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Bereriice
Berezina
Charakter als Oberhofmeister, lebte seit 1790, von Geschäften ftei, sich rnd denMusen, schrieb 1805 seine „Aphorismen", und starb 1814.
Kerenice < griech.), eine Bringen» des Sieges. So hieß 1) die ltzemah«lin des pontischen Königs MithridateS d. Gr. Ihr Gemahl ließ sie, alt er sichvom Römer LuculluS geschlagen sah, umbringen (gegen das 71. I. vor Chr.),damit sie nicht in die Hände seiner Feinte fallen möchte. Ebenso verfuhr er gegenseine andre Gemahlin, Monime, und seine beiden Schwestern, Roraneund Ttatira.2) Die Gemahlin des HerodeS, des Bruders ihres Vaters, des großen Azrippa,auf dessen Fürbitte jener vom Kaiser Claudius zum König von CkalciS cemachtwurde, aber bald starb. Trotz ihrer Ausschweifungen wußte sie sich dem KaiserNespasian und seinem Wohn Titus so gefällig zu machen, daß Letzterer sie fast zuseiner Gemahlin gewählt hätte. 3) Die Gemahlin des PtolemäuS Evergetes, welcheihren Gemahl mit außerordentlicher Zärtlichkeit liebte, und als dieser nach Zonenin den Krieg zog, ein Gelübde that, ihr schönes Haar den Götter» m weihen,wenn er unverletzt zurückkäme. Dies geschah, und B. schnitt die Locken ab, umsie in dem Tempel der Venus den Göttern zu weihen. Bald darauf ging das ge-heiligte Haar verloren, und der Astronom Konon aus Wamos breitere aus, dieGötter hätten dasselbe als Sternbild an den Himmel versetzt. Daher heißcn die 7Sterne nahe am Schweift des Löwen das Haupthaar der Berenice.
Beresford (William, Baron, Herwg v. Elvas und Marquis v. CampoMaoor) zeigte in dem Kriege Portugals mit Frankreich so viele Kenntnisse, einenso richtigen Blick und s) hohen Muth, daß er unter die ausgezeichneten FeldherrenGroßbritanniens gezählt wird. Er bildete nicht nur das portugiesische Heer, .son-dern auch die Milizen so trefflich, daß sie in dem spanischen Insurrectionskriegemit dem Kern des verbündeten Heeres wetteiferten. B. allein gewann 1810 denSieg bei Albufera über Soult. 1812 commandirte er ein Armeecorps unter Wel-lington und hatte an den großen Siegen bei Viktoria, Bayonne und Toulouse den bedeutendsten Antheil. Er zog am 13. März 1814 mit dem Herzog von An-goult'mc in Bordeaux ein. Am 6. Mai ward er zum Baron von England erhobenund bald darauf nach Brasilien gesandt, von wo er 1815 nach England zurückkehr-te. Der Prinz-Regent von Portugal übertrug ihm die Stelle eines Generalissimusüber die Armeen in Portugal. Kaum war er zu Lissabon eingetroffen, als ihnwichtige Aufträge seines Hofes nach Rio-Ianeiro riefen. Die Strenge, mit wel-cher er 1817 in Lissabon eine gegen das britische Heer und die Regentschaft gerich-tete Verschwörung des Generals Freyre unterdrückte, machte ihn dem portugiesi-schen Militair verhaßt. Er ward daher 1820 von den CorteS verabschiedet. Runging er wieder nach Brasilien , dann »ach England, und trat im Dec. 1828 aber-mals in Lissabon auf, um die englischen HülfStruppe» gegen die Rebellen zu sichren;allein die Truppen blieben unthätig, er ging nach England zurück, und unterhieltseitdem Verbindungen mit der miguelistischen Partei.
Bere; i » a, Fluß im russischen Gouvernement Minsk, bekannt durch denÜbergang des franz. Heeres unter Napoleon , am 26. und 27. Nov. 1812. Ad-miral Tfchitschakoff drang mit der Moldauarmee von Süden herauf, um sich mitdem Hauptbeere zu vereinigen, welches, nach der Wiedereinnähme von Borissow,auch dem Wikgenstem'sche» Corps, das von der Duna herabkam, die Hand bietenund auf diese Weise Napoleon von der Weichsel abschneiden konnte; Napoleon mußte daher, ungeachtet der unendlichen Schwierigkeiten, welche Boden, Witte-rung und der schon so bedenkliche Zustand seines Heers ihm entgegenstellten, Allesaufbieten, um Minsk , oder wenigstens dieBerczina, eher zu erreichen und ru pas-siren als die Russen. Dies war nur mit Aufopferung eines großen Theils desGepäckes und selbst der Artillerie am 25 Nov. möglich geworden; noch an diesemTage wurden die beiden Ufer untersucht. Nachdem der Dorrrab der Molkauarmee