmittel aus entfernten Gegenden herbei. Zuletzt hatte er auf seinem GuteBuchlau in Mähren das schöne Schloß Duchlowitz zu einem Spital fürdie krankenund verwundeten ö str. Krieger eingerichtet. Hier raffte den Patrioten und Menschen-freund den 20. Juli 1809 ein ansteckendes Nervenfieber hinweg.

Bercy, Dorf an der Seine bei ihrem Zusammenffuß mit der Marne , inder Nähe von Paris . Alle pariser Weinhandlungen haben hier ihre Niederlagennicht bloß von Wein, sondern auch von Weinessig, gebrannten Wassern >.e., so-das, der Verkehr von Deren mit der Hauptstadt außerordentlich belebt ist, wozu wich-tige Gerbereien, Zuckerraffinerien, Papierfabriken ebenfalls beitragen. Ein gro-ßes Schloß, 1-<! pennst licrov, ist zu Ende des 17. Jahr. von Levau gebaut.Lenotre hat den dazu gehörigen 900 Morgen großen Park angelegt. Auch Hr.v. Calonne besaß es eine Zeitlang. Jetzt besitzt es Hr. v. Nicolai.

B e r e d t sa M k e i t, im weitesten Liniie, die Fähigkeit oder Kunst, sichrichtig und angenehm auszudrücken. Diese Kunst des woblgefallige» Ausdrucks mallen Arten der ungebundenen Rede nennt man auch Wohlredenheir. Im engernSinne bedeutet Deredtsamkeit (cle>gncii>ü>) die Fähigkeit und Kunst, in münd-licher Darstellung (durch Redevorträge) auf den Willen Andrer zu wirken, Gesin-nungen und Entschließungen in ihnen zu erwecken. Ist Jenes die Kunst der schönenProsa überhaupt, so ist Dieses die Kunst der Prosa, welche die Willensbestim-mung Andrer zum vorherrschenden Zwecke harz und sie ist in ihrer bochsten Ge-stalt, wo die Rede als Kunstwerk betrachtet wird, die Fertigkeit, öffentliche kunstmä-ßige Vortrüge zu h-'ten, welche geeignet sind, den Willen der Zuhörer für bestimmteZwecke zu gewinnen. Doch kann die Redekunst (st d.), als unter dem Begriffeder Zweckmäßigkeit stehend, nicht als eine reinschöne Kunst betrachtet werden, wiedie Poesie, der sie sich jedoch auf mannigfaltige Weise, besonders aber durch den con-treten Ausdruck nähert, welchen sie verlangt. Der Werib der Beredlsamkeir be-ruht auf dem Bedürfnisse, durch Rede sich mitzutheilen und denWillen Mehrer zueinem Zwecke zu vereinigen. Der Besitz der Fertigkeit, die man Berednamkeitnennt, ist zugleich ein Besitz großer geistiger Kräfte, welche Vertrauen auf sichselbst und Einfluß über Andre, ja ein gewisses Übergewicht gewäbrt. Durch dieVerschiedenheit der Zwecke aber erhält die Ausübung dieser Kunst größern oder ge-ringern Werth. Sie kann der Eitelkeit und eigennützigen Zwecken ebensowol die-nen, als der Förderung reinmenschlicher Zwecke gewidmet sein. Daher ist sie oftauch als eine Kunst der Gaukelei und des Betrugs angesehen worden , und selbstIsokrateS sagte von ihr: sie sei die Kunst, Kleines groß und Großes klein zu machen.Allein ihrMißbrauch hebt ihre Bestimmung nicht auf. Sie kann als Überredungs-kunst glänzen; aber die wabre Beredrsamkeir will überzeugen und dureb Überzeu-gung auf den LLillen wirken. — Man theilt die Beredtfainkeit in der neuern Zeit